Erkunden, kämpfen, Fabrik aufbauen: Kostenloses RPG startet 90 % positiv auf Steam

Arknights: Endfield sieht aus wie ein typisches Anime-RPG, hat aber ein recht ungewöhnliches Konzept: Es verbindet das Erkunden und Kämpfen aus Rollenspielen mit dem kniffligen Fabrikbau aus Automatisierungsspielen – und das kommt bei Spielern gut an. Der Titel ist erst heute, am 15. Oktober 2026, auf Steam gestartet und hat bereits mehr als 400 Bewertungen, von denen rund 90 Prozent positiv sind. Laut SteamDB lag der bisherige Spieler-Peak bei fast 5.000 gleichzeitig aktiven Nutzern. Die große Resonanz dürfte aber auch darauf zurückzuführen sein, dass das Free-to-Play-RPG schon seit Januar auf PC und anderen Plattformen verfügbar ist. Zum Steam-Start können Spieler ihre bestehenden Konten und Spielstände verknüpfen.
Arknights: Endfield spielt mehr als 150 Jahre nach der Ankunft der ersten Siedler auf dem noch weitgehend unerforschten Planeten Talos-II. Als Endadministrator von Endfield Industries sollen die Spieler den Aufbau der AIK-Fabrik vorantreiben. Sie automatisiert die Herstellung wichtiger Güter und soll der Menschheit dabei helfen, auf dem Planeten Fuß zu fassen. Dafür schickt man sein Team aus vier Operatoren raus in die Wildnis, um Rohstoffe zu sammeln und neue Gebiete zu erschließen. Dabei muss man sich allerdings immer wieder gegen feindliche Kreaturen zur Wehr setzen.
Arknights setzt auf ein schnelles Echtzeitkampfsystem, das aber auch etwas taktisches Geschick erfordert. Bis zu vier Operatoren kämpfen gleichzeitig. Spieler können frei zwischen ihnen wechseln – und müssen das auch, denn richtig kräftig zuhauen kann man nur, wenn man ihre Spezialfähigkeiten zu Kombos verkettet.

Was bei der Erkundung an Rohstoffen zusammenkommt, landet anschließend in der AIK-Fabrik. Dort werden Maschinen und Förderbänder zu automatisierten Produktionsketten verknüpft, die Ausrüstung, Batterien und taktische Gegenstände herstellen. Je cleverer die Anlage geplant ist, desto mehr Nachschub läuft nebenbei für die nächsten Expeditionen vom Band. Das bringt dann auch Vorteile, wenn es wieder zurück in die Wildnis geht. Die produzierten Materialien lassen sich nämlich in Upgrades für die Operatoren und ihre Ausrüstung stecken.
Starkes Konzept mit einigen Schwächen
Während die Steam-Bewertungen sehr gut sind, kommt Arknights: Endfield auf Metacritic „nur“ auf einen Metascore von 78. Das grundlegende Konzept aus RPG und Automation kommt gut an, hat allerdings einige Schwächen. IGN vergibt 70 Punkte und kritisiert unter anderem vorhersehbare Rätsel und zu viele verschiedene Währungen. TheGamer vergibt 60 Punkte und empfindet das Spiel als zu langsam. Das Kampfsystem ist umstritten: Während manche die Teamkombos und taktischen Möglichkeiten mögen, sehen andere darin auf Dauer eine repetitive Angriffsschleife. Durchweg gelobt wird hingegen die gute Präsentation, wodurch auch die Erkundung mehr Spaß macht. In Anbetracht des Free-to-Play-Status können RPG-Fans, die auch eine Schwäche für Fabrikbau haben, dem Titel durchaus eine Chance geben.
Einen Einblick ins Spiel liefert der offizielle Gameplay-Trailer:













