Kostenloses RPG bietet zwölf komplett verschiedene Wege und startet 99 % positiv

Was verschafft einem Indie-RPG zum Release knapp 200 zu 99 Prozent positive Steam-Bewertungen? In Heartfall: A Tale in Three Lives sind es viele grundverschiedene Artworks, originelle Dialoge, zwölf verschiedene Routen zum Einschlagen und eine YouTube-Serie im Rücken, die das Fundament liefert. Die Idee zum Spiel basiert nämlich auf der Minecraft-Serie 3rd Life von YouTuber Grian. Darin treffen mehrere Creator im Survival-Modus aufeinander. Jeder hat drei Leben – und wer sein letztes Leben erreicht, wird zum Jäger und muss andere Spieler ausschalten. Es geht um Bündnisse, Rivalitäten und überraschende Wendungen
Heartfall erzählt alternative Ausgänge der Geschichten. An dem nichtkommerziellen Fanprojekt sind 70 Mitwirkende beteiligt, die Geschichten, Illustrationen und Musik beigesteuert haben. Vorwissen zur Serie soll nicht nötig sein, womit der Titel auch für jene interessant sein könnte, die 3rd Life noch nicht kennen – und vielleicht macht das RPG dann ja Lust auf die Serie.

Heartfall ist ein typisches Visual-Novel-RPG. Es konzentriert sich auf Erkundung, Dialoge und Entscheidungen – aber vor allem auf Dialoge. Die machen den absoluten Großteil des Spiels aus. Der Dialogtext umfasst 400.000 Wörter, verteilt auf zwölf verschiedene Story-Pfade, die jeweils von anderen Teams geschrieben, illustriert und gestaltet wurden, wie die Entwickler auf Steam erklären. Dadurch sollen sich die zwölf Routen, bei denen es sich jeweils um andere alternative Ausgänge der YouTube-Serie handelt, auch wirklich unterschiedlich anfühlen. Auf Steam steht: „Vielleicht wirst du zum Detektiv, betrügst dein erstes Bündnis oder entdeckst Geheimnisse, die besser vergessen geblieben wären!“. Bislang sind die Dialoge allerdings ausschließlich auf Englisch verfügbar.
Was Spieler am häufigsten loben, sind die Illustrationen – vor allem deren Vielfalt durch die vielen Beteiligten. Auch die Story soll stark sein und viele emotionale oder humorvolle Momente bereithalten. Erfreulicherweise bestätigen mehrere Spieler, dass der Titel auch ohne Vorkenntnisse aus der YouTube-Serie funktioniert. Einen Kritikpunkt gibt es aber: Die Entscheidungen sollen sich nicht immer merklich auf den Verlauf der Story auswirken. Die Kompatibilität mit dem Steam Deck (derzeit 780 Euro auf Amazon) ist noch unbekannt. Ein Blick in den Free-to-Play-Titel dürfte sich in Anbetracht der frühen Resonanz aber lohnen.
Einen kleinen Vorgeschmack auf das Spiel gibt es im Trailer:













