Komplex, aber zugänglich: Weltkriegs-Strategie erstmals für 3 statt 29 Euro auf Steam

In Unity of Command II führen Spieler die westalliierten Streitkräfte von den Wüsten Nordafrikas über die Strände der Normandie bis zu den letzten Gefechten auf deutschem Boden. Dabei können sie nicht nur historische Militäroperationen nachspielen, sondern mit geschickten Entscheidungen sogar den Verlauf der Geschichte verändern. Auf Steam ist das Strategiespiel noch bis zum 25. Oktober um 90 Prozent reduziert und kostet damit nur 2,89 statt knapp 29 Euro. Laut SteamDB fällt Unity of Command II damit erstmals unter die 3-Euro-Marke. Zuvor gab es maximal 85 Prozent Rabatt.
Spielerisch setzt Unity of Command II auf rundenbasierte Hexfeldschlachten, in denen vor allem taktisches Geschick und eine kluge Truppenführung gefragt sind. Spieler befehligen Infanterie- und Panzerdivisionen, setzen Artillerie und Luftunterstützung ein und versuchen, die feindlichen Verteidigungslinien zu durchbrechen. Dabei geht es aber nicht nur um militärische Schlagkraft. Mindestens genauso wichtig ist der Nachschub: Wer Eisenbahnverbindungen oder Versorgungsdepots erobert, kann ganze gegnerische Verbände von der Versorgung abschneiden und so selbst überlegene Streitkräfte in Bedrängnis bringen. Das funktioniert allerdings auch umgekehrt. Wer die eigenen Nachschubwege vernachlässigt, riskiert, dass selbst eine vielversprechende Offensive plötzlich zum Stillstand kommt.
Auch das Gelände spielt eine wichtige Rolle. In Italien machen Gebirge und Flüsse den Vormarsch zur Herausforderung, während in der Normandie dichte Heckenlandschaften den Panzern das Leben schwer machen. Um solche Hindernisse zu überwinden, können Spieler ihre Armeen gezielt anpassen. Dafür stehen ausbaubare Hauptquartiere, spezialisierte Einheiten und verschiedene Unterstützungsfähigkeiten zur Verfügung. So lassen sich Panzerdivisionen beispielsweise auf schnelle Durchbrüche ausrichten, während Artillerie und Pioniere dabei helfen, besonders hartnäckige Verteidigungsstellungen zu überwinden.


PC Gamer vergab im Test starke 91 von 100 Punkten und lobte Unity of Command II vor allem für seine hohe strategische Tiefe, das durchdachte Logistiksystem und die große spielerische Freiheit in einzelnen Missionen. Besonders positiv merkte die Redaktion außerdem an, dass das Strategiespiel trotz seiner komplexen Mechaniken relativ zugänglich bleibt. An einigen Stellen schwächelt das Tutorial dann aber doch: Gerade bei fortgeschrittenen Spielsystemen wie der Verwaltung von Nachschub, Verstärkungen und Hauptquartieren müssen sich Spieler viele Zusammenhänge selbst erarbeiten.
Metacritic listet Unity of Command II mit einem Metascore von 88 und einem User Score von 7.4. Auf Steam steht der Titel bei einem zu 79 Prozent positiven Wertungsschnitt aus über 2.200 Nutzerrezensionen. Und obwohl komplexe Wargames nicht unbedingt als typische Handheld-Spiele gelten, ist Unity of Command II auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 780 Euro) sogar als „Verifiziert“ eingestuft.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.




















