GameFreaks neues RPG lässt Pokémon alt aussehen – und macht Fans sauer

GameFreak ist im Wesentlichen für die Pokémon-Spiele bekannt. Wie einige Fans mitbekommen haben dürften, arbeitet der japanische Entwickler aktuell aber auch an einem anderen Titel: Beast of Reincarnation. Obwohl das eigentlich ein Grund zur Freude sein könnte, ist die Stimmung in der Community eher angespannt. Für viele sieht es so aus, als würde sich GameFreak bei Beast of Reincarnation schlichtweg mehr Mühe geben als bei den letzten Pokémon-Titeln.
Bei Beast of Reincarnation, das für Sommer 2026 erwartet wird, handelt es sich um ein Action-RPG mit düsterem, postapokalyptischem Setting, in dem Protagonistin Emma gemeinsam mit ihrem Hund Koo gegen die Verderbnis der Welt kämpft. Anhand des bereits gezeigten Materials scheint GameFreak hier auf eine deutlich ernstere Atmosphäre zu setzen. Für Gesprächsstoff sorgt vor allem die Präsentation des Spiels. Beast of Reincarnation wirkt technisch sehr ambitioniert, mit moderner und detailreicher Grafik – was man von den letzten Pokémon-Ablegern Karmesin und Purpur nicht unbedingt behaupten kann. Vielen Fans stößt das sauer auf.
Obwohl Beast of Reincarnation durchaus vielversprechend wirkt, dominiert auf Reddit der Frust über den Vergleich zu Pokémon. Viele Fans empfinden Beast of Reincarnation als Beleg dafür, dass GameFreak grundsätzlich sehr wohl in der Lage ist, deutlich stimmungsvollere und modernere Spiele auf die Beine zu stellen. Zwar lässt sich Beast of Reincarnation aufgrund des komplett unterschiedlichen Grifkstils nur bedingt mit den Pokémon-Spielen vergleichen, für Fans wirkt es aber trotzdem so, als würde mehr Mühe in das neue Projekt fließen.
Der Vorwurf: Der Zustand der letzten Pokémon-Spiele ist keine Frage des Könnens, sondern eine Frage der Prioritäten. In einem Interview mit Eurogamer erklärt Director Kota Furushima, dass Beast of Reincarnation nicht als Gegenentwurf zu Pokémon gedacht sei. Vielmehr habe sich die düstere, realistischere Ausrichtung laut Furushima organisch aus dem Konzept ergeben. Entscheidend sei von Anfang an die Geschichte um Emma und ihren Hund Koo gewesen – und für diese harsche Reise habe ein stilisierter oder cartoonhafter Look schlicht nicht gepasst. Dass viele Fans dennoch einen Vergleich zu Pokémon ziehen, ist angesichts des technischen Zustands der letzten Spiele aber kaum verwunderlich.








