Honor 600 Pro ausprobiert: Ein Flaggschiff, das sich erstaunlich vertraut anfühlt

Als ich das Honor 600 Pro in die Hand nahm, war ich ziemlich überrascht, wie stark es dem iPhone 17 Pro ähnelt. Honor hat die 600er-Serie nun weltweit vorgestellt. Insgesamt bringt das Unternehmen zwei Modelle auf den Markt: das Honor 600 und das Honor 600 Pro.
Ich hatte bereits die Gelegenheit, die neue Smartphone-Generation von Honor kurz auszuprobieren. Vom auffallend vertrauten Design über die neue AI Image-to-Video 2.0-Technologie bis hin zu einer verbesserten Kamera und einem etwas größeren Display wirkt das Honor 600 Pro wie ein deutliches Upgrade gegenüber dem Vorgängermodell. Ich habe das Smartphone rund sechs Stunden vor dem Launch genutzt – und hier sind die Gründe, warum ich es für ein echtes Flaggschiff halte, das es mit dem Xiaomi 17 und dem Samsung Galaxy S26 aufnehmen kann.
Inhaltsverzeichnis
Meine erste Reaktion beim Auspacken des Honor 600 Pro war: „Das kommt mir bekannt vor.“ Tatsächlich sieht das neue Honor 600 Pro dem iPhone 17 Pro recht ähnlich, wenn auch mit einigen Anpassungen. Im Hinblick auf die Ausmaße ist das Smartphone mit 195 g etwas leichter als zuvor. Zum Vergleich: Der Vorgänger Honor 500 Pro bringt 201 Gramm auf die Waage. Dieses Mal hat Honor jedoch die Akkukapazität spürbar reduziert, was indirekt zum geringeren Gewicht beiträgt.
Positiv fällt hingegen auf, dass Honor das Display des 600 Pro leicht vergrößert hat. Dazu später im Abschnitt zum Display mehr. Der matte Metallrahmen, gefertigt im Unibody-Cold-Carving-Verfahren, fühlt sich hochwertig an und liegt angenehm in der Hand. Geboten werden abgerundete Kanten, runde Ecken, sehr schmale Displayränder sowie Tasten auf der rechten Seite.
Auf der Rückseite befindet sich ein Triple-Kamera-Setup, ergänzt durch einen Blitz und einen Sensor für die Farbtemperatur. An der Unterseite sitzen ein USB-C-Anschluss sowie Dual-Stereo-Lautsprecher. Insgesamt gefällt mir das Design des Smartphones im Vergleich zum Vorgängermodell sehr gut.
Das Honor 600 Pro bietet etwas mehr Displayfläche. Genauer gesagt verfügt das Gerät über ein 6,57 Zoll großes, flaches AMOLED-Display (gegenüber 6,55 Zoll beim Honor 500 Pro), das mit einer Auflösung von 2727 x 1264 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 120 Hz arbeitet. Zusätzlich ist es nach IP68, IP69 und IP69K gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt und hat eine SGS-5-Sterne-Zertifizierung für Schutz vor Stürzen und Kratzern.
Das AMOLED-Panel hat mir besonders gut gefallen. Serien wie One Piece waren dem 600 Pro ein echtes Vergnügen. Die Darstellung wirkt kräftig und farbintensiv. Auffällig ist auch die hohe Helligkeit: Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das dank einer Spitzenhelligkeit von bis zu 8.000 Nits Display sehr gut ablesbar. Zum Vergleich: Das Xiaomi 17 erreicht hier „nur“ 3.500 Nits. Beim Scrollen durch soziale Medien läuft alles flüssig, ohne spürbare Ruckler oder Verzögerungen.
Performance
Das Honor 600 Pro wird vom per 3-nm-Verfahren gefertigten Qualcomm Snapdragon 8 Elite angetrieben, der je nach Speicheroption mit 12 oder 16 GB RAM kombiniert wird. Leider handelt es sich dabei um denselben Prozessor wie im Vorgängermodell. Er bietet zwei Prime-Kerne mit 4,32 GHz sowie sechs Performance-Kerne mit 3,53 GHz und nutzt die Qualcomm Adreno 830 für die Grafik. Laut Honor liefert der Chip dennoch eine um 45 % gesteigerte KI-Leistung, eine um 45 % verbesserte CPU-Performance und eine um 40 % höhere GPU-Leistung.
Als Performance-Test habe ich unter anderem PUBG Mobile gespielt – und das Erlebnis war durchweg hervorragend. Das Gameplay lief flüssig, ohne Ruckler oder Verzögerungen. In Geekbench 6 erreichte das Gerät 2.912 Punkte im Single-Core- und 8.507 Punkte im Multi-Core-Test. Ab Werk läuft das Smartphone mit Android 16 basierend auf OriginOS 10. Honor verspricht sechs Jahre große Updates sowie sechs Jahre Sicherheitsupdates.
Neben verschiedenen KI-Funktionen wie AI Photos Agent, AI Eraser, AI Cutout, AI Face Tune und AI Upscale integriert Honor auch die neue AI Image-to-Video 2.0-Technologie. Die Funktion hat im Test einen starken Eindruck hinterlassen: Sie ermöglicht es, bis zu drei Bilder in 3 bis 8 Sekunden lange, qualitativ hochwertige Videosequenzen umzuwandeln.
Kamera und Akku
Das Honor 600 Pro erhält keinen komplett neuen Sensor. Honor verbaut eine überarbeitete 200-MP-Hauptkamera mit einer f/1.9-Blende und CIPA-6.5-Bildstabilisierung. Die beiden weiteren Kameras – ein 50-MP-Teleobjektiv mit 3,5-fachem optischem Zoom sowie eine 12-MP-Ultraweitwinkelkamera – bleiben hingegen unverändert.
Ich habe bereits einige Fotos mit dem Honor 600 Pro aufgenommen. Das Smartphone macht wirklich gelungene Bilder mit kräftigen Farben, guter Detailzeichnung und einer leicht kühleren Abstimmung. Auch nachts macht das Gerät einen guten Job und fängt viele Details bei vergleichsweise geringem Bildrauschen ein. Unser erster Eindruck fällt entsprechend positiv aus, ein ausführlicher Kameravergleich folgt in Kürze.
Dieses Mal hat Honor die Akkukapazität des Honor 600 Pro reduziert und setzt auf einen 7.000-mAh-Si-C-Akku – ein Rückschritt im Vergleich zu den 8.000 mAh des Honor 500 Pro. Dafür unterstützt das Gerät nun 27 Watt kabelgebundenes Reverse Charging sowie 80 Watt Schnellladen per Kabel und 50 Watt kabelloses Laden.
Abschließende Gedanken (vorläufig)
Insgesamt ist das Honor 600 Pro ein solides Upgrade gegenüber dem Vorjahresmodell. Es bietet ein rundes Gesamtpaket aus starkem Display, großem Akku, Qualcomms Flaggschiff-Prozessor, leistungsfähigen Kameras, einem Metallrahmen sowie einer umfangreichen KI-Feature-Suite. Der Launch-Preis von 799 Euro inklusive 200 Euro Rabatt fällt allerdings überraschend hoch aus. Ein Kritikpunkt ist zudem die Vielzahl vorinstallierter, teils unnötiger Apps. Diese lassen sich jedoch deinstallieren. Interessierte Käufer können das Smartphone ab sofort über den offiziellen Online-Store von Honor sowie bei autorisierten Händlern vorbestellen.


































