Google kontrolliert das gesamte Auto: Android greift tief in Fahrzeugfunktionen ein

Laut Google geht es um nicht weniger als einen Strategiewechsel: Statt nur als Anzeige- und Schnittstellenlösung zu dienen, rückt Android Automotive näher an die eigentliche Fahrzeugsteuerung heran. Die neue Variante für Software Defined Vehicles greift direkt auf Komponenten wie Klimaanlage, Sitzverstellung oder Beleuchtung zu, sagt der Konzern. Dadurch entfällt ein Teil der bislang nötigen Vermittlung über separate Steuergeräte und unterschiedliche Softwareebenen.
Technisch setzt Google dabei nach eigener Aussage auf eine modulare Architektur mit einheitlichen Schnittstellen. Ein standardisierter Signal-Katalog soll dafür sorgen, dass Hersteller und Zulieferer gleichermaßen dieselben Befehle nutzen können. Gleichzeitig erlaube die Plattform gezielte Updates einzelner Funktionen. Software lässt sich so sehr viel feiner aktualisieren als bisher, etwa nur für bestimmte Systeme statt für das gesamte Fahrzeug.
Ein weiterer Vorteil des neuen Systems liegt laut Google bei der Entwicklung. Durch integrierte Virtualisierung können Teams Funktionen parallel entwickeln und testen, auch ohne fertige Hardware. Das verkürze die Entwicklungszeiten und erleichtere globale Zusammenarbeit. Auch sicherheitsrelevante Anzeigen wie Kamerabilder seien im neuen Android Automotive integrierbar.
Android Automotive: Software verändert Fahrzeugarchitektur
Mit dem neuen Ansatz verschiebt Google die Rolle von Software im Auto. Weniger einzelne Steuergeräte, dafür eine zentrale Plattform, die gleich mehrere Bereiche bündelt. Für Hersteller kann das Prozesse vereinfachen, gleichzeitig steigt die Bedeutung des zugrunde liegenden Systems deutlich. Außerdem schafft die Plattform die Grundlage für zusätzliche Dienste wie personalisierte Profile, erweiterte Sprachfunktionen oder genauere Wartungshinweise.
Renault setzt die neue Plattform bereits testweise ein, heißt es. Das aufgepeppte Android Automotive kommt im kommenden Renault Trafic E-Tech zum Einsatz, dessen Produktionsstart für Ende 2026 geplant ist. Weitere Hersteller hat Google bislang nicht namentlich bestätigt, allerdings soll das System generell noch im Laufe des Jahres breiter verfügbar werden.
bokman Typ 2 Ladekabel 22 kW, 3-phasig, 5 Meter EV-Ladekabel für Elektroautos bei Amazon kaufen





