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Microsoft drängt Windows-11-24H2-Nutzer zum Upgrade auf 25H2

Microsoft drängt darauf, nicht verwaltete Windows-11-24H2-Systeme auf die Version 25H2 umzustellen, da das Supportende im Oktober 2026 näher rückt
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Microsoft drängt darauf, nicht verwaltete Windows-11-24H2-Systeme auf die Version 25H2 umzustellen, da das Supportende im Oktober 2026 näher rückt
Microsoft führt vor dem Supportende am 13. Oktober ein erzwungenes Upgrade von nicht verwalteten Windows-11-24H2-PCs auf Version 25H2 durch. Allerdings führt KB5083769 weiterhin dazu, dass einige Systeme in nicht behebbaren Boot-Schleifen hängen bleiben.

Die von Microsoft für den 13. Oktober 2026 festgelegte Frist für das Ende des Supports der Windows-11-Editionen 24H2 Home und Pro führt zu einem automatischen Upgrade auf Version 25H2, das nun auf alle nicht verwalteten Endgeräte ausgeweitet wurde. Das Unternehmen bestätigte die breitere Einführung über sein Windows Release Health Dashboard. In der Mitteilung heißt es, dass Geräte, die nicht von IT-Abteilungen verwaltet werden, 25H2 automatisch erhalten, wobei nur begrenzte Kontrolle darüber besteht, wann die Installation erfolgt.

Die technischen Gründe für diesen Schritt sind nachvollziehbar. Windows 11 25H2 ist ein Aktivierungspaket mit weniger als 200 KB, das auf derselben Kerncodebasis wie 24H2 aufbaut. Die meisten Funktionen wurden bereits über monatliche kumulative Updates auf 24H2-Systemen vorinstalliert, sodass das eigentliche Upgrade eher einer Freischaltung von Features als einer vollständigen Neuinstallation des Betriebssystems entspricht. Das auf maschinellem Lernen basierende Rollout-System von Microsoft prüft zudem die Hardware-Kompatibilität, bevor das Update ausgerollt wird, sodass der Übergang bei den meisten sauber gewarteten Systemen reibungslos verlaufen sollte.

Problematischer Zeitpunkt

Die Einführung erfolgt jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. KB5083769, Microsofts Patch-Tuesday-Update vom 14. April für Windows 11 24H2 und 25H2, verursacht weiterhin kritische Startfehler auf einer Untergruppe von HP- und Dell-Systemen. Betroffene Nutzer berichten von einem wiederkehrenden Muster: Das Update wird installiert, der Computer startet neu, der Bildschirm zeigt Artefakte, und das System stürzt in einen Bluescreen-Fehler (BSOD) ab, von dem es sich ohne manuelle Eingriffe nicht erholt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels hat Microsoft noch keinen außerplanmäßigen Fix für dieses „Boot-Loop“-Problem veröffentlicht.

Das bedeutet, dass einige Nutzer zu einem Versions-Upgrade gedrängt werden, obwohl ihre Geräte bereits mit dem April-Update Probleme haben. Das „Safeguard Hold“-System von Microsoft soll die Einführung von 25H2 auf Geräten blockieren, bei denen Kompatibilitätsprobleme erkannt wurden. Die durch KB5083769 ausgelöste Boot-Schleife betrifft jedoch eine spezifische Hardwarekonfiguration und keinen allgemein bekannten Treiber- oder Softwarekonflikt, was die automatische Erkennung weniger zuverlässig macht.

Was Nutzer tun können

Nutzer der nicht verwalteten Home- und Pro-Editionen können das Upgrade auf 25H2 nicht dauerhaft ablehnen. Die Option „Updates pausieren“ in den Windows-Einstellungen verzögert die Installation zwar, doch nach Ablauf des Pausenzeitraums erfolgt die Aktualisierung automatisch gemäß Microsofts Rollout-Plan. Für betroffene Nutzer, die bereits Probleme mit KB5083769 haben, sollte die Behebung der durch das April-Update verursachten Fehler Vorrang haben, bevor ein Wechsel auf 25H2 erfolgt..

Der von Microsoft empfohlene Wiederherstellungsweg für betroffene Systeme beginnt mit der Windows-Wiederherstellungsumgebung. Falls die Systemwiederherstellung fehlschlägt, ist die Startreparatur der nächste Schritt.

Ein vollständiges Zurücksetzen über „Diesen PC zurücksetzen“ gilt als letzte Option – dabei ist ein Datenverlust wahrscheinlich, weshalb dieser Schritt nur in Betracht gezogen werden sollte, wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos bleiben. Solange das System noch startet, empfiehlt es sich, Updates zu pausieren und die weitere Entwicklung sowie mögliche Korrekturen von Microsoft abzuwarten.

Geräte in Unternehmens- und Bildungsumgebungen sind vorerst ausgenommen. IT-Abteilungen erhalten zusätzliche Zeit, um Kompatibilitätstests durchzuführen, bevor das Upgrade dort ausgerollt wird.

Was sich mit 25H2 ändert

Für Nutzer, die nicht von dem Problem mit KB5083769 betroffen sind, stellt 25H2 ein vergleichsweise risikoarmes Upgrade dar. Es aktiviert Funktionen, die bereits in 24H2 enthalten sind, verschiebt die Supportfrist für die Home- und Pro-Editionen auf Oktober 2027 und stellt sicher, dass die Geräte weiterhin Sicherheitsupdates erhalten. Windows 11 24H2 verliert am 13. Oktober 2026 alle Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen und Zeitzonenaktualisierungen, wodurch Systeme mit dieser Version künftig ungeschützt gegenüber neu entdeckten Sicherheitslücken bleiben.

Microsoft hat bislang keinen konkreten Zeitplan für die Behebung des durch KB5083769 verursachten Bootloop-Problems veröffentlicht. Nutzer, die vom April-Update betroffen sind, finden in unserem früheren Artikel (Link unten) entsprechende Schritte zur Wiederherstellung.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Microsoft drängt Windows-11-24H2-Nutzer zum Upgrade auf 25H2
Autor: Darryl Linington, 28.04.2026 (Update: 28.04.2026)