Erste Tests sind da: Kann Steam-Controller Maus und Tastatur wirklich ersetzen?

Valve hat den neuen Steam Controller angekündigt, der ab dem 4. Mai für rund 100 Euro erhältlich sein soll. Nun sind auch die ersten Tests aufgetaucht, die einen Eindruck davon gewähren, wie gut das Steuerkonzept mit TMR-Sticks, Trackpad und Gyrosensor funktioniert. PCGH sieht den Steam Controller als starkes Spezial-Gamepad mit Lernkurve, GameStar bezeichnet ihn sogar als „das beste PC-Gamepad für die meisten“. Von Gamers Nexus wurde Valves PC-Controller außerdem für seine gute Reparierbarkeit gelobt.
Der Steam Controller ist kein klassisches Gamepad, sondern ein flexibler PC-Controller für Steam. Valve kombiniert normale Tasten, Sticks und Trigger mit zwei Trackpads, Gyrosensor, Rückseitentasten und der Steam-Input-Software, mit der sich alles individuell belegen lässt. Damit will man das Steam-Ökosystem in Erwartung der Steam Machine auf TV und Sofa vorbereiten. Mit dem Steam-Controller sollen sich auch Spiele steuern lassen, die eigentlich auf Maus und Tastatur ausgelegt sind. Aber wie gut funktioniert das
Für Controller-Spiele gut, aber nicht perfekt
In klassischen Controller-Spielen funktioniert der Steam Controller laut PCGH direkt und zuverlässig. In Destiny 2 wird er ganz normal als Gamepad erkannt. Dabei überzeugen besonders seine TMR-Sticks. Sie sollen nicht nur weniger anfällig für Stickdrift sein als klassische Potenziometer-Sticks, sondern reagieren laut PCHG auch sehr präzise und lassen sich via Steam Input mit kleinen Totzonen nutzen. Kritik gibt es für die Trigger, die vergleichsweise weich wirken sollen, keine Sperrfunktion bieten und insgesamt nicht so stark anpassbar sind wie etwa beim PS5-Controller. GameStar nennt zusätzlich das D-Pad als Schwachpunkt für Fighting Games, weil Diagonalen schwieriger zu treffen sind.
Maus- und Tastaturersatz nur in bestimmten Spielen
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal des Steam Controllers sind die Touchpads. Sie ermöglichen Maus-ähnliche Eingaben und machen PC-Spiele auf dem Sofa deutlich besser bedienbar als mit normalen Analogsticks. In Anno 1800 funktionierte das Aufbauen und Navigieren laut PCHG überraschend gut – besonders bei gemütlichem Spieltempo. Auch im GameStar-Test mit Civilization 7 hat der Steam Controller eine gute Figur gemacht. Eine nützliche Ergänzung ist das Gyroskop. Es erlaubt feine Bewegungen durch leichtes Kippen des Controllers und kann etwa beim Zielen oder bei präzisen Mausbewegungen helfen. Laut beiden Tests funktioniert das gut, vor allem in kombinierter Nutzung mit Sticks oder Trackpad.
Wenn Spiele nicht nur präzise Mausbewegungen, sondern auch schnelle Reaktionen erfordern, stößt das Trackpad allerdings schnell an seine Grenzen. So kam der Steam Controller im PCHG-Test mit Total War: Warhammer 3 zwar grundsätzlich zurecht, erwies sich in hektischen Situationen aber als zu indirekt und langsam. Laut ersten Testberichten kann der Steam Controller also durchaus als Ersatz für Maus und Tastatur herhalten – allerdings nur in bestimmten Spielen. Bei hektischem Mikromanagement dürfte die Bedienung per Trackpad zu träge sein.
Quelle(n)
Bildquelle: Steam











