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Keychron M5: Ungewöhnliche Gaming-Maus mit cleveren Details im Test

Aufrechter Nager.

Die Keychron M5 ist eine vertikale oder zumindest sehr ergonomische Maus, mit welcher sich der Hersteller auch und insbesondere an Videospieler richtet. Wir testen die Maus nicht nur in Bezug auf die Ergonomie, sondern auch auf Software und Alltagstauglichkeit.
Silvio Werner Veröffentlicht am
Zubehör Gaming

Die Keychron M5 ist gut, aber ohne Premium-Charme

Die Keychron M5 ist für Nutzer einer Vertikalmaus - oder die, die es werden wollen - eine gute Wahl. Im Vergleich zu günstigeren Vertikalmäusen handelt es sich bei der M5 auch tatsächlich um eine Gaming-Maus. Die Positionierung der beiden Daumentasten und das Vorhandensein des zweiten Mausrads gefallen sehr gut. Positiv ist sowohl der Umstand, dass zur Konfiguration keine Software lokal installiert werden muss, als auch die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten im Web-Interface. Abzüge gibt es primär in der B-Note: So wirklich hochwertig fühlt sich die Keychron M5 nicht an, zudem ist das Fehlen einer LED zur Anzeige etwa des gewählten Profils durchaus störend. Dass eine Schmuckbeleuchtung fehlt, kann für Nutzer, die darauf Wert legen, durchaus ein Ausschlusskriterium sein.

Pro

+ ergonomisch
+ echte Gaming-Maus
+ zweites Mausrad mit Mehrwert
+ sinnvolle Weboberfläche

Contra

- keine Premium-Haptik
- keine gut sichtbare Status-LED

Preis und Verfügbarkeit

Die Keychron M5 ist direkt beim Hersteller für einen Preis von 80 Euro erhältlich. Etwas günstiger gibt es die Maus aktuell bei Amazon. Angeboten wird die Maus in einer schwarzen und einer weißen Farbversion.

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69,99 €
Keychron M5 Kabellose Vertikalmaus (47°) – 8K Polling Rate, PAW3950-Sensor 30.000 DPI, 3-Fach Konnektivität (2.4G/Bluetooth/USB-C), bis zu 140h Akkulaufzeit, Programmierbar, Für Windows/Mac

Die Keychron M5 ist eine vertikale Maus mit Gaming-Fokus, erhöhter Abtastrate und Auflösung und einem Sensor von Pixart. Das Vorhandensein eines zweiten Mausrads ist eher ungewöhnlich.

Spezifikationen

Typ ergonomische Gaming-Maus
Gewicht rd. 95 Gramm
Verbindungsarten 2,4 GHz, Bluetooth, USB
Sensor PixArt 3950
Maximale Abtastrate 8.000 Hz
Maximale Auflösung 30.000 DPI
Angegebene Akkulaufzeit 140 Hz
Lieferumfang Dongle, Kabel, Adapter
Switches Mikroswitches von Huano
Zusätzliche Tasten zwei Daumentasten, Mausrad
Abmessungen 117,8 x 87,1 x 41,7 Millimeter

Lieferumfang und Ausstattung

Die Keychron M5 ist eine rund 95 Gramm schwere Maus - für eine Vertikalmaus ist das noch recht leicht, für eine Gaming-Maus insgesamt abe eher nicht nicht. Die Verarbeitung ist grundsätzlich ordentlich, allerdings ist die Oberfläche an keiner Stelle angeraut oder gummiert. Die Keychron M5 kommt mit gleich zwei Scrollrädern. Das zwischen den beiden Haupttasten angeordnete Mausrad lässt sich auch klicken, das über den Daumentasten angeordnete Mausrad nicht. Die beiden Daumentasten sind hintereinander angeordnet, das Mausrad und die beiden Daumentasten liegen nicht weit auseinander. Auf eine sichtbare RGB-Beleuchtung verzichtet der Hersteller, gleichwohl gibt es eine solche an der Unterseite - diese zeigt die Auflösung, die Abtastrate und das gewählte Gerät an. Es sind insgesamt fünf Gleitpads verbaut. Der Receiver lässt sich nicht im Gerät verstauen, was ich an dieser Stelle bereits ambivalent bewerten will: So wird das Gewicht dadurch zwar ein wenig geringer, der Receiver könnte aber auch schneller verloren gehen. Im Lieferumfang ist ein USB Typ C-zu Typ C-Kabel enthalten. Dazu kommen noch zwei USB-Adapter. Bei der Verpackung setzt Keychron großzügig auf Schaumstoff. 

Keine Premium-Verarbeitung, sinnvolle Ausstattung

Die Keychron M5 erinnert von der Gestaltung doch recht stark an „typische“, etwa über Amazon erhältliche und für den Office-Bereich konzeptionierte und günstig erhältliche, vertikale Mäuse. Der Winkel wird mit 47° angegeben - damit handelt es sich im Grunde nicht um eine echte vertikale Maus. Im Vergleich zur Razer Pro Click V2 Vertical mit über 70° ist die Keychron M5 damit weniger stark gekrümmt. Trotzdem handelt es sich um eine sehr ergonomisch nutzbare Maus. Letztlich wird dies aber von den eigenen Vorlieben abhängen. Die glatte Mausoberfläche hat sich in der Praxis trotz anfänglicher Bedenken eher als haptisches und nicht als funktionelles Problem dargestellt. Die Maus fühlt sich nicht hochwertig an, die Grenze zur billig wirkenden Verarbeitung überschreitet die Keychron M5 aber nicht. Trotz der glatten Oberfläche ist die Kontrolle der Maus aber problemlos möglich. Im Vergleich zur Razer Pro Click V2 Vertical muss die nicht ganz so bullige Maus tatsächlich gegriffen werden, der Daumen wird bei der Nutzung also stärker angewinkelt. Beim Gaming und im Office-Betrieb überzeugt die Maus. Die beiden Daumentasten lassen sich sehr einfach und ohne deutliches Umgreifen erreichen, was durchaus die entscheidende Millisekunde sein kann. Beim Gaming habe ich das zweite Mausrad durchaus auch als zusätzliche Daumentaste verwendet, was gut funktioniert: Das Mausrad ist relativ stark gerastert, es benötigt also eine gewisse Kraft, um das Mausrad in eine Richtung zu drehen. Damit werden Fehleingaben unwahrscheinlich. Bei der Nutzung in produktiven Anwendungen lässt sich mit dem zweiten Scrollrad etwa horizontal scrollen, beispielsweise bei der Bearbeitung von Fotos oder Diagrammen. Das zwischen den Haupttasten verwendete Scrollrad wirkt interessanterweise ein wenig schwammiger in Bezug auf die Rasterung, ist allerdings ebenfalls noch brauchbar. Die Haupttasten kommen mit Mikrotastern und bieten ein ordentliches Feedback.

Die Keychron M5 ist ergonomisch
Die Keychron M5 ist ergonomisch
Die Maus ist sehr glatt
DPI und Abtastrate lassen sich mit Tasten anpassen und werden auf der Unterseite auch angezeigt
Daumentasten und Scrollrad liegen nah beieinander
Im Vergleich mit der Razer Pro Click V2 Vertical, die Keychron M5 bringt auch keine horizontale Ablage für den kleinen Finger mit
Hier gibt es eine Status-LED, aber eben nicht für das aktuell gewählte Profil

Guter Sensor, fehlende LED

Der verwendete PAW 3950-Sensor leistet wie zu erwarten einen guten Job. Das Modell kann mit einer Abtastrate von bis zu 8.000 Hz betrieben werden, allerdings konnte ich ab spätestens ab 2.000 Hz keine relevanten Änderungen mehr feststellen. Es gibt auch noch einen Competitive Mode, welcher die Abtastrate des Sensors auf über 20.000 Hz heben soll. Einen echten, praktischen Mehrwert beziehungsweise schlicht die Notwendigkeit habe ich dafür aber nicht gesehen. Unterstützt wird eine Auflösung von bis zu 30.000 DPI. Ich bin kein wirklicher Freund von RGB-Beleuchtung beziehungsweise ist für mich diese schlicht irrelevant, das Fehlen einer solchen Beleuchtung wertet die Keychron M5 für mich dementsprechend nicht. Gleichwohl hätte ich mir mindestens eine LED gewünscht, um etwa das aktuell gewählte Profil anzuzeigen. Die DPI, die Abtastrate und das aktuell verwendete Bluetooth-Gerät lassen sich anzeigen, allerdings befinden sich die LEDs auf der Unterseite, die Maus muss dementsprechend angehoben werden. Die zwischen Daumentasten und Vorderseite der Maus verbaute LED zeigt beim Anschalten immerhin an, ob eine Bluetooth- oder 2,4-GHz-Verbindung vorliegt - extem nützlich ist das aber nicht. 

Die Web-App ist sinnvoll

Ich habe für diesen Test nur den Keychron Launcher genutzt. Dabei handelt es sich um eine Web-Anwendung, die im Grunde auch ohne jeden Download funktioniert. Die Weboberfläche kann auch ohne ein gekoppeltes Gerät ausprobiert werden. Unterstützt wird natürlich die Änderung der Belegung der einzelnen Maustasten. Zudem lassen sich Auflösung und Abtastrate ebenso anpassen wie etwa die Lift-off-Distanz, also die Höhe über dem Mauspad, ab der keine Richtungsänderungen mehr registriert werden. Relevant ist dies, wenn die Maus aufgrund einer tendenziell geringeren DPI-Einstellung (häufig) umgesetzt werden muss. Direkt in der Weboberfläche gibt es einen kompetenten Makro-Editor. Eine Funktion fehlt der Keychron M5 8K beziehungsweise dem Keychron Launcher aber: Es ist nicht möglich, eine zweite Befehlsebene zu etablieren. In der Praxis ist es also nicht möglich, die Belegung der Tasten zu ändern, wenn ein speziell dafür abgestellte Taste gedrückt wird. Da sich das zweite Mausrad auch als Zusatztaste nutzen lässt, ist das nicht unbedingt dramatisch, würde aber noch mehr Möglichkeiten eröffnen.

Profile werden unterstützt
Profile werden unterstützt
Die Tasten lassen sich neu belegen
Die Tasten lassen sich neu belegen
Die Anpassung der DPI-Stufen ist möglich
Die Anpassung der DPI-Stufen ist möglich
Es gibt auch einige fortgeschrittenere Einstellungen
Es gibt auch einige fortgeschrittenere Einstellungen
Der Makro-Editor ist kompetent
Der Makro-Editor ist kompetent
Die Abtastrate lässt sich auf bis zu 8.000 Hz stellen
Die Abtastrate lässt sich auf bis zu 8.000 Hz stellen

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Silvio Werner, 17.05.2026 (Update: 17.05.2026)