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Google: Still und heimlich WIMM aufgekauft

Im August 2011 brachte die Firma WIMM eine Smartwatch auf den Markt. Ein knappes Jahr später wurde laut einer kurzen Meldung eine "exklusive, vertrauliche Beziehung" eingegangen und der Verkauf eingestellt. Jetzt stellt sich heraus, dass Google WIMM aufgekauft hat.

Ursprünglich wollte WIMM mit der auf Android 2.1 basierenden Smartwatch WIMM One von sich reden machen. Der modularen Uhr wurde bei Markteinführung im August 2011 einiges an Potential zugewiesen, eine mediale Aufmerksamkeit war geschaffen. Im Sommer 2012 konnte man dann auf der Website von WIMM nur ein kurzes Statement finden, in dem unter anderen von einer "exklusiven, vertraulichen Beziehung" die Rede war - und von einem Verkaufsstopp der WIMM One Smartwatch. Der Original-Exzerpt: "[...]WIMM Labs entered into an exclusive, confidential relationship for our technology and ceased sales[...]". Was jetzt auf private Verhältnisse umgelegt nach einer Affäre klingt, war nichts anderes als der Aufkauf der Firma. Die Frage, die im Raum stand, war: Wer hat WIMM gekauft?

Allgemein wurde spekuliert, dass Apple seine Finger im Spiel hatte und sich die Technik und Expertise für die Umsetzung der iWatch einverleiben wollte. Wie sich jetzt schlussendlich herausgestellt hat, war es nicht Apple sondern Google (das zuletzt durch den überraschenden Abgang von Hugo Barra zu Xiaomi im Gespräch war - wir berichteten). Die Übernahme war aus Sicht von Google keine dumme Idee. Einerseits hat man sich damit eines potentiell lästigen Konkurrenten entledigt, andererseits hat man sich das Know-How der Belegschaft angeeignet. Und das WIMM One war in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter.

Anders als bei ähnlichen Geräten diente WIMM One nicht nur als verlängerter Arm des Smartphones, mit dem es verbunden war. WIMM veröffentlichte eine zugehörige Entwicklersoftware, mit der Drittparteien neue Anwendungen (so genannte "Micro Apps") erstellen konnten, die direkt auf dem WIMM One liefen und die Uhr nicht nur als Schnittstelle zum Handy verwendeten. Die Smartwatch war also auch losgelöst vom Smartphone noch sinnvoll einsetzbar. Im WIMM Beta App Store kann man nach wie vor in diversen Micro Apps herumstöbern. 

Man darf schon sehr gespannt sein, was Google im Bereich Smartwatch präsentieren wird - und wann dies der Fall sein wird.

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Autor: Kurt Jonke,  2.09.2013 (Update:  2.09.2013)