Eine der Herausforderungen für Microsoft beim Asus ROG Xbox Ally X besteht darin, die Windows-Oberfläche für Gaming zu optimieren. Erste Eindrücke von der Gamescom zum Handheld-Gaming-PC deuten darauf hin, dass die Benutzeroberfläche noch erheblichen Verbesserungsbedarf hat. Ein Mitglied von Digital Foundry stieß auf zahlreiche Bugs und sogar Abstürze. Zwar sehen die Technik-Podcaster Potenzial, doch aktuell wirkt das ROG Xbox Ally X für Gamer deutlich weniger intuitiv als die Xbox-Konsolen.
Richard Leadbetter äußerte dabei die wohl besorgniserregendste Einschätzung zur Benutzeroberfläche des Handhelds. Das Xbox Ally X versucht, das Finden und Starten von Spielen auf einem portablen Windows-Gerät zu erleichtern. Doch leider versagten zeitweise die Analogsticks beim Navigieren durch Menüs. Zudem stürzte Doom: The Dark Ages ab, wodurch eine Navigation im Spiel unmöglich wurde.
Das ROG Xbox Ally und das Xbox Ally X verwalten Windows-Ressourcen so, dass die Gaming-Funktionalität priorisiert wird. Während der Tests von Digital Foundry führte dies jedoch offenbar zu unerwartetem Verhalten. Nach einer Session mit Gears of War: Reloaded und dem Wechsel zu Doom: The Dark Ages schloss der Handheld-Gaming-PC Gears of War nicht ordnungsgemäß. In der Folge lief das Gerät mit zwei gleichzeitig aktiven Spielen deutlich träger.
Angesichts anderer Vorabberichte überrascht es nicht, dass neue Handhelds keine nahtlose Konsolen-Oberfläche bieten. Die Geräte setzen auf ein klassisches Windows-Betriebssystem, das für weit mehr Aufgaben als nur Gaming ausgelegt ist. Dennoch stellte Digital Foundry fest, dass sich das UI in einem weniger stabilen Zustand befindet, als es sich viele Gamer erhofft hatten. Ob Microsoft die Schwachstellen bis zum Release des ROG Xbox Ally X am 16. Oktober beheben kann, bleibt fraglich.
Trotz der negativen Eindrücke sieht Digital Foundry in den ROG-Xbox-Ally-Handhelds auch Fortschritte. So integrieren sie mehrere Marktplätze in einer Oberfläche – ein Nachteil bestehender Handheld-Gaming-PCs. Allerdings wirken andere Teile des UI stärker fragmentiert. Gamer, die ein ebenso ausgereiftes Erlebnis wie auf einer Xbox-Konsole erwarten, könnten daher schnell frustriert sein.

















