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Kobo: Neue Tablets vorgestellt

E-Book-Anbieter Kobo hat mit dem Kobo Arc 7, dem Kobo Arc 7 HD und dem Kobo Arc 10 HD drei neue Tablets vorgestellt. Mit hochaufgelösten Bildschirmen sind sie vor allem fürs Lesen gedacht.
Andreas Müller,

Drei neue Tablets erweitern nach dem bereits erhältlichen Kobo Arc das Angebot des E-Book-Anbieters. Ähnlich wie Amazon mit seinen Kindle-Fire-Geräten wird Kobo auf unterschiedlich große und starke Tablets setzen. Die drei neuen Kobos bieten im Gegensatz zu den Kindle-Fire-Tablets vollen Zugriff auf den Android PlayStore. Einig sind sie sich auch beim Betriebssystem: Android 4.2.2 Jelly Bean.

In der Einstiegsklasse findet man das sieben Zoll große Kobo Arc 7. Mit einer Displayauflösung von 1.024 x 600 Pixeln ist es nicht mehr zeitgemäß – was andererseits auch für die Auflösung des iPad mini gilt. Der aktuelle Kobo Arc (wir berichteten) bietet bereits eine höhere Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Dafür setzt Kobo beim Prozessor auf einen MTK Quad-Core mit 1,2 GHz Taktung. Der Vorgänger hatte nur einen Dualcore-Prozessor – allerdings mit 1,5 GHz Taktung. Arbeitsspeicher gibt es wieder 1 GB. Der interne Speicher beträgt 8 GB und ist erweiterbar.

Die Mittelklasse besteht aus dem Kobo Arc 7 HD, der es offenbar mit dem Nexus 7 aufnehmen möchte. Der Bildschirm bietet ebenso wie der des Nexus eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Für die Leistung sorgt ein Nvidia Tegra 3+ Quad-Core SoC mit 1,7 GHz Taktung. Dazu kommt ein 1 GB Arbeitsspeicher. Insgesamt entspricht das etwa der Leistung des HTC One X+ Smartphones (siehe Test). Sehr gut, aber nicht High-End. Vom Kobo Arc 7 HD wird es zwei Versionen geben, einmal mit 16 GB internem Speicher und einmal mit 32 GB – beide nicht erweiterbar. Im Gegensatz zum Nexus 7 ist nur ein Mono-Lautsprecher an Bord. Für Video, Internet, Lesen und die meisten Spiele sollte die Leistung mehr als ausreichen.

Eine richtige Kampfansage findet man in Kobos Oberklasse. Das Kobo Arc 10 HD mit 10,1 Zoll Display bietet eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln und zieht mit dem Nexus 10 gleich. Prozessor und Grafikchip hingegen sind schneller als die Google-Konkurrenz: Ein Nvidia Tegra 4 Quad-Core mit 1,8 GHz Taktung, begleitet von 2 GB Arbeitsspeicher. Mit dem nicht erweiterbaren internen Speicher von 16 GB hingegen – eine 32 GB Option gibt es nicht – vergrault Kobo unnötig Kunden. Immerhin sind Stereolautsprecher an Bord.

Angesichts der Leistung der beiden besseren Tablets ist die Fokussierung von Kobos Werbung auf das Lesen – Kobo nennt etwa den Kobo Arc 10 HD „Das beste 10‘‘ HD Tablet für Leser“ – unerwartet. Denn einen High-End-SoC wie den Tegra 4 braucht niemand nur fürs Lesen. Das gilt im Grunde auch für den Tegra 3+ des Arc 7 HD.

Mitte Oktober sollen die Tablets erscheinen. Die Preise sind noch unbekannt. Endgadget.com bietet ein Hands-on des Topmodells von der Vorstellung in New York:

Der Kobo Arc 7 HD ist der direkte Nexus-Konkurrent (Bild: Kobo)
Der Kobo Arc 7 HD ist der direkte Nexus-Konkurrent (Bild: Kobo)
Der Kobo Arc 7 ist das Einstiegsmodell mit geringer Auflösung (Bild: Kobo)
Der Kobo Arc 7 ist das Einstiegsmodell mit geringer Auflösung (Bild: Kobo)
Der Kobo Arc 10 HD hat es auf das Nexus 10 abgesehen - und bietet den schnelleren Prozessor (Bild: Kobo)
Der Kobo Arc 10 HD hat es auf das Nexus 10 abgesehen - und bietet den schnelleren Prozessor (Bild: Kobo)
Seltsam: Kobo vermarktet den superschnellen (Tegra 4) Kobo 10 HD als Lesegerät (Bild: Kobo)
Seltsam: Kobo vermarktet den superschnellen (Tegra 4) Kobo 10 HD als Lesegerät (Bild: Kobo)

Quelle(n)

Offizielle Produktwebsite von Kobo: http://de.kobo.com/devices#Tablets

Engadget.com bietet ein Hands-on: http://www.engadget.com/2013/08/27/kobo-arc-10hd-hands-on

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Autor: Andreas Müller, 29.08.2013 (Update: 29.08.2013)