Jenseits von Kung Fu: Unitree plant humanoide Roboter für Haushalt und Altenpflege bis 2030

Elon Musk ist der Meinung, dass der Tesla-Optimus-Roboter seiner chinesischen Konkurrenz bei der Markteinführung überlegen sein wird. Unternehmen wie Unitree haben jedoch bereits Tausende humanoide Roboter ausgeliefert und bewegen sich von der Phase spektakulärer Demos hin zur Entwicklung von Haushaltshelfern.
Im Jahr 2025 verkaufte Unitree mehr als 5.500 humanoide Roboter und übertraf damit die kombinierte Produktionsmenge aller US-Wettbewerber, einschließlich Tesla, Figure AI und Agility Robotics. Für das Jahr 2026 strebt das Unternehmen den Versand von bis zu 20.000 Einheiten an. Offensichtlich wartet das Unternehmen nicht auf die Perfektion der Technologie, bevor es mit der Skalierung beginnt.
Unitree ist vor allem für virale Clips einer marschierenden Roboterarmee oder die majestätische Kampfkunst-Performance seiner WuBots bekannt, die bei der Gala zum Frühlingsfest im Rampenlicht standen. Nun plant das Unternehmen eine Zukunft, in der seine Maschinen stärker auf den Haushalt ausgerichtet sind. Laut dem IPO-Antrag an der Börse in Shanghai, der ein Finanzierungsziel von über 600 Millionen Dollar vorsieht, wird das Unternehmen bis 2030 ein günstigeres „Allzweckmodell für humanoide Roboter“ auf den Markt bringen.
Das Modell deckt vier Kernbereiche der Generalisierung ab: Es erkennt Umgebungen eigenständig, versteht natürliche Anweisungen, führt präzise Aktionen aus und bewältigt komplexe Aufgaben. Es soll den Kreislauf zwischen cloudbasiertem Modelltraining, Edge-Inferenz (Verarbeitung direkt am Gerät) und Datenerfassung in der realen Welt schließen. Dies ist die Art von autonomem System, die derzeit selbstfahrende E-Autos antreibt, jedoch für die Entscheidungsfindung und Ausführung humanoider Roboter umfunktioniert wurde.
Während der kurzfristige Fokus bei humanoiden Robotern wie Optimus oder Hyundais Atlas auf Industrie- und Fertigungsumgebungen lag, in denen die Bedingungen für einen zuverlässigen Betrieb heutiger Modelle ausreichend kontrolliert sind, plant Unitree, innerhalb der nächsten drei Jahre mit dem Verkauf eines Allzweck-Humanoiden zu beginnen. Sobald Generalisierung, Zuverlässigkeit und Sicherheit ausgereift sind, werde sich laut Unitree der Anwendungsbereich von vertikalen Industrieszenarien auf Haushaltsdienstleistungen, Altenpflege und den Alltag, wie etwa das Wäschewaschen, ausweiten.
Diese Ambition ist nicht rein theoretisch, da Unitrees R1-Roboter bereits zu sprach- und visionsbasierter multimodaler Interaktion für einfache Haushaltsaufgaben fähig ist. Zudem ermöglicht das Open-Source-Modell „UnifoLM-VLA-0” dem „G1”-Humanoiden, autonom zwölf verschiedene Kategorien komplexer Manipulationen mit einer einzigen Strategie zu bewältigen. Er kann beispielsweise selbstständig einen Tennisschläger auspacken und beherrscht nicht nur auswendig gelernte Kung-Fu-Choreografien.
Nun besteht der Wettlauf darin, Interaktionsdaten aus der realen Welt zu sammeln. Branchenexperten argumentieren, dass bei Erreichen eines gewissen Schwellenwerts die allgemeine Intelligenz signifikant ansteigen wird – der Punkt, an dem humanoide Roboter wirklich bereit sein werden, den Schritt von der Bühne ins Zuhause zu machen und das zu deutlich geringeren Kosten als heutige Einheiten.
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