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CES 2013 | GPUs im iPad 4 und Nexus 10 schneller als Nvidia Tegra 4

Auf den Webseiten von GLBenchmark sind Werte von Nvidias Tegra 4 aufgetaucht. Laut den Ergebnissen ist der Tegra 4 langsamer als der A6X des Apple iPad und Exynos 5250 des Google Nexus 10.

Nvidia hatte auf der CES 2013 seinen neuen und ARM Cortex-A15 basierten Quad-Core-Prozessor Tegra 4 vorgestellt. Bei der Präsentation verzichtete Nvidias Chef Jen-Hsun Huang auf die sonst üblichen Grafikbenchmarks und ließ den Tegra 4 nur Webseiten laden. Ungewöhnlich für den Grafikspezialisten, der Grund dürfte aber die bisher geringe Leistung des neuen Tegra 4 in populären Grafikbenchmarks wie GLBenchmark sein.

Was bereits hinter vorgehaltener Hand aus Entwicklerkreisen zu hören war, scheinen nun die ersten Werte im GLBenchmark 2.5 zu bestätigen. Software und Treiber für den Tegra 4 sind zwar noch nicht optimiert, insgesamt dürfte der Tegra 4 aber bei der Grafikleistung hinter Apples A6X zurückbleiben. Inzwischen wurden die Ergebnisse des android.os.Build.USER "Buildbrain" - dem Namen eines automatisierten Testsystems für Nvidia-Entwickler - zwar gelöscht, in verschiedenen Foren und via Googles Webcache sind die Benchmarkwerte aber noch abrufbar.

So muss sich der Tegra 4 respektive das T4-Development-Board im GLBenchmark 2.5 im Vergleich zu einem Nexus 10 oder iPad deutlich geschlagen geben. Der Tegra 4 schafft im Egypt HD Offscreen (1080p) 32,6 fps, die PowerVR SGX554MP4 Grafik des Apple iPad A6X knapp 50 fps. Auch der Samsung Exynos 5 Dual-Core 5250 mit ARM Mali-T604 Grafikeinheit des Google Nexus 10 erreicht im GLBenchmark 2.5 hier Werte größer 35 fps.

Nvidias Marketingchef Nick Stam betonte im Gespräch mit verschiedenen Medien auf der CES, dass Apple seiner GPU im A6X viel Chipfläche einräume. Nvidia setzte wie in der Vergangenheit aber auf Software und Treiber sowie die Zusammenarbeit mit Spieleentwicklern. Dieses Konzept verfolgte Nvidia auch bereits mit seinem Tegra 3 und den "speziell für Tegra optimierten Spielen". Ob dieser Plan auch in Zukunft aufgeht, wird sich zeigen.

Stam bestätigte nun aber auch offiziell, was wir bereits in unserem Artikel zum neuen Tegra 4 geschrieben hatten: Nvidias ULP GeForce im Quad-Core Tegra 4 nutzt auch weiterhin keine Unified Shader. Stattdessen gibt es nun 48 Pixel Shader und 24 Vertex Shader.

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Autor: Ronald Tiefenthäler, 10.01.2013 (Update: 10.01.2013)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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