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Großes Jellyfin-Update überarbeitet Buch-Support und Playlists, erfordert aber angepasste Plugins

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Alles, wofür jahrelang das Bookshelf-Plugin benötigt wurde, ist jetzt direkt über den Server zugänglich.
Jellyfin 12.0 ist da, womit sich das Projekt von der „10.“ am Anfang seiner Versionsnummern verabschiedet. Die Unterstützung für Bücher und Comics wandert vom Bookshelf-Plugin direkt in den Server, die Speicherung von Playlists wurde neu aufgebaut und FFmpeg 8.1 wird nun unterstützt.

Jellyfin 12.0 ist erschienen – das Projekt verzichtet ab sofort auf die „10.“ am Anfang der Versionsnummer. Was früher also als 10.12.0 erschienen wäre, heißt nun schlicht 12.0.

Die 10 änderte sich nie, weshalb Nutzer die Bedeutung einer neuen Version anhand der mittleren Zahl einschätzen mussten, wodurch Updates stets kleiner wirkten, als sie tatsächlich waren. Das sorgte bei Version 10.11.0 für Verwirrung: Obwohl die gesamte Datenbank der Medienbibliothek neu geschrieben wurde, wirkte die Versionsnummer wie die eines gewöhnlichen Updates. Künftig ändert sich die erste Zahl, wenn es sich um eine größere neue Version handelt.

Was sich ändert

Playlists und Sammlungen wurden bislang als eine einzige lange Liste innerhalb des übergeordneten Eintrags gespeichert. Für die Datenbank waren die einzelnen Elemente dadurch nicht sichtbar. Selbst um lediglich die Anzahl der enthaltenen Elemente abzurufen oder eine einzelne Seite darzustellen, musste daher die komplette Liste geladen und entpackt werden. Ebenso erforderte das Entfernen eines einzelnen Titels, die gesamte Liste erneut zu schreiben. Ab sofort erhält jeder Eintrag eine eigene Datenbankzeile. Auch „Continue Watching“, „Next Up“, die Suche nach Künstlern und die Anzeige der Anzahl ungesehener Inhalte in Ordnern sollen dadurch schneller reagieren.

Bücher gehören zu den wichtigsten Neuerungen dieser Version. Jahrelang waren sie auf das Bookshelf-Plugin angewiesen. Nun kann der Großteil dieser Funktionen direkt vom Server übernommen werden. Jellyfin liest Metadaten aus OPF, ComicInfo und ComicBookInfo, erstellt Cover für EPUB-Dateien und alle unterstützten Comicarchive, ermittelt die Seitenzahl von PDFs und extrahiert Kapitel aus Hörbüchern. Bookshelf selbst wurde in die Anbieter ComicVine und GoogleBooks aufgeteilt. Zusätzlich gibt es ein neues OpenLibrary-Plugin. Außerdem unterstützen Episoden nun alternative Versionen.

An anderer Stelle ist das Modern-Weblayout nun sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten die Standardeinstellung, während das bisherige Layout fortan „Legacy“ heißt. Für das Transcoding kommt jetzt FFmpeg 8.1 zum Einsatz. Darüber hinaus enthält das Update Sicherheitskorrekturen für Path-Traversal- und Cross-Site-Scripting-Schwachstellen.

Vor dem Update muss Jellyfin in Version 10.10.7 oder einer Version aus dem 10.11.x-Zweig installiert sein. Anschließend ist ein vollständiger Scan der Medienbibliothek zwingend erforderlich. Plugins von Drittanbietern funktionieren nicht mehr, bis ihre Entwickler sie für .NET 10 neu erstellt haben. Zudem wurden die alten Endpunkte /emby/ und /mediabrowser/ entfernt. Vor dem Upgrade empfiehlt es sich daher, die ausführlichen Release Notes zu lesen.

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Autor: Anubhav Sharma,  8.09.2026 (Update:  8.09.2026)