Nach rund acht Jahren Entwicklungszeit hat Eastshade Studios am 30. September Songs of Glimmerwick veröffentlicht. Das kleine Studio, welches übrigens auch hinter dem gleichnamigen Adventure Eastshade steht, bezeichnet sein neues Spiel als storygetriebenes „Witch Academy RPG“. Spieler verbringen darin ein komplettes Jahr an der magischen Universität Etchery – inklusive Unterricht, wechselnden Jahreszeiten, Festen und allerlei Geschichten rund um Mitschüler und Bewohner der Insel.
Der Vergleich mit Harry Potter und Stardew Valley liegt dabei durchaus nahe – und wird in Rezensionen oder auch in der Preview von IGN immer wieder hervorgeholt. Statt Hogwarts wartet zwar eine völlig eigenständige Fantasy-Welt, der Alltag an einer Zauberschule nimmt aber auch hier eine zentrale Rolle ein. Gleichzeitig erinnert der ruhige Tagesablauf mit Gartenarbeit, Sammeln und diversen Nebenaktivitäten an Farming-Sims wie Stardew Valley.
Zaubern mit der Flöte statt Zauberstab
Der große Twist steckt im Magiesystem: Zaubersprüche werden nicht mit einem Zauberstab gesprochen, sondern als Musik gespielt. Mit verschiedenen Liedern lassen sich etwa Regenwolken beschwören, Werkzeuge verzaubern, Bäume ansprechen oder neue Wege durch die Spielwelt öffnen. Kämpfe gibt es hingegen nicht. Songs of Glimmerwick setzt den Fokus voll auf Erkundung, Quests und entspanntes Life-Sim-Gameplay.


Abseits des Unterrichts können Spieler die offene Insel erkunden, angeln, Muscheln suchen, an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen und sich um den Garten der Universität kümmern. NPCs haben eigene Tagesabläufe und Geschichten, sämtliche Haupt- und Nebenfiguren sind auf Englisch vertont. Ein umfangreiche Romance-System, wie es manche Genre-Fans möglicherweise erwarten würden, gibt es allerdings nicht.
95 Prozent positive Reviews zum Start
Einen Tag nach Release zählt Songs of Glimmerwick immerhin über 70 Bewertungen mit einem sehr positiven Durchschnitt von 95 Prozent. Zudem rangierte der Titel zum Zeitpunkt der Recherche auf Platz 4 der Steam-Charts in der Kategorie „Beliebte Neuerscheinungen“. Spieler mögen die verträumte Atmosphäre, den ungewöhnlichen Grafikstil sowie Musik und Sprachausgabe. Auch das Worldbuilding und die Figuren kommen gut an.
Ein paar Kritikpunkte gibt es trotzdem: Einige Spieler empfinden die Gartenarbeit und vereinzelte Tutorials als wenig intuitiv. Zudem soll das Spiel bisweilen an einer hakeligen Steuerung, begrenzten Inventarplätzen und kleineren Bugs leiden. In Anbetracht der Bewertungen scheinen Spieler dem Indie-Titel kleinere Schwächen jedoch leicht verzeihen zu können. Wer selbst einen Abstecher in die Zauberwelt von Songs of Glimmerwick wagen möchte, bekommt den Titel noch bis zum 14. Oktober mit 10 Prozent Launch-Rabatt für rund 23 statt 25,50 Euro. Die Kompatibilität mit dem Steam Deck (derzeit 850 Euro auf Amazon) wird mit „Spielbar“ angegeben.













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