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"Have I Been Pwned": Leak-Datenbank steht zum Verkauf

"Have I Been Pwned" sucht einen Käufer
"Have I Been Pwned" sucht einen Käufer
Der weltweit bekannte Dienst “Have I been pwned”, auf der abgefragt werden kann, ob persönliche Daten bereits in Datenlecks auftauchen, wird verkauft. Troy Hunt, der die Seite 2013 gegründet hat, möchte damit die Möglichkeiten und Ressourcen erweitern. Die Seite soll aber weiterhin kostenlos allen zur Verfügung stehen.

Die Webseite “Have I been pwned” (www.haveibeenpwned.com) mit der gigantischen Datensammlung von knapp acht Milliarden “erwischten” Accounts steht zum Verkauf. Auf dieser Webseite lassen sich Email-Adressen oder Passwörter eingeben und überprüfen, ob diese nicht schon in einer der zahlreichen kompromittierten Datenbanken von geknackten Webseiten enthalten waren und somit bereits veröffentlicht wurden. Sollte dies der Fall sein, wird geraten, das Passwort nicht nur auf der gehackten Seite zu ändern, sondern auch auf allen anderen Internetseiten, wo die gleichen Login-Daten verwendet werden.

Der Gründer und Betreiber der Seite, Troy Hunt, ein niederländischer Sicherheitsforscher, möchte aber laut seinem Blogeintrag nicht aussteigen, sondern im Gegenteil den Dienst erweitern und mit mehr Ressourcen “Have I been pwned” auf das nächste Level heben. Derzeit sind neben den acht Milliarden geleakten Konten auch mehr als drei Millionen User registriert, die sich per Email benachrichtigen lassen wollen, sobald Ihre Mail-Adresse nach einem Hack einer großen Webseite in einem Datenleck auftaucht. 

Eines der neuesten großen Datenlecks betraf Userkonten der idonesischen E-Commerce-Seite "Bukalapak". Erst im März 2019 wurde bekannt, dass bereits im Oktober 2017 über 13 Millionen Email-Adressen, IP-Adressen, Namen und salted SHA512-gehashte Passwörter gestohlen wurden.

Die ersten Gespräche mit Stakeholdern und Kaufinteressenten für “Have I been pwned” waren bereits erfolgreich und gehen laut Troy Hunt in die richtige Richtung. Das Projekt soll in Zukunft unter dem neuen Namen “Svalbard” weiterlaufen und weiterhin kostenfrei bleiben.

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Autor: Daniel Puschina, 13.06.2019 (Update: 13.06.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.