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Elpida: Schneller RAM für Tablets und Smartphones

Der Speicherhersteller Elpida hat die Auslieferung von ersten Samples auf Basis der LPDDR3- und Wide-IO-Technologie bekanntgegeben. Die neuen Chips sollen höhere Bandbreiten bei gleichzeitig abgesenkter Leistungsaufnahme bieten.
Till Schönborn,

Die immer weiter steigende Prozessor- und Grafikleistung von SoCs stößt zunehmend an die Grenze der zur Verfügung stehenden Speicherbandbreite. Der Hersteller Elpida will sich diesem Flaschenhals annehmen und hat in einer Pressemitteilung die Auslieferung erster Samples von zwei neuen Speichertypen verkündet.

Aktuelle SoCs setzen in der Regel auf sogenannten LPDDR2-Speicher, welcher bei einer Transferrate von 800 MBit/s je Pin eine Gesamtbandbreite von 3,2 GB/s pro Speicherchip erreicht. Teilweise wird auch ein Dualchannel-Interface unterstützt, womit insgesamt bis zu 6,4 GB/s zur Verfügung stehen - zu wenig, um die kommende Quadcore-Generation mit leistungsstarken Grafikeinheiten nicht auszubremsen.

Als eigentlicher Nachfolger von LPDDR2 ist der LPDDR3-Standard vorgesehen, der mit Hilfe einer auf 1600 MBit/s gesteigerten Transferrate die Bandbreite pro Speicherchip auf 6,4 GB/s (12,8 GB/s im Dualchannel-Betrieb) verdoppelt. Die Leistungsaufnahme soll dabei gegenüber dem Vorgänger um 25 Prozent gesunken sein.

Der zweite Speichertyp mit dem Namen Wide IO erreicht durch eine besonders breite Anbindung noch höhere Transferraten. 512 Daten-Pins sorgen trotz einer geringen Taktrate von nur 200 MHz für eine Bandbreite von 12,8 GB/s mit einem einzigen Speicherchip. Dabei soll nur die Hälfte der Energie von LPDDR2 benötigt werden.

Sowohl LPDDR3- als auch Wide-IO-Speicherchips werden in einem 30-Nanometer-Prozess gefertigt und sollen in Kapazitäten von 512 MB, 1 GB und 2 GB erhältlich sein. Samples werden bereits ausgeliefert, später in diesem Jahr möchte der Hersteller mit der Massenproduktion beginnen.

Vergleich zwischen LPDDR2, LPDDR3 und Wide IO
Vergleich zwischen LPDDR2, LPDDR3 und Wide IO

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Autor: Till Schönborn,  2.01.2012 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.