Vor kurzem berichteten wir, dass sich die chinesische Elektronik-Handelskette JD.com und Ceconomy (Mutterunternehmen der Handelsketten Media Markt und Saturn) in Übernahmeverhandlung befinden. Jetzt legt JD.com erstmals ein konkretes Angebot vor.
Angebot von JD.com scheint einzige Option zu sein
Unterbreitet wurde das (freiwillige und öffentliche) Angebot vom europäischen Tochterunternehmen, der Jingdong Holding Germany GmbH. Demnach erhalten die Aktionäre pro Aktie 4,60 Euro, was wiederum 23 Prozent über dem Schlusskurs vom 23. Juli liegt. Wie weiterhin bekannt wurde, haben Haniel, Beisheim und Freenet dem Verkauf im Vorfeld zugestimmt.
Interessant ist, dass die Gründerfamilie Kellerhals mit einem Anteil von 25,35 Prozent weiterhin die Sperrminorität behält. Dadurch besitzt die Familie immer noch eine Entscheidungsgewalt und kann wichtige Beschlüsse blockieren. Laut der Pressemitteilung von Ceconomy (zum PDF-Download) legen die Großaktionäre allen anderen Aktionären einen Verkauf an JD.com nahe.
Keine betriebsbedingten Kündigungen innerhalb der kommenden 3 Jahre
Die chinesische Handelskette verspricht, dass es bis 2028 keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Standortschließungen geben wird. Ebenso darf der aktuelle Ceconomy-Vorstand im Amt bleiben. Selbiges gilt in diesem Zusammenhang für Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und Unternehmensmitbestimmungen.
So heißt es weiter, dass JD.com innerhalb der nächsten 5 Jahre nichts verändern möchte. Die chinesische Handelskette ist allerdings bekannt dafür, sich stets neu zu erfinden und besitzt in China Geschäfte, die komplett ohne Mitarbeiter auskommen.
Quelle(n)
Ceconomy Bildquelle: Media-Markt-Saturn






