Notebookcheck

Test Google Nexus 7 16 GB 2013 Tablet

Allen Ngo (übersetzt von Andreas Osthoff), 09.08.2013

The next Nexus. Die erste Generation des Asus/Google Nexus 7 war vor allem aufgrund seines tollen Preis-Leistung-Verhältnis beliebt. Zwar ist das neue Nexus 7 rund 30 US-Dollar (20 Euro) teurer als sein Vorgänger, dafür gibt es aber in allen Bereichen Verbesserungen. Wie schlägt sich der Verkaufshit in unserem ausführlichen Test?

Das erste Kindle Fire brachte eine Lawine von günstigen 7 Zoll Android Tablets verschiedenster Hersteller ins Rollen. Doch während die meisten Geräte schnell in Vergessenheit gerieten, wurde die erste Generation des Nexus 7 von allen Seiten für die hohe Leistungsfähigkeit und den - mit dem Amazon Pendant identischen - Verkaufspreis von 200 Euro gelobt. Selbst das Kindle Fire HD konnte dieses Gesamtpaket nicht toppen.

Nicht ganz ein Jahr später und nach der Vorstellung des Nexus 10, ist nun endlich der Nachfolger eines der attraktivsten Tablets aus dem Jahr 2012 verfügbar und die Komponenten sehen vielversprechend aus. Sowohl Arbeitsspeicher als auch Festplattenkapazität wurden von 1 GB auf 2 GB bzw. von 8 GB auf 16 GB verdoppelt. Der Tegra 3 Prozessor wurde durch einen Snapdragon Prozessor ersetzt, welcher sich sowohl um die CPU Berechnungen als auch um die Grafik kümmert. Die hohe Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel bietet die doppelte Pixelanzahl des Vorgängers und ist ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal gegenüber üblichen 720p Displays. Auf dem Papier sieht das alles gut aus - allerdings kostet die Neuauflage auch ungefähr 30 US-Dollar (20 Euro) mehr als der Vorgänger mit einen Verkaufspreis von mindestens 229 US-Dollar (220 Euro). Unser Testbericht soll zeigen, ob das neue Nexus 7 ein würdiger Nachfolger für das hochgelobte Original ist und ob die Preissteigerung von 10 % letztendlich gerechtfertigt ist.  

Gehäuse

Von oben nach unten: HTC One X, Kindle Fire, Nexus 7 (2. Generation). Neben dem dünneren Gehäuse ist as Google Tablet auch noch ~ 50 Gramm leichter als sein Vorgänger.
Von oben nach unten: HTC One X, Kindle Fire, Nexus 7 (2. Generation). Neben dem dünneren Gehäuse ist das Google Tablet auch noch ~ 50 Gramm leichter als sein Vorgänger.

Google lässt das neue Nexus 7 erneut von Asus fertigen, was vermutlich nicht überraschend ist, wenn man sich die hochgelobte Verarbeitungsqualität der Transformer Tablets mit ihren Metallgehäusen ansieht, vor allem verglichen mit vielen anderen günstigen Android Geräten. Das neue Nexus besteht nach wie vor ausschließlich aus Kunststoff mit einer hochglänzenden Frontseite aus Gorilla Glass und einer leicht gummierten Rückseite. Haptisch ist die Rückseite vergleichbar mit dem Kindle Fire HD 7. Die texturierte Rückseite des Originals wurde zu Gunsten einer glatten und saubereren Oberfläche ausgetauscht. Leider zieht das neue Gehäuse Fingerabdrücke und Staub schneller an als der Vorgänger.

Die Gehäusedicke und das Gewicht wurden auf 8,65 mm bzw. 290 Gramm reduziert. Zum Vergleich: Das Original war 10,56 mm dick und wog 340 Gramm, das Kindle Fire HD 7 10,3 mm und 395 Gramm und schließlich das etwas größere 7,9 Zoll iPad Mini 7,2 mm und 308 Gramm. Somit ist das neue Nexus eines der leichtesten Tablets seiner Klasse und optimal für den Einsatz unterwegs geeignet. Im Test des ersten Nexus 7 bemängelten wir, dass der mittlere Bereich der Rückseite mit einem Finger eingedrückt werden konnte, was auf einen kleinen Spalt zwischen dem Gehäuse und den Komponenten schließen ließ. Dieses Problem tritt beim neuen Nexus 7 nicht mehr auf und es ist ein deutlich festeres Gesamtpaket.  

An der Gehäusequalität hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert. Das Tablet kann mit etwas Nachdruck minimal verwunden werden, aber glücklicherweise gibt es keinerlei Knarz Geräusche. Die Kunststoffecken und Kanten fühlen sich nicht mehr so fest an wie beim Vorgänger oder beim Kindle Fire und sind verglichen mit den Aluminiumgehäusen der Transformer Tablets oder der iPads deutlich fragiler. Das mag einzig und allein dem geringen Gewicht geschuldet sein, allerdings ist eine Schutzhülle sicherlich keine schlechte Idee für Reisende. Offensichtlich hat jedoch nicht das Gehäuse die Preiserhöhung verursacht. 

Ausstattung

Das neue Nexus ist mit allen Verbindungsmöglichkeiten des Vorgängers ausgestattet, was aber leider nicht allzu viel bedeutet. Allerdings gibt es einige Überraschungen. Der Micro-USB Anschluss ist weiterhin an der Unterseite des Tablets, während sich der 3,5 mm Kopfhörerausgang nun auf der gegenüberliegenden Seite befindet. Die kaum verwendeten Federkontaktstifte (Pogo Pins) des Originals sind verschwunden, was die jetzt schon geringen Chancen auf offizielle Tastaturen oder vergleichbares Zubehör weiter reduziert.  

Um Standard Peripheriegeräte wie Tastaturen, Mäuse oder USB-Sticks zu benutzen haben wir einen Micro-USB/USB Adapter verwendet. Tastaturen und Mäuse wurden sofort erkannt, aber wir haben es nicht geschafft, einen USB-Stick zu verwenden. Erweiterbarer Speicher ist also weiterhin nicht in Sicht. Wireless Display (WiDi) und SlimPort via Micro-USB sind vorhanden und kompensieren den fehlenden dedizierten Video Ausgang für externe Bildschirme teilweise. Allerdings verfügt das Nexus 10 über einen Micro-HDMI Ausgang und es wäre schön gewesen, etwas Vergleichbares auch am Nexus 7 vorzufinden. 

Links: Keine Anschlüsse
Links: Keine Anschlüsse
Unten: Micro-USB 2.0
Unten: Micro-USB 2.0
Rechts: Stromanschluss, Lautstärke, Mikrofon
Rechts: Stromanschluss, Lautstärke, Mikrofon
Oben: 3.5 mm Kopfhöreranschluss
Oben: 3.5 mm Kopfhöreranschluss

Kommunikation und GPS

TTFF brauchte weniger als 2 Minuten. Es kam zu keinen Verbindungsabbrüchen
TTFF brauchte weniger als 2 Minuten. Es kam zu keinen Verbindungsabbrüchen

Das Atheros WLAN Modul (single stream dual-band) unterstützt die Standards b/g/n in 2,4 sowie 5 GHz Netzwerken und außerdem Bluetooth 4.0. Auffällig ist, dass dieses Modul Intels WiDi Technologie für die zuvor erwähnten externen Monitore unterstützt. Während unseres Tests kam es zu keinerlei Verbindungsabbrüchen oder Problemen mit dem Nexus 7. Ein Modell mit LTE/HSPA+ soll in näherer Zukunft verfügbar sein (Preis noch nicht bekannt). 

Das eingebaute GPS-Modul hatte keine Probleme, eine schnelle Verbindung zu den Satelliten aufzubauen. Mit einer Abweichung von rund 100 Fuß (~30 Meter) laut der GPS Test App ist die Genauigkeit in den ersten Minuten nicht überwältigend, allerdings verbesserte sich die Situation im Freien auf unter 20 Fuß (~6 Meter). Es gab keine unerwarteten Verbindungsabbrüche oder seltsames GPS Verhalten. 

NFC wird vom Nexus 7 unterstützt, allerdings muss das NFC Tag oder passende Gerät auf der Rückseite oberhalb des Nexus Logos aufgelegt werden. Andernfalls kann das Tablet das andere Gerät nicht erkennen und auch nicht mit ihm kommunizieren.

Garantie

Asus gewährt eine einjährige Garantie auf das Nexus 7. Abgesehen davon gibt es bis auf technischen Telefon Support keine Möglichkeit, die Garantie zu erweitern. Wie gewohnt besteht natürlich die Möglichkeit, das Tablet bei anderen Händlern zu erwerben und dort eine Zusatzgarantie abzuschließen.

Kameras und Multimedia

Im Gegensatz zum ersten Nexus 7 besitzt das neue Nexus eine rückwärtige 5 MP Kamera. Die Bildqualität ist ganz ansehnlich im Freien, allerdings leiden die Bilder unter einem deutlichen Blaustich. In geschlossenen Räumen kommt es zudem bei ungünstigen Lichtverhältnissen schnell zu verschwommenen Bildern. Da kein Blitz vorhanden ist, bedarf es in solchen Situation sehr ruhiger Hände, um ein brauchbares Foto zu machen. Bei den Videoaufnahmen ist die Situation sehr ähnlich, unter guten Bedingungen sind die 1080p Videos sehr flüssig. Schnelle Tablet Bewegungen können dazu führen, dass das Bild für einige Sekunden unscharf wird bevor der Fokus neu eingestellt ist.

Die 2 MP Frontkamera ist beinahe genauso schlecht wie die 1,2 MP Kamera des Vorgängers. Die Qualität reicht für gelegentliche Videokonferenzen aus. Allerdings ist das Bild generell ziemlich verwaschen und verrauscht, zudem gibt es sichtbare violette Konturen.

Rückwärtige 5 MP Kamera
Rückwärtige 5 MP Kamera
2 MP Frontkamera
2 MP Frontkamera
Referenz: Canon EOS Rebel XSi
Referenz: Canon EOS Rebel XSi

Videos sehen auf dem hochauflösenden Display einfach großartig aus, vor allem bei nativem Full-HD-Material. Wir haben das Tablet mit verschiedenen Videodateien bestückt - alle in nativem 1080p - um Kompatibilität und eventuelle Probleme bei der Wiedergabe zu überprüfen. Der eingebaute Videoplayer spielt problemlos .mp4 und .mkv Dateien ab (keinerlei Ruckeln oder Nachziehen), allerdings verweigert er .avi und .mov Videos. Folglich werden auch die aufgenommenen Videos als .mp4 Dateien gespeichert. Inkompatible Formate können weiterhin mit Zusatzsoftware abgespielt werden, allerdings kann die Wiedergabequalität je nach eingesetztem Programm variieren. Wie erwartet liefen YouTube Videos ohne Probleme. 

Native 1080p Videos sind überhaupt kein Problem, falls das Dateiformat unterstützt wird
Native 1080p Videos sind überhaupt kein Problem, falls das Dateiformat unterstützt wird
Das erste Nexus Gerät mit Android 4.3
Das erste Nexus Gerät mit Android 4.3
Eine Wischbewegung von links oben nach rechts oben zeigt Benachrichtigungen bzw. Systemeinstellungen an
Eine Wischbewegung von links oben nach rechts oben zeigt Benachrichtigungen bzw. Systemeinstellungen an

Eingabegeräte

Touchscreen

Abgesehen von dem Ein/Aus-Schalter und der Lautstärkewippe erfolgen alle Eingaben über den kapazitiven 10-Finger-Touchscreen. Das Display hatte keinerlei Probleme unsere Eingaben, angefangen mit Klicks, Wischen bis hin zum Zoomen, zu erkennen und unverzüglich umzusetzen. Personen mit großen Händen werden wohl die Bedienung im Querformat bevorzugen, da sich die Hände dort nicht aufgrund des schmalen Gehäuses (Hochformat) in die Quere kommen. 

Der eingebaute E-Book-Reader erfüllt unterdessen alle Erwartungen mit einer Stichwortsuche, einstellbarer Schriftgröße und Linienhöhe, Notizen, Lesezeichen und sogar Vorlesen. Besonders die Kapitelsuche stellte sich als nützliche Funktion heraus. Obwohl nur ein kleines Ärgernis, dauert das Nachladen der Seiten beim schnellen Blättern oder wenn man durch die Kapitel springt einige Sekunden. Die höhere Pixeldichte des Tablets verbessert die Lesbarkeit von Texten bei E-Books, der Ansicht des Autors zufolge, kaum. Wenn man das Tablet bevorzugt als E-Book-Reader verwenden möchte, kann man auch getrost den Vorgänger kaufen ohne irgendwelche wichtigen Verbesserungen zu verpassen.

Virtuelle Tastatur

Bei der virtuellen Tastatur handelt es sich um das Android Standard Modell mit automatisch aktivierter Swype Unterstützung. Darüber hinaus gibt es keine zusätzlichen Layouts, allerdings gibt es verschiedene Layouts für andere Sprachen wie z.B. Chinesisch oder Koreanisch. Wie schon beim alten Nexus 7 gibt es keinerlei haptische Rückmeldung. Alle Eingaben werden daher von Klickgeräuschen begleitet. 

Die drei Android Tasten Zurück, Home und Menü belegen, vergleichbar mit anderen Nexus Geräten, je nach Displayorientierung einen schmalen Displaybereich am unteren Rand oder an der Seite. Sie sind jederzeit sichtbar und niemals komplett abgeschaltet, um ein einfaches Multitasking unabhängig von der aktuellen Anwendung zu ermöglichen. Das ist quasi das genaue Gegenteil zum Kindle Fire, wo die Zurück-Taste zwischenzeitlich nicht verfügbar ist. 

Der Touchscreen erkennt bis zu 10 Finger gleichzeitig
Der Touchscreen erkennt bis zu 10 Finger gleichzeitig
Die Standard Android Tastatur mit Swype Unterstützung
Die Standard Android Tastatur mit Swype Unterstützung
Der eBook-Reader hat, mit Ausnahme von einigen wenigen Extras, dieselben Funktionen wie der Vorgänger.
Der eBook-Reader hat, mit Ausnahme von einigen wenigen Extras, dieselben Funktionen wie der Vorgänger.

Display

Das neue Nexus 7 ist das erste 7 Zoll Tablet (7,02 Zoll um genau zu sein) mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel. Die resultierende Pixeldichte liegt bei ~323 DPI, was dem  iPhone 5 sehr nah kommt und das Nexus 10 sogar übertrifft. Allerdings muss beachtet werden, dass die Softwaretasten (Zurück, Home und Menü) stets 96 Pixel der vertikalen Auflösung verwenden. Die tatsächliche nutzbare Fläche beträgt also 1.200 x 1.824 Pixel.  

Die Displayhelligkeit wurde dramatisch verbessert, anstatt der ~300 cd/m² des Vorgängers schafft die zweite Generation einen Durchschnittswert von über 500 cd/m². Dieses Ergebnis kann beinahe mit dem beliebten 10,1 Zoll Transformer Pad Infinity konkurrieren und ist zudem deutlich heller als alle bisherigen 7 und 9 Zoll Tablets, inklusive dem iPad Mini, Kindle Fire HD 7, HP Slate 7 und dem Asus Memo Pad HD 7. Die hohe Helligkeit hatte vermutlich negative Auswirkungen auf den gemessenen Kontrast von ~500:1, der leicht unterhalb der zuvor genannten Tablet-Konkurrenz liegt. Die Bildqualität ist nichtdestotrotz konkurrenzlos in ihrer Klasse und weist keinerlei Anzeichen von Artefakten, auffälligem "Screen Bleeding" oder anderen Abnormitäten auf. 

495
cd/m²
535.2
cd/m²
511.5
cd/m²
503
cd/m²
548.7
cd/m²
491.5
cd/m²
509.7
cd/m²
548.1
cd/m²
477.6
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 548.7 cd/m² Durchschnitt: 513.4 cd/m²
Ausleuchtung: 87 %
Helligkeit Akku: 548.7 cd/m²
Kontrast: 513:1 (Schwarzwert: 1.07 cd/m²)
ΔE Color 2.64 | - Ø
ΔE Greyscale 2.61 | - Ø
Gamma: 2.35

Graustufendarstellung und Farbgenauigkeit sind beide erstaunlich gut mit DeltaE Abweichungen von 3 bzw. 5. Laut unserer CalMAN Analyse verbessern sich diese Ergebnisse sogar mit zunehmender Farbsättigung. Das ist sehr ungewöhnlich für Tablets. Viele Geräte zeigen in dem gleichen Szenario deutliche Abweichungen von mehr als 10, z.B.  das Galaxy Tab 3 8.0 oder das Iconia W3 810 in unseren Tests. Der Gammawert von 2,35 ist ebenfalls sehr nah am sRGB Zielwert von 2,3 und die Farbtemperatur von 6701K sehr nah am Standardwert von 6500K. Für solch ein günstiges Gerät übertrumpft das Display seine Konkurrenten locker. 

Graustufen
Graustufen
ColorChecker
ColorChecker
Sättigung
Sättigung
Ein Betrieb unter direktem Sonnenlicht ist mit maximaler Helligkeit möglich.
Ein Betrieb unter direktem Sonnenlicht ist mit maximaler Helligkeit möglich.

Das Display ist sehr angenehm unter freiem Himmel. Texte und Bilder sind mit hoher bzw. maximaler Helligkeit sehr deutlich zu erkennen ohne die Augen zu sehr zu belasten. Kurz gesagt, die exzellente Displayhelligkeit macht das neue Nexus zu einem der besten Tablets für unterwegs.

Nichtdestotrotz kann ein längerer Betrieb unter direktem Sonnenlicht zu einer kleinen Herausforderung werden, selbst wenn es sich um eines der derzeit hellsten 7 Zoll Tablets handelt. Ein schattiges Plätzchen ist weiterhin die bessere Lösung für längere Zeiträume, oder um bei Bedarf Strom zu sparen. Wir hatten die meiste Zeit mit störenden Reflektionen des Displays und vor allem des glänzenden Kunststoffrahmens zu kämpfen.

Blickwinkel des Nexus 7 2013
Blickwinkel des Nexus 7 2013

Die Blickwinkel des IPS Displays sind unabhängig vom Betrachtungswinkel exzellent. Nachdem wir uns mit den schwachen Blickwinkeln des TN Displays im IdeaTab A2019A beschäftigen mussten, sollten IPS Displays wirklich zur Standardausstattung von Tablets gehören, egal bei welchem Formfaktor. Besonders im Freien, wo Reflektionen mit großen Betrachtungswinkeln kompensiert werden können, sind IPS Displays sehr wichtig. Beim neuen Nexus kommt es zu einem leichten Helligkeitsverlust, sobald der Betrachtungswinkel 45 Grad überschreitet (egal in welche Richtung). In den meisten Situationen wird dies jedoch nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Bedienbarkeit haben. 

Leistung

Google wechselte seinen CPU Lieferanten, zunächst von Nvidia in dem ersten Nexus 7 zu Samsung in dem Nexus 10 und nun zu Qualcomm für das neueste Nexus Gerät. Der 1.5 GHz Snapdragon S4 Pro APQ8064 ist auch in vielen High-End-Smartphones zu finden, unter anderem dem HTC One und, nicht wirklich überraschend, auch im Nexus 4. Die Quad-Core Krait (28 nm) Prozessorarchitektur ist ein Fortschritt gegenüber anderen Cortex-A9-Prozessoren, allerdings bietet sie nicht so viele Features wie die neue Cortex-A15-Architektur im Tegra 4 oder Exynos 5 Dual des Nexus 10. Der SoC wird von 2 GB LPDDR3 RAM unterstützt, welcher auch in vielen High-End-Smartphones zu finden ist. 

Die CPU Performance ist dem alten Tegra 3 laut Linpack und Smartbench deutlich überlegen, allerdings immer noch hinter Apples eigenem A6 Prozessor im deutlich teureren iPad 4. Nichtsdestotrotz ist die Browserleistung in den Benchmarks Peacekeeper, Browsermark und Sunspider vielen Kontrahenten, auch deutlich teureren, überlegen. 

Geekbench 2
Geekbench 2
Quadrant Standard
Quadrant Standard
Smartbench 2012
Smartbench 2012
Peacekeeper - --- (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
611 Points ∼10%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
915 Points ∼15% +50%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
468 Points ∼8% -23%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
652 Points ∼11% +7%
Browsermark - --- (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
2380 points ∼33%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
2495 (min: 2479) points ∼35% +5%
Apple iPad mini
SGX543MP2, A5, 16 GB SSD
2098 (min: 2036) points ∼29% -12%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD (Android 4.2 Chrome)
1667 (min: 1653) points ∼23% -30%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
2254 points ∼31% -5%
Vellamo Mobile Benchmark 2.0 - HTML5 (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
1663 Points ∼53%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
1864 Points ∼60% +12%
Amazon Kindle Fire HD 7 inch
SGX540, OMAP 4460, 16 GB SSD
460 Points ∼15% -72%
Google V8 Ver. 7 - Google V8 Ver. 7 Score (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
2248 Points ∼11%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
1661 Points ∼8% -26%
Apple iPad mini
SGX543MP2, A5, 16 GB SSD
852 Points ∼4% -62%
Asus Asus Transformer Pad Infinity TF700T
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 64 GB SSD
1487 Points ∼8% -34%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
1236 Points ∼6% -45%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
2964 Points ∼15% +32%
Amazon Kindle Fire HD 7 inch
SGX540, OMAP 4460, 16 GB SSD
1383 Points ∼7% -38%
Sunspider - 0.9.1 Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
1150.4 ms * ∼11%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
895.3 ms * ∼8% +22%
Apple iPad mini
SGX543MP2, A5, 16 GB SSD
1556.8 ms * ∼15% -35%
Asus Asus Transformer Pad Infinity TF700T
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 64 GB SSD
1873.5 ms * ∼18% -63%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
1722.8 ms * ∼16% -50%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
1345.7 ms * ∼13% -17%
Amazon Kindle Fire HD 7 inch
SGX540, OMAP 4460, 16 GB SSD
1787 ms * ∼17% -55%
Smartbench 2012 - Productivity Index (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
5080 points ∼27%
Asus Asus Transformer Pad Infinity TF700T
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 64 GB SSD
3935 points ∼21% -23%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
3840 points ∼20% -24%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
3504 points ∼19% -31%
Amazon Kindle Fire HD 7 inch
SGX540, OMAP 4460, 16 GB SSD
2418 points ∼13% -52%
Linpack Android / IOS - Multi Thread (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
253.634 MFLOPS ∼9%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
654.29 MFLOPS ∼22% +158%
Apple iPad mini
SGX543MP2, A5, 16 GB SSD
124.4 MFLOPS ∼4% -51%
Asus Asus Transformer Pad Infinity TF700T
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 64 GB SSD
106.8 MFLOPS ∼4% -58%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
69.296 MFLOPS ∼2% -73%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
189.94 MFLOPS ∼6% -25%
Amazon Kindle Fire HD 7 inch
SGX540, OMAP 4460, 16 GB SSD
73.782 MFLOPS ∼2% -71%

* ... kleinere Werte sind besser

Spiele

Dem Snapdragon APQ8064 steht die integrierte Adreno 320 GPU zur Seite. Sie unterstützt die Unified-Shader Architektur und den OpenGL ES 3.0 API. Alle getesteten Spiele aus dem Android Store waren flüssig und ohne Ruckler spielbar. N.O.V.A. 3 zum Beispiel zeigte selbst bei aufwendigeren Abschnitten keine Einbrüche bei der Framerate. Grafikbenchmarks wie NenaMark und Epic Citadel kratzen an der 60 fps Marke, wobei die Framerate bei Epic Citdel mit den höchsten Grafikeinstellung und 1080p Auflösung auf immer noch respektable 38,5 fps fällt. Wie erwartet übertrifft die rohe GPU Leistung den fast 2 Jahre alten Tegra 3 in allen Szenarios deutlich.  

Need for Drift
Need for Drift
N.O.V.A. 3
N.O.V.A. 3
ShadowGun
ShadowGun
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
16 fps ∼1%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
16 fps ∼1% 0%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
3.2 fps ∼0% -80%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
12.4 fps ∼1% -22%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
16 fps ∼3%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
12 fps ∼3% -25%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
5.3 fps ∼1% -67%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
7.9 fps ∼2% -51%
Epic Citadel
Ultra High Quality (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
38.5 fps ∼64%
High Quality (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
58.1 fps ∼95%
High Performance (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
58.6 fps ∼96%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
53.6 fps ∼88% -9%
NenaMark2 - --- (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
59.3 fps ∼88%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
55.6 fps ∼83% -6%
Asus Asus Transformer Pad Infinity TF700T
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 64 GB SSD
36.7 fps ∼55% -38%
Amazon Kindle Fire HD 7 inch
SGX540, OMAP 4460, 16 GB SSD
27.8 fps ∼41% -53%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
55.2 fps ∼82% -7%
3DMark
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
8850 Points ∼13%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
11596 Points ∼3%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
10848 Points ∼6%
1920x1080 Ice Storm Extreme Physics (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
10508 Points ∼16%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
8627 Points ∼13% -18%
1920x1080 Ice Storm Extreme Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
6655 Points ∼2%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
6442 Points ∼2% -3%
1920x1080 Ice Storm Extreme Score (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
7245 Points ∼4%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
6826 Points ∼4% -6%
1280x720 Ice Storm Standard Physics (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
10777 Points ∼7%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
8647 Points ∼6% -20%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
6466 Points ∼4% -40%
1280x720 Ice Storm Standard Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
12167 Points ∼2%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
10742 Points ∼1% -12%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
3118 Points ∼0% -74%
1280x720 Ice Storm Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
11828 Points ∼6%
Apple iPad 4
SGX554MP4, A6x, 32 GB SSD
10193 Points ∼5% -14%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
3523 Points ∼2% -70%
AnTuTu Benchmark v3
I/O (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
877 Points ∼95%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
772 Points ∼84% -12%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
903 Points ∼98% +3%
RAM (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
2549 Points ∼37%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
1915 Points ∼28% -25%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
2209 Points ∼32% -13%
GPU (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
9072 Points ∼94%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
3645 Points ∼38% -60%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
5303 Points ∼55% -42%
CPU (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
7290 Points ∼47%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
6371 Points ∼41% -13%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
5148 Points ∼33% -29%
Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
19788 Points ∼55%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
12703 Points ∼36% -36%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
13563 Points ∼38% -31%

Massenspeicher

Von den 16 GB Speicher stehen dem Anwender nur 11,94 GB zur freien Verfügung. Da es keine Möglichkeit gibt, den Speicher zu erweitern, müsste bei Bedarf noch einmal mehr für das $270 (269 Euro) teure 32 GB Modell investiert werden. Glücklicherweise wurde die Lese-/Schreibgeschwindigkeit im Gegensatz zum originalen Nexus 7 verbessert und befindet sich nun laut AndroBench auf dem Niveau der neueren Nexus Geräte. 

Anmerkung: Das Tablet wird fstrim in regelmäßigen Abständen automatisch durchführen wenn sich das Gerät entweder im Leerlauf befindet oder anderweitig nicht benutzt wird. Dies soll die Speicherleistung auf Dauer erhalten und ist eine der neuen Funktionen von Android 4.3

AndroBench 3-5
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
0.82 MB/s ∼1%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
0.28 MB/s ∼0% -66%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
1.27 MB/s ∼1% +55%
Google Nexus 4
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
1.07 MB/s ∼1% +30%
Samsung Galaxy S4 GT-I9505
Adreno 320, 600 APQ8064T, 16 GB iNAND Flash
1.13 MB/s ∼1% +38%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
11.99 MB/s ∼7%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
4.76 MB/s ∼3% -60%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
10.35 MB/s ∼6% -14%
Google Nexus 4
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
12.14 MB/s ∼7% +1%
Samsung Galaxy S4 GT-I9505
Adreno 320, 600 APQ8064T, 16 GB iNAND Flash
12.28 MB/s ∼7% +2%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
13.97 MB/s ∼7%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
5.22 MB/s ∼3% -63%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
20.02 MB/s ∼10% +43%
Google Nexus 4
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
13.97 MB/s ∼7% 0%
Samsung Galaxy S4 GT-I9505
Adreno 320, 600 APQ8064T, 16 GB iNAND Flash
13.11 MB/s ∼7% -6%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
59.73 MB/s ∼8%
Google Nexus 7
GeForce ULP (Tegra 3), 3, 8 GB SSD
16.87 MB/s ∼2% -72%
Google Nexus 10
Mali-T604 MP4, 5250 Dual, 32 GB SSD
99.53 MB/s ∼13% +67%
Google Nexus 4
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
49.7 MB/s ∼6% -17%
Samsung Galaxy S4 GT-I9505
Adreno 320, 600 APQ8064T, 16 GB iNAND Flash
75.1 MB/s ∼9% +26%

Emissionen

Temperatur

Im Leerlauf entsprechen die Oberflächentemperaturen des gesamten Gehäuses in etwa der Umgebungstemperatur, ganz im Gegensatz zu manchen Tablets, die sich deutlich erwärmen obwohl sie nichts tun, beispielsweise das Slate 7, das Iconia W3 810 oder auch das Galaxy Tab 3 8.0. 

Bei stärkerer Belastung oder auch beim Spielen erwärmt sich die linke Seite des neuen Nexus Tablet (die Seite mit den beiden Kameras) sehr schnell. Die gegenüberliegende Seite wärmt sich ebenfalls auf, allerdings deutlich langsamer bei geringerer maximaler Temperatur. Daher wird beim Spielen im Querformat eine Hand wärmer ist als die andere.  

Die unten angegebene Maximaltemperatur von 45 Grad Celsius wurde nach unserem zweieinhalbstündigen Stresstest gemessen und ist damit nicht repräsentativ für typische Verwendungsszenarios. Sie zeigt allerdings die generelle Ausrichtung des Prozessors und seine Stabilität bei kontinuierlicher Maximalbelastung. Einen Temperaturunterschied zwischen den Händen können wir auch während des Surfens und bei Spielen feststellen, aber er ist in keiner Weise beunruhigend hoch.

Max. Last
 45.2 °C37.2 °C38.2 °C 
 45.4 °C37.6 °C41 °C 
 42.8 °C37.2 °C38.8 °C 
Maximal: 45.4 °C
Durchschnitt: 40.4 °C
32.8 °C35.2 °C45.8 °C
34.8 °C35.6 °C45.2 °C
34 °C35.2 °C42.2 °C
Maximal: 45.8 °C
Durchschnitt: 37.9 °C
Raumtemperatur 25 °C | Fluke 62 Mini IR Thermometer

Lautsprecher

Lautsprechergitter an gegenüberliegenden Kanten der Rückseite
Lautsprechergitter an gegenüberliegenden Kanten der Rückseite

Die Stereo Lautsprecher befinden sich an den Ecken der Rückseite und sind dem Anwender abgewandt. Jedes der beiden Gitter verdeckt einen Lautsprecher und weicht damit vom Design des ersten Nexus 7 ab, wo es nur ein Gitter für beide Lautsprecher gab. Die gleichmäßigere Verteilung der Lautsprecher sorgt für einen ausbalancierteren und weniger gedämpften Klang.

Trotzdem ist das Klangerlebnis ziemlich dünn, da es keinen wirklichen Bass gibt. Dies fällt umso mehr bei höherem Lautstärkepegel auf, wenn das Tablet anfängt zu vibrieren. Die Position ist ebenfalls etwas ungünstig, wenn das Tablet im Querformat betrieben wird, weil sich die Hände dann direkt über den Lautsprecheröffnungen befinden und der Klang dumpfer wird. Die Qualität ist in Ordnung für gelegentliche Musik oder Videos aber nicht so gut wie beim originalen Kindle Fire. Wir empfehlen Kopfhörer oder Streaming Lösungen, um einen Raum mit Musik zu beschallen.

Akkulaufzeit

Der integrierte Lithium-Ionen Akku hat eine Kapazität von 3.950 mAh (oder 16 Wh) und somit deutlich weniger als der 4.325 mAh Akku des Vorgängers. Wir gehen davon aus, dass sowohl Hardware- als auch Softwareoptimierungen den Unterschied kompensieren. Diese Annahme wird durch die beinahe identischen Akkulaufzeiten der beiden Nexus 7 Geräte bestätigt.  

Im Leerlauf und ohne irgendwelche aktiven Anwendungen hielt das neue Nexus 7 mehr als 44 Stunden durch. In dieser Zeit waren die Funkmodule deaktiviert und die Displayhelligkeit minimiert. Das Display war über die gesamte Zeit aktiviert und konnte sich nicht automatisch ausschalten.  

Das andere Extrem wird durch die Stability Test 2.5 App getestet, bei der sowohl die CPU als auch die GPU bei maximaler Displayhelligkeit und aktivierten Funkverbindungen belastet werden bis der Akku leer ist. Das Tablet musste erst nach etwa 3 Stunden und 20 Minuten wieder an die Steckdose. 

Der praxisnahe WLAN Test lädt kontinuierlich Internetseiten via Skript bei angepasster Helligkeit von 150 cd/m² (etwa 25 % der maximalen Helligkeit) und simuliert damit das typische Surfen im Internet (Display konnte sich nicht ausschalten). Dieser Test ist identisch mit unserem WLAN Test für Notebooks. Mit 6 Stunden und 51 Minuten ist das neue Nexus auf Augenhöhe mit dem Vorgänger. 

Aufgrund der großen Unterschiede zwischen Leerlauf- und WLAN-Laufzeiten kann der Anwender einige Tage überbrücken ohne das Gerät zu laden. Konservativere Helligkeits- und Energiesparoptionen können die Laufzeiten noch weiter erhöhen. Im Normalfall kann man mit etwa 7 Stunden Laufzeit rechnen, bevor das Gerät erneut geladen werden muss. Das sind einige Stunden weniger als z. B. das Kindle Fire HD 7, aber die Akkulaufzeit ist vergleichbar mit dem Slate 7 oder dem 10,1 Zoll Transfomer Pad Infinity. 

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
44h 08min
Surfen über WLAN
6h 51min
Last (volle Helligkeit)
3h 18min

Fazit

Google Nexus 7 2013
Google Nexus 7 2013

Der Verkaufspreis des neuen Nexus 7 ist 30 US-Dollar (~20 Euro) höher als beim ersten Modell. Wenn man sich nur die Verarbeitungsqualität ansieht, ist der Aufpreis kaum gerechtfertigt, da es nur kleine qualitative Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger gibt. Weiterhin gibt es keine Möglichkeit den Speicher zu erweitern und keinen dedizierten Videoausgang oder kompatible Dockingstationen. Besitzer der 16 GB Variante könnten zudem schnell mit Kapazitätsproblemen kämpfen, denn beinahe 5 GB sind bereits vom System belegt.   

Sobald man das Display allerdings anschaltet, wird der Grund für den Aufpreis deutlich sichtbar. Das Display ist zurzeit das beste und hellste Exemplar in einem 7 Zoll Tablet. Es kann zudem mit einer sehr guten Farbgenauigkeit punkten. Der Snapdragon Prozessor hat keine Probleme mit der erhöhten Auflösung und das geringe Gewicht macht das Nexus 7 zu einem der besten Tablets für unterwegs. Es wird deutlich, dass die Zusatzkosten in das bessere Display und die Komponenten anstatt der Verarbeitung und der Anschlussvielfalt investiert wurden.

Wenn Sie auf der Suche nach einem 7 Zoll Android Tablet sind, brauchen Sie nicht weiter zu suchen, denn (wieder einmal) handelt es sich beim aktuellen Nexus 7 um eines der besten Tablets seiner Klasse. Der immer noch wettbewerbsfähige Preis macht das Angebot nur noch attraktiver. 

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Im Test: Google Nexus 7 2013
Im Test: Google Nexus 7 2013

Datenblatt

Google Nexus 7 2013 (Nexus Serie)
Grafikkarte
Qualcomm Adreno 320, Kerntakt: 400 MHz
Hauptspeicher
2048 MB 
, DDR3L
Bildschirm
7 Zoll 16:10, 1920x1200 Pixel, 10-Finger-kapazitiv, IPS, Corning Gorilla Glass, spiegelnd: ja
Massenspeicher
16 GB SSD, 16 GB 
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3,5 mm Kopfhörerausgang, Sensoren: GPS, Gyroskop, Beschleunigssensor, Kompass, Helligkeitssensor
Netzwerk
Qualcomm Atheros WCN3660 (a/b/g/n), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 8.65 x 200 x 114
Akku
16 Wh Lithium-Polymer, 3950 mAh
Betriebssystem
Android 4.3
Kamera
Webcam: 5 MP Hauptkamera mit 1080p Videoaufnahme, 1,2 MP Frontkamera
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo
Gewicht
290 g
Preis
$229 USD, ~172 Euro

 

Der Preis für das 16 GB Einstiegsmodell liegt bei rund 230 US-Dollar (~220 Euro), 30 US-Dollar (~20 Euro) mehr als das Original
Der Preis für das 16 GB Einstiegsmodell liegt bei rund 230 US-Dollar (~220 Euro), 30 US-Dollar (~20 Euro) mehr als das Original
Die gesamte Front ist flach und glänzend
Die gesamte Front ist flach und glänzend
Das Spiegelnde Corning Gorilla Glas kann mit deutlichem Druck leicht eingedrückt werden.
Das Spiegelnde Corning Gorilla Glas kann mit deutlichem Druck leicht eingedrückt werden.
Etwa 2mm dünner als das originale Nexus 7
Etwa 2mm dünner als das originale Nexus 7
Ecken und Kanten bestehen aus hartem Plastik und können minimal verdreht werden.
Ecken und Kanten bestehen aus hartem Plastik und können minimal verdreht werden.
Das neue Nexus 7 ist länger als das Kindle Fire, aber auch deutlich leichter und dünner
Das neue Nexus 7 ist länger als das Kindle Fire, aber auch deutlich leichter und dünner
Um Spiegelungen entgegenzuwirken ist das Display des Nexus 7 dunkler im Vergleich zum Kindle Fire
Um Spiegelungen entgegenzuwirken, ist das Display des Nexus 7 dunkler im Vergleich zum Kindle Fire
Die Verarbeitung fühlt sich nicht so wertig an wie beim Kindle Fire, obwohl sie sich im Vergleich zum ersten Nexus 7 leicht verbessert hat.
Die Verarbeitung fühlt sich nicht so wertig an wie beim Kindle Fire, obwohl sie sich im Vergleich zum ersten Nexus 7 leicht verbessert hat.
Die gute maximale Helligkeit reicht auch für draußen und sogar im direkten Sonnenlicht
Die gute maximale Helligkeit reicht auch für draußen und sogar im direkten Sonnenlicht
Leider können starke Reflektionen die Lesbarkeit beeinträchtigen
Leider können starke Reflektionen die Lesbarkeit beeinträchtigen
Am Gehäuse sammeln sich schnell Staub und andere Partikel
Am Gehäuse sammeln sich schnell Staub und andere Partikel
Wie schon beim Vorgänger ist die Rückseite am Rand deutlicher abgerundet.
Wie schon beim Vorgänger ist die Rückseite am Rand deutlicher abgerundet.
Die matt schwarze Farbe ist gleich geblieben
Die matt schwarze Farbe ist gleich geblieben
Jedoch wurde die gepunktete Oberfläche gegen eine glatte, leicht gummierte Version getauscht
Jedoch wurde die gepunktete Oberfläche gegen eine glatte, leicht gummierte Version getauscht
Alle Bedienelemente und Anschlüsse befinden sich an der gleichen Ecke
Alle Bedienelemente und Anschlüsse befinden sich an der gleichen Ecke
Asus Logo
Asus Logo
Der Lieferumfang umfasst eine Schnellstartanleitung, Garantieinformationen, ein Micro-USB Kabel und das Netzteil.
Der Lieferumfang umfasst eine Schnellstartanleitung, Garantieinformationen, ein Micro-USB Kabel und das Netzteil.
Bei dem 16 GB Modell bleibt nicht viel Speicher übrig.
Bei dem 16 GB Modell bleibt nicht viel Speicher übrig.

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Preisvergleich

Pro

+IPS Bildschirm mit 1.920x1.200 Pixeln ist unübertroffen in dieser Größe
+Heller Bildschirm (> 500 cd/m²), ausreichend für Outdoor-Betrieb
+Intel WiDi und SlimPort Unterstützung
+Sehr leicht, ca. 50 bzw. 100 Gramm leichter als das alte Nexus 7 und das Kindle Fire HD 7
+Native Wiedergabe von 1080p .mp4 und .mkv Material ohne Stottern
+Gute CPU und GPU Leistung
+Gute Akkulaufzeiten ohne vergrößerte Akkukapazität
+Sauberes Android Jelly Bean 4.3
+Sofortiger Zugang zu zukünftigen Android Aktualisierungen
 

Contra

-Keine weiteren Anschlüsse außer Micro-USB und 3,5 mm Klinke
-Nur 11 GB frei verfügbarer Speicher bei der 16 GB Variante
-Oberfläche kann sich unter hoher Last deutlich erwärmen
-Keine native .avi oder .mov Wiedergabe
-Schlechte Qualität der 2 MP Frontkamera
-Höherer Einstiegspreis als das Original Nexus 7 und das Kindle Fire HD 7
-Gehäuse besteht weiterhin größtenteils aus Kunststoff und es gab keine nenneswerte Verbesserung bei der Verarbeitungsqualität
-Anfällig für Fingerabdrücke
-Durchschnittliche Lautsprecher

Shortcut

Was uns gefällt

Im Vergleich zum Original wurde alles verbessert. Das neue Nexus 7 ist leichter und dünner, allerdings nicht auf Kosten der Stabilität. Durch die besseren Komponenten und das sehr helle 1080p Display kann das Tablet viele größere Tablets übertreffen. 

Was wir vermissen

Leider könnte die 30 US-Dollar (~20 Euro) Preiserhöhung manche Anwender trotz Verbesserungen vergraulen. Die Erweiterbarkeit ist weiterhin sehr begrenzt, es gibt weder einen Micro-SD Einschub noch einen dedizierten Videoausgang. Das Tablet kann sich unter hoher Last deutlich erwärmen.

Was uns überrascht

Der höhere Preis ist mehr oder weniger gerechtfertigt. Allein das Display ist in dieser Preiskategorie konkurrenzlos.

Die Konkurrenz

Apple iPad Mini

Amazon Kindle Fire HD 7

Asus MeMo Pad 7

Google Nexus 7

HP Slate 7

Lenovo IdeaTab A2109A 

Samsung Galaxy Tab 3 7.0

Bewertung

Google Nexus 7 2013 - 02.04.2014 v4(old)
Allen Ngo

Gehäuse
83%
Tastatur
63 / 80 → 79%
Pointing Device
86%
Konnektivität
32 / 65 → 49%
Gewicht
87 / 88 → 98%
Akkulaufzeit
93%
Display
88%
Leistung Spiele
56 / 68 → 82%
Leistung Anwendungen
38 / 76 → 50%
Temperatur
74%
Lautstärke
100%
Audio
64 / 91 → 70%
Kamera
65 / 85 → 76%
Durchschnitt
71%
85%
Tablet - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Allen Ngo (Update: 11.02.2014)