EzBenchs neuer GPU-Stresstest soll RTX 5090 in 4K auf 15 FPS drücken

Der GPU-Stresstest NukeMark des norwegischen Entwicklers EzBench ist ein noch recht neues kommerzielles Benchmark-Tool (angekündigt vor knapp zwei Monaten) und derzeit im Early Access auf Steam verfügbar. Er basiert auf der Unreal Engine 5.7 und wird als „adversarial“ Benchmark beworben, der die anspruchsvollsten Features der Engine bewusst gleichzeitig ausreizt – darunter Nanite für virtualisierte Geometrie, das MegaLights-System für eine große Anzahl von Lichtquellen, hardwarebeschleunigtes Lumen-Raytracing sowie virtuelle 8K-Texturen. Anders als bei einem fertigen Spiel wird dabei bewusst nicht versucht, innerhalb eines üblichen Performance-Budgets zu bleiben.
Laut den von EzBench veröffentlichten Zahlen erreicht die Vorzeigeszene des Benchmarks auf Nvidias RTX 5090 bei nativer 4K-Auflösung (ohne Upscaling) lediglich rund 15 bis 20 Bilder pro Sekunde. Diese Zahlen stammen bislang allerdings ausschließlich aus den Pressematerialien des Entwicklers und wurden noch nicht unabhängig überprüft.
Nach Angaben von EzBench stellt das Unternehmen der Presse jedoch Testversionen, ein technisches Whitepaper sowie Referenzergebnisse aktueller High-End-GPUs zur Verfügung, damit diese überprüft werden können.
NukeMark ist außerdem nicht EzBenchs erster Versuch, Hardware unter der Unreal Engine an ihre Grenzen zu bringen. Das vierköpfige Studio um Ezekiel Hauge veröffentlichte bereits 2022 das ursprüngliche EzBench. Dabei handelte es sich um eine kostenlose UE5-Demo mit 8K-Texturen und Raytracing, die selbst damalige High-End-Grafikkarten an ihre Leistungsgrenzen brachte.
NukeMark versteht sich im Grunde als geistiger Nachfolger, legt den Schwerpunkt jedoch gezielt auf Raytracing statt auf eine möglichst hohe Rasterisierungslast. Statt nur einer Szene umfasst das Tool zwei Benchmark-Sequenzen:
Emberhold, die laut Entwickler vor allem die Beleuchtungs- und Schattenberechnung fordert, sowie Pandora, die auf die Auslastung des Grafikspeichers abzielt und bei 4K-Auflösung Berichten zufolge mehr als 12 bis 15 GB VRAM belegt. EzBench erklärt außerdem, dass Ergebnisse mit nativer Auflösung und DLSS-Upscaling in getrennten Bestenlisten geführt werden.
Dadurch soll die übliche Praxis vermieden werden, hochskalierte Ergebnisse gemeinsam mit nativen Resultaten zu vergleichen. „Wir haben das fehlende Puzzleteil geschaffen: eine Raytracing-Last in einer echten Engine, die das Leistungslimit einer GPU aufzeigt“, erklärte Hauge in einer Stellungnahme. Mehr Informationen zu NukeMark gibt es auf Steam.

