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Drova 2: Torn Lands angespielt: So gut könnte das deutsche 2D-RPG mit Gothic-Vibes werden

Schon angespielt: Drova 2: Torn Lands
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Schon angespielt: Drova 2: Torn Lands
Deck13 Spotlight und Just2D haben den Nachfolger von Drova: Forsaken Kin vorgestellt. Wir konnten den Titel schon anspielen - und haben die großen und kleinen Dramen ebenso erlebt wie ein entschleunigtes Gameplay mit schicker Optik.

Wer Indie-Erfolg aus Deutschland hört, denkt wahrscheinlich sofort an Enshrouded - und danach mit einiger Wahrscheinlichkeit an Drova: Forsaken Kin. Dementsprechend überrascht es nicht, dass Deck13 Spotlight und Just2D Interactive mit Drova 2: Torn Lands einen Nachfolger in der Pipeline haben. Dieser hat zwar noch keinen Release-Termin - ausführlich anspielen konnte ich den Titel bei einem Event in Magdeburg gleichwohl schon. Die Demo selbst war relativ umfangreich, wenn man sich denn - auch ein wenig typisch für Drova - in Nebenquests vertiefte. Das lohnte sich definitiv: Wer stumpf der Hauptstory der Demo folgte, verpasste die Höhen und Tiefen des Hoflebens. An dieser Stelle gleich die Warnung: Es handelt sich wohl um den Spieleinstieg. Wer völlig unbefleckt an den Titel herangehen will, sollte vielleicht nicht weiterlesen.

Diesen Bären sollte man nicht unvorbereitet angreifen
Die Grafik ist charmant

Vom Hofleben und Rostmoos

Die Demo spielte auf und um einen Hof, wobei sich schon in der Demo die frech-charmante und teilweise comichafte Charakterzeichnung zeigte. Klar charakterisiert sind so der leicht arbeitsscheue, aber doch motivierbare Schäfer mit Künstlergenen ebenso wie die freche, selbstbewusste Tochter des herrischen Hofbesitzers. Quests bestehen - ganz in der Gothic-Tradition - primär erst einmal weniger aus brachialen Kämpfen, sondern durchaus aus Botengängen. Drova 2: Torn Lands schickt den Spieler hier durchaus hin und her - das muss man mögen. Belohnt werden Spieler dafür allerdings mit durchaus humorvollen Dialogen, die zwar nicht unbedingt extrem feinsinnig sind, allerdings auch nicht den Ton als solchen brechen. Ein wenig von den dunklen Seiten des Hoflebens und der Charaktere erfährt man auch, inklusive eines potenziellen Suchtproblems. Tonalität und Atmosphäre sind dabei ein wichtiger Punkt. Drova 2: Torn Lands erinnert durchaus an die Gothic-Atmosphäre, war zumindest in der Demo aber ein ganzes Stück freundlicher, auch wenn deutlich zu spüren ist, dass nicht alles rund läuft.

Mehrere Fraktionen, einzigartige Fähigkeiten

Fundamental geändert hat sich im Vergleich zum Vorgänger erst einmal nichts. Das aktive Kampfsystem sollte beherrscht werden, sonst enden Kämpfe auch mit Standard-Gegnern sehr schnell oder der Heilkraut-Vorrat schwindet dahin. Sogar schon in der Demo ergab sich die typische Gothic-Progression: Traut man sich anfangs kaum, von Wegen abzuweichen, sind zwei Spielstunden, mehrere Botenquests, 10 Stärkepunkte und eine neue Rüstung später einfache Gegner kein Problem mehr. Mein Eindruck von der Demo war positiv. Die großen und kleinen Geschichten machen Lust auf mehr. Ob das Progressionssystem motivierend bleibt, wird aber erst eine ausführlichere Spielsession zeigen können. Potenzial dafür gibt es: So gibt es nun auch fraktionsabhängige, einzigartige Fähigkeiten, welche ich in einem dedizierten Demo-Kampfmodus mit ordentlich hochgezüchteten Charakteren - und auch Gegnern - schon ausprobieren konnte. Die Demo, die den Spielstart markiert, macht definitiv Lust auf mehr.

Drova 2: Torn Lands will die Zeit des Spielers respektieren

Die Demo verschlägt und auf einen Hof
ⓘ Just2D Interactive, Deck13 Spotlight
Die Demo verschlägt und auf einen Hof

Auf dem Event gab es durchaus Gelegenheiten, mit den Entwicklern ins Gespräch zu kommen. Klar wurde dabei: Auch Drova 2: Torn Lands ist ein Spiel mit einer starken, kreativen Vision, das die Spielzeit des Spielers respektieren will, gleichzeitig aber auf bestimmte Funktionen wie automatische Questmarker verzichtet. Automatisch ist hier ein wichtiger Begriff: Spieler können nämlich selbst Markierungen auf gekauften Karten setzen. Respekt gegenüber der Spielzeit des Spielers und der Verzicht auf Komfortfunktionen wie beispielsweise eine Schnellreise stehen natürlich in einem gewissen Spannungsverhältnis. In der Demo ergaben sich für Laufwege aber auch signifikante Belohnungen - und sei es nur ein humorvoller Dialog. Im Gespräch wurde auch noch einmal klargestellt, dass Drova 2: Torn Lands im Prinzip kein schweres Spiel ist, was ich anhand der Demo bestätigen kann. Wer fleißig Nebenaufgaben absolviert, macht sich die Kämpfe signifikant leichter. Letztlich ist eine derartige Progression auch der Immersion zuträglich: Unser Held baut seine Muskeln erst einmal beim Schleppen von Getreide und beim Zaunbau auf, anstatt sich als Schmalhans sofort in den Kampf gegen einen Bären zu stürzen. Wem der Titel dennoch zu schwer ist, könnte im Nachgang wahrscheinlich auch auf Mods setzen. Die Relevanz des Themas ist den Entwicklern durchaus bewusst und man arbeitet durchaus mit Moddern zusammen. Einen direkt integrierten Mod-Launcher wird es aber voraussichtlich nicht geben.

Quelle(n)

Eigene, Just2D Interactive, Deck13 Spotlight

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Drova 2: Torn Lands angespielt: So gut könnte das deutsche 2D-RPG mit Gothic-Vibes werden
Autor: Silvio Werner, 20.10.2026 (Update: 19.10.2026)