Notebookcheck

Test Lenovo S5000-F Tablet

Daniel Schuster, Sabine Kückemanns, 11.12.2013

Abspeck-Kur. Lenovo wirft ein neues Modell für das Mittelklassesegment auf den Markt. Das 7-Zoll-Tablet positioniert sich in der Riege des Google Nexus 7 2013 oder des Amazon Kindle Fire HDX 7. Wie sich der Testproband gegen die beiden erstklassigen Tablets schlägt, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Vor ca. zwei Monaten hatten wir das Lenovo IdeaTab A3000 bei uns zu Gast und konnten uns ausführlich damit beschäftigen. Das S5000-F misst ebenso 7 Zoll, verfügt jedoch über die ein oder andere Verbesserung. Beispielsweise löst das Display nun mit 1.280 x 800 Pixeln auf und auch die Frontkamera erhielt ein Upgrade. Der SoC wird von MediaTek beigesteuert und ist pro Kern auf 1,2 GHz getaktet. Dieser wird vermutlich, im Vergleich mit dem Snapdragon S4 Pro aus dem Nexus 7 2013 oder dem Snapdragon 800 aus dem Kindle Fire HDX 7, das Nachsehen haben. Das neue Mittelklassemodell kommt mit einer UVP von 199 Euro auf den Markt, wobei die Version mit 3G-Modul 50 Euro mehr kosten wird.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Kompaktes Gehäuse mit leichten Schwächen
Kompaktes Gehäuse mit leichten Schwächen

Der Body des Testgeräts besteht komplett aus Kunststoff. Das Backcover ist vom restlichen Gehäuse farblich abgesetzt und das Polycarbonat ist strukturiert. Positiv an der Strukturierung sind die griffige Haptik und die geringe Ansammlung von Fingerabdrücken. Generell ist das S5000-F vernünftig verarbeitet, jedoch kann man die Materialqualität nicht mit der eines Samsung Galaxy-Modells vergleichen. Ein Grund für die geringere Materialgüte bemerkt man an der rechten und linken Geräteseite, wo es bei etwas Druck knarzt und sich der Kunststoff verformen lässt. Mit 191 x 116 x 7,9 mm ist es Lenovo gelungen, die Abmessungen in allen Dimensionen, gegenüber dem A3000, zu verringern. Ebenso sinkt das Gewicht um ca. 100 Gramm auf 246 Gramm. Damit ist das Tablet ca. 50 Gramm leichter als das Kindle Fire HDX 7 oder das Nexus 7 2013.

Ausstattung

Wie wir testen - Ausstattung

Das Tablet unterscheidet sich kaum von anderen Geräten der IdeaTab-Reihe. An der linken Seite befinden sich keine Anschlüsse oder Tasten. An der gegenüberliegenden Seite sind die Lautstärkewippe und der Power-Button vorzufinden. Der Micro-USB-Anschluss ist zentriert an der Unterseite eingebaut und den 3,5-mm-Klinkenanschluss trifft man an der Kopfseite des S5000-F an.

Unser Modell hat einen eingebauten Speicher von 16 GB, welcher leider nicht per Micro-SD-Slot erweitert werden kann, da auch das Backcover nicht entfernbar ist.

Unterseite: Micro-USB-Anschluss
Unterseite: Micro-USB-Anschluss
Power-Button und Lautstärkewippe befinden sich rechts
Power-Button und Lautstärkewippe befinden sich rechts
An der Kopfseite ist der 3,5-mm-Anschluss...
An der Kopfseite ist der 3,5-mm-Anschluss...
...und an der linken Seite gibt es keine Tasten.
...und an der linken Seite gibt es keine Tasten.

Software

Als Betriebssystem kommt das bereits überholte Android, in Version 4.2.2, zum Einsatz. Optisch erinnert uns der Homescreen stark an das Vorgängermodell. Das Betriebssystem wurde von Lenovo dahingehend angepasst, dass der App-Drawer aus Gründen der „Optimierung“ deaktiviert wurde. Ein heilloses Durcheinander findet sich nun auf den Homescreens, wo alle Apps abgelegt sind. Zudem wurde diverse Bloatware vorinstalliert. Angefangen bei „Lenovo Energie“ über „Funkt.-Übs.“ hin zu „UI Intro“ sind zahlreiche, unnötige Applikationen an Bord.  Ob und wann es das Update auf Android 4.3 oder sogar KitKat geben wird, ist derzeit ungewiss.

Der Sat-Fix ist nach wenigen Sekunden abgeschlossen
Der Sat-Fix ist nach wenigen Sekunden abgeschlossen

Kommunikation & GPS 

Das eingebaute WLAN-Modul stellt die einzige Möglichkeit dar, sich mit dem Internet kabellos zu verbinden. Dabei wird gemäß dem Standard 802.11 b/g/n gefunkt. Leider kann das Tablet nur im 2,4 GHz-Modus betrieben werden. Keine Kritik haben wir an der Stabilität des WLAN-Moduls, denn die Verbindung ist über den Testzeitraum hin konstant und wir verzeichnen keine unerwarteten Abbrüche. Um die Verbindung zu weiteren Endgeräten herzustellen, steht Bluetooth in Version 3.0 bereit.

Damit das Tablet als Navigationssystem dienen kann, ist ein GPS-Empfänger zwingend erforderlich. Bei dem verwendeten Bauteil ist der Sat-Fix in weniger als einer Minute vollzogen. Die Genauigkeit ist bereits innerhalb geschlossener Räume weitestgehend genau. Wir haben das S5000-F in den Ring mit dem Garmin Edge 500 geschickt. Auf dem Straßenabschnitt mit vielen Richtungswechseln ist das Ergebnis des S5000-F wenig erfreulich. Die Hardware kann die absolvierte, kurvige Strecke alles andere als genau wiedergeben. Besser sieht es in bewaldetem Gebiet aus, denn die Resultate beider GPS-Geräte sind ähnlich gut. Trotzdem sollte man sich gut überlegen, ob man das S5000-F als Sportmessgerät einsetzt. Immerhin ist es mit 7 Zoll nicht sonderlich klein und es wurden ca. 300 Meter der zurückgelegten Strecke unterschlagen.

Garmin Edge 500 Brücke
Garmin Edge 500 Brücke
Garmin Edge 500 Gesamt
Garmin Edge 500 Gesamt
Garmin Edge 500 Wald
Garmin Edge 500 Wald
Lenovo S5000-F Brücke
Lenovo S5000-F Brücke
Lenovo S5000-F Gesamt
Lenovo S5000-F Gesamt
Lenovo S5000-F Wald
Lenovo S5000-F Wald

Kameras & Multimedia

Das S5000-F verfügt über zwei Kameramodule. Wie üblich, ist eins davon auf der Rückseite und die andere Kamera ist oberhalb des Displays. Das rückseitige Modul schießt Aufnahmen mit bis zu 5 Megapixeln. Mit der Frontkamera sind 1,6 MP möglich. Die Kamerasoftware ist relativ spartanisch ausgestattet und kann nicht mit ausgeklügelten Presets punkten, wie man es beispielsweise von dem Galaxy Note 10.1 2014 Edition kennt.

Unter schlechten Lichtverhältnissen sind die Aufnahmen ebenfalls schlecht und leiden unter einem deutlichen Blaustich. Der Umstand, dass kein LED-Blitz vorhanden ist, trägt nochmals zu dem Ergebnis bei. Das Bildrauschen ist relativ hoch und die Detailtreue ist nicht sonderlich gut.

Frontkamera S5000F
Frontkamera S5000F
Hauptkamera S5000F
Hauptkamera S5000F
Referenzkamera: Canon EOS 60D, 18 MP
Referenzkamera: Canon EOS 60D, 18 MP
Tablet-Ständer aus Pappe
Tablet-Ständer aus Pappe

Zubehör

Dem Lieferumfang legt der Hersteller ein modulares Netzteil bei. Ansonsten finden wir noch diverse Anleitungen in Papierform. Da man mit dem Tablet nicht telefonieren kann, liegt auch kein Headset bei. Zusätzlich finden wir ein „Pappteil“ in der Verpackung. Hätten wir den Aufkleber auf der Unterseite nicht entdeckt, wäre dieses im nächsten Moment in den Müll gewandert. Dabei dient dieses rudimentäre Utensil zum Aufstellen des Tablets.

Die Garantie des S5000-F beläuft sich auf 12 Monate. Der fest verbaute Akku ist lediglich 6 Monate von etwaigen Ansprüchen abgedeckt.

Eingabegeräte & Bedienung

Der kapazitive Screen setzt unsere Eingaben mit ausreichender Präzision und in angemessener Geschwindigkeit um. Gleiches gilt für die Displaydrehung um 90 °. Das Display kann mit bis zu zehn Fingern bedient werden und bietet keine Angriffspunkte für Kritik. Im Landscape-Modus verdeckt die ausgeklappte Software-Tastatur ca. 50 % des Bildschirms – etwas mehr Platz bietet der Hochkant-Modus.

Im Hochkant-Modus sind mehr als...
Im Hochkant-Modus sind mehr als...
...50 % verfügbar. Weniger sind es im Landscape-Modus.
...50 % verfügbar. Weniger sind es im Landscape-Modus.

Display

Wie wir testen - Display

7-Zoll und mäßige Displayauflösung.
7-Zoll und mäßige Displayauflösung.

Die Auflösung des 7-Zoll-Geräts wurde, im Vergleich zu dem IdeaTab A3000, etwas angehoben und verfügt nun über 1.280 Pixel in der Breite und 800 Pixel in der Höhe. In keinem Fall kann diese Auflösung der des Nexus 7 2013 (323 ppi) oder des Kindle Fire HDX 7 (323 ppi) gefährlich nahe kommen. Beim S5000-F errechnet sich eine Pixeldichte von 215,6 ppi. Über die neun Messfelder hinweg messen wir eine durchschnittliche Displayhelligkeit von 464,7 cd/m² und eine exzellente Ausleuchtungshomogenität von 93 %. Ein minimal schlechteres Ergebnis liefert das Panel des Kindle Fire HDX 7 mit 426,5 cd/m² im Mittel und 91 % Ausleuchtung. Zwar leuchtet das Nexus 7 2013 nochmals heller (513,4 cd/m²), jedoch kann nicht die gleiche Homogenität erreicht werden. Einen weiteren Pluspunkt kann unser Testgerät beim Kontrast einstreichen. Mit 1082:1 setzt sich das Lenovo-Tablet deutlich von den beiden zuvor genannten Konkurrenzmodellen ab. Der hohe Kontrast ist dem Schwarzwert von 0,44 cd/m² geschuldet. Das Display des IdeaTab A3000 ist mit unserem Probanden kaum zu vergleichen, denn alle Eigenschaften wurden erheblich verbessert.

477
cd/m²
480
cd/m²
448
cd/m²
455
cd/m²
476
cd/m²
457
cd/m²
453
cd/m²
471
cd/m²
465
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 480 cd/m² Durchschnitt: 464.7 cd/m²
Ausleuchtung: 93 %
Helligkeit Akku: 476 cd/m²
Kontrast: 1082:1 (Schwarzwert: 0.44 cd/m²)
ΔE Color 6.12 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 8.33 | 0.64-98 Ø6.4
Gamma: 2.54

Mit der CalMAN 5-Software untersuchen wir das Display genauer. Dabei fällt auf, dass die Farbtreue auf keinem hohen Niveau ist. Rote Farben werden zu blass dargestellt und bei Blautönen kann man sogar davon sprechen, dass die Farbe komplett verfälscht wird. Im Mittel ist der DeltaE-2000-Messwert bei 6,12 und damit weit von dem Referenzwert 2,3 entfernt. Hier, und auch bei der Farbtemperatur (6264K) kann das Nexus 7 2013 punkten und prescht an dem S5000-F vorbei. In letzter Instanz bleibt zu erwähnen, dass die hellen Graustufen von einer metallischen Optik überlagert werden.

Farbwiedergabe
Farbwiedergabe
Color Checker
Color Checker
Graustufendarstellung
Graustufendarstellung
Farbsättigung
Farbsättigung

Hohe Displayhelligkeit, homogene Displayausleuchtung und ein vorzüglicher Kontrast bereiten das Tablet sehr gut auf den Außeneinsatz vor. In dieser Jahreszeit kann das Gerät uneingeschränkt im Außenbereich genutzt werden. Da ein spiegelndes Display verbaut ist, könnte es jedoch im Sommer zu störenden Reflexionen kommen – dagegen ist derzeit aber kaum ein Tablet oder Smartphone gefeit.

Die In-Plane-Switching-Technologie verhilft auch dem S5000-F zu einer herausragenden Blickwinkelstabilität. In diesem Segment haben wir keinen Grund für weitere Beanstandungen und halten das Urteil daher kurz und knapp.

Blickwinkel des S5000-F
Blickwinkel des S5000-F
Bei Sonneneinstrahlung hat es das Display schwer.
Bei Sonneneinstrahlung hat es das Display schwer.

Leistung

Wie wir testen - Leistung

Im S5000-F kommt ein SoC von MediaTek zum Einsatz. Dieser hört auf den Namen MT8125/8389. Der Cortex A7, mit dem Befehlssatz ARMv7, taktet mit 1,2 GHz bei jedem der vier Kerne und bedient sich eines 1 GB großen Arbeitsspeichers. Die Grafikeinheit ist die bekannte SGX544-Version von PowerVR.

Im Vergleich zu dem Snapdragon S4 Pro aus dem Nexus 7 oder gar dem Snapdragon 800 wird es der SoC des S5000-F sicherlich schwer haben, zumal „nur“ 1 GB Arbeitsspeicher bereit steht. Diese Annahme treffen wir, da sich das IdeaTab A3000-H, im Vergleich mit anderen Geräten, bereits schwer getan hat. Dennoch gehen wir weitestgehend vorurteilsfrei in die Benchmarks und überprüfen unsere These.

Bei den synthetischen Benchmarks ist das Ergebnis mehr als eindeutig. Obwohl die Konkurrenz aus dem Hause Google und Amazon nur geringfügig teurer ist, kann der SoC deutlich mehr Punkte einfahren. Unser Testgerät hat in keinem Laufzeittest eine reelle Chance. Einzig und allein dem Vorgängermodell (IdeaTab A3000-H) ist der Proband überlegen.

GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
10 fps ∼0%
Google Nexus 7 2013
16 fps ∼0% +60%
Apple iPad mini Retina
27 fps ∼0% +170%
Lenovo IdeaTab A3000-H
2.7 fps ∼0% -73%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
14 fps ∼0%
Google Nexus 7 2013
16 fps ∼0% +14%
Apple iPad mini Retina
21 fps ∼1% +50%
Lenovo IdeaTab A3000-H
6.4 fps ∼0% -54%
3DMark
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
2552 Points ∼1%
Apple iPad mini Retina
14180 Points ∼6% +456%
1920x1080 Ice Storm Extreme Score (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
1539 Points ∼1%
Google Nexus 7 2013
7245 Points ∼3% +371%
Apple iPad mini Retina
10197 Points ∼5% +563%
Lenovo IdeaTab A3000-H
1568 Points ∼1% +2%
1280x720 Ice Storm Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
3001 Points ∼0%
Google Nexus 7 2013
11828 Points ∼1% +294%
Lenovo IdeaTab A3000-H
3190 Points ∼0% +6%
Epic Citadel - High Quality (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
56 fps ∼92%
Google Nexus 7 2013
58.1 fps ∼95% +4%

Legende

 
Lenovo S5000-F Mediatek MT8125, PowerVR SGX544, 16 GB eMMC Flash
 
Google Nexus 7 2013 Qualcomm Snapdragon S4 Pro APQ8064A, Qualcomm Adreno 320, 16 GB SSD
 
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch Qualcomm Snapdragon 800 MSM8974, Qualcomm Adreno 330, 16 GB SSD
 
Apple iPad mini Retina Apple A7, PowerVR G6430, 16 GB eMMC Flash
 
Lenovo IdeaTab A3000-H Mediatek MT8389, PowerVR SGX544, 16 GB iNAND Flash

Greift man auf die browserbasierten Benchmarks zurück, so rücken die Ergebnisse etwas näher zusammen, jedoch ist immer noch eine sehr klare Tendenz zu erkennen. Apples iPad Mini Retina, das Amazon-Pendant und das Tablet aus dem Google-Lager separieren sich von unserem Testgerät und spielen die Plätze auf dem Siegertreppchen unter sich aus.

Browsermark - --- (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
2145 points ∼30%
Google Nexus 7 2013
2380 points ∼33% +11%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
2611 points ∼36% +22%
Apple iPad mini Retina
3541 points ∼49% +65%
Lenovo IdeaTab A3000-H
1841 points ∼26% -14%
Mozilla Kraken 1.0 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
28070.7 ms * ∼16%
Google Nexus 7 2013
10791.3 ms * ∼6% +62%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
11914.6 ms * ∼7% +58%
Apple iPad mini Retina
8288.7 ms * ∼5% +70%
Lenovo IdeaTab A3000-H
28177.9 ms * ∼16% -0%
Octane V1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
1437 Points ∼4%
Google Nexus 7 2013
2283 Points ∼6% +59%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
3839 Points ∼10% +167%
Apple iPad mini Retina
5139 Points ∼13% +258%
Lenovo IdeaTab A3000-H
1279 Points ∼3% -11%
Peacekeeper - --- (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
572 Points ∼9%
Google Nexus 7 2013
611 Points ∼10% +7%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
975 Points ∼16% +70%
Apple iPad mini Retina
1724 Points ∼28% +201%
Lenovo IdeaTab A3000-H
567 Points ∼9% -1%

* ... kleinere Werte sind besser

Nochmals relativiert wird das Ergebnis bei der Flashspeichergeschwindigkeit. Überraschenderweise kann sich unser Testgerät bei drei von vier Szenarien vor das Google Nexus 7 2013 schieben. Dafür ist das Kindle Fire HDX 7 um bis zu 171 % performanter. 

AndroBench 3-5
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
0.49 MB/s ∼0%
Google Nexus 7 2013
0.82 MB/s ∼0% +67%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
1.33 MB/s ∼1% +171%
Lenovo IdeaTab A3000-H
0.61 MB/s ∼0% +24%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
13.98 MB/s ∼8%
Google Nexus 7 2013
11.99 MB/s ∼7% -14%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
16.52 MB/s ∼10% +18%
Lenovo IdeaTab A3000-H
13.63 MB/s ∼8% -3%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
17.28 MB/s ∼7%
Google Nexus 7 2013
13.97 MB/s ∼6% -19%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
22.1 MB/s ∼9% +28%
Lenovo IdeaTab A3000-H
13.53 MB/s ∼5% -22%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo S5000-F
61.69 MB/s ∼7%
Google Nexus 7 2013
59.73 MB/s ∼7% -3%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
133.56 MB/s ∼15% +117%
Lenovo IdeaTab A3000-H
61.86 MB/s ∼7% 0%

Spiele & Videos

Alle aktuellen 3D- und 2D-Spiele lassen sich auf dem S5000-F problemlos ausführen. Wir bemerken keine Ruckler oder übermäßig lange Ladeverzögerungen beim Start der Apps.

Die Wiedergabe von Videos in Full-HD-Qualität funktioniert ebenfalls problemlos. Nicht so einfach gestaltet sich das Abspielen von QFHD-Trailern. Hier kommt der SoC an seine Leistungsgrenzen und kann das Bild nicht anzeigen und nur die Audiospur läuft.

"Modern Combat" oder "IronMan 3"...
"Modern Combat" oder "IronMan 3"...
...sind kein Problem für das S5000.
...sind kein Problem für das S5000.

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Temperatur

Im Durchschnitt erwärmt sich das Gerät unter Last auf der Vorderseite auf 30,7° C und auf der Rückseite auf 28,2° C. Dies ist ein besseres Temperaturverhalten, als es noch beim A3000-H der Fall war (32,1° C – 33° C) und ein sehr deutliches Ergebnis im Vergleich zu dem Kindle Fire HDX 7 (37,9° C – 39,1° C) und dem Nexus 7 2013 (40,4° C – 37,9° C). Muss der SoC keine oder nur wenig rechenintensive Tasks ausführen, sinkt die Temperatur – jedoch nur um ca. 2° C. In diesem Szenario sind das Nexus 7 2013 und das IdeaTab A3000 ähnlich warm. Das Netzteil erreicht einen Maximalwert von 45,4° C und ohne Last messen 33,2° C. Alles in allem ein ordentliches Ergebnis für das neueste Tablet von Lenovo.

Max. Last
 34.6 °C29.7 °C29.5 °C 
 34.1 °C29 °C30.8 °C 
 31.3 °C28.4 °C28.6 °C 
Maximal: 34.6 °C
Durchschnitt: 30.7 °C
27 °C27.7 °C29.6 °C
28.4 °C27.2 °C29 °C
27.6 °C27.8 °C29.1 °C
Maximal: 29.6 °C
Durchschnitt: 28.2 °C
Netzteil (max.)  45.4 °C | Raumtemperatur 21.3 °C | Voltcraft IR-350
(+) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 30.7 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Tablet auf 30.7 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 34.6 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34.8 °C (von 22.3 bis 51.8 °C für die Klasse Tablet).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 29.6 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.4 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 28 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.7 °C.

Lautsprecher

Der Mono-Lautsprecher ist auf der oberen Frontseite angebracht und kann daher nicht verdeckt werden, wenn das Tablet auf einem flachen Untergrund liegt. Bis zu ca. 30 % der Maximallautstärke ist der Ton relativ leise, dafür empfinden wir die Wiedergabe als relativ angenehm, wenngleich die tiefen Töne fehlen. Bis zu 80 % des höchsten Pegels ist der Klang weitestgehend stabil und frei von Verzerrungen. Für den gelegentlichen Musikgenuss ist der Lautsprecher sicherlich ausreichend. Zudem ist per Bluetooth oder 3,5-mm-Anschluss schnell ein weiteres Endgerät angeschlossen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Werden rechenintensive Apps ausgeführt oder schaut man einen Film in HD-Qualität, benötigt der SoC bis zu 2,6 Watt. Lenovo ist es beim S5000-F gelungen, den maximalen Stromverbrauch, im Vergleich zum IdeaTab A3000, mehr als zu halbieren. Das schlägt sich positiv auf die Akkulaufzeit nieder – dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Dümpelt das Gerät vor sich hin, messen wir mit dem Voltcraft VC 940 Werte zwischen 0,9 und 2,3 Watt. Hier ist es dem Hersteller ebenfalls gelungen, den Stromverbrauch erheblich zu senken, denn beim A3000 werden immerhin zwischen 1,8 und 4,3 Watt verbraucht. Ist das Tablet komplett ausgeschaltet, können wir keine Energieaufnahme beobachten und im Standby-Modus sind es auch nur 0,1 Watt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.1 Watt
Idledarkmidlight 0.9 / 2.3 / 2.3 Watt
Last midlight 2.5 / 2.6 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Der Akku misst eine Kapazität von 3.450 mAh und bedient sich der Lithium-Polymer-Technologie. Sofern alle Funkmodule deaktiviert sind und auch die Displayhelligkeit auf ein Minimum geregelt ist kann das Tablet stolze 17 Stunden 15 Minuten überwintern. Das sich unser Testgerät in den meisten Fällen gegenüber dem Kindle Fire HDX 7 oder dem Nexus 7 2013 geschlagen geben muss, ist mittlerweile bekannt und daher nicht verwunderlich. Das gegenteilige Szenario bilden wir mit der App „Stability Test“ ab. Die Hardware wird maximal ausgelastet und das Display auf maximale Helligkeit eingestellt. Nach 4 Stunden und 15 Minuten gehen die Lichter aus. Wird alle 40 Sekunden ein Skript aufgerufen und die Displayhelligkeit beträgt 150 cd/m², schafft es das Gerät auf 11:19 Stunden.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
17h 15min
Surfen über WLAN
11h 19min
Last (volle Helligkeit)
4h 15min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Gegen die Konkurrenz von Amazon und Google tut sich das Testgerät schwer.
Gegen die Konkurrenz von Amazon und Google tut sich das Testgerät schwer.

Das Lenovo S5000-F ist eines der aktuellen Mittelklasse-Modelle des Großkonzerns. Mit einer UVP von 199 Euro und einem ähnlichen Straßenpreis reiht es sich in die Riege des Amazon Kindle Fire HDX 7 und des Nexus 7 2013 ein. Zwar kostet das 7-Zoll-Gerät von Google derzeit 229 Euro und das Amazon-Tablet 214 Euro, jedoch sind diese beiden Geräte schärfer aufgelöst und besitzen eine erheblich schnellere Hardware. Das S5000-F kann hingegen mit einer guten Akkulaufzeit und einem hellen, kontrastreichen Display überzeugen. Wie auch bei den anderen Geräten, kann der Speicher nicht erweitert werden und der Akku ist fest verbaut.

Generell reicht die Performance des Tablets vollkommen aus, aber die Kaufentscheidung sollte nicht übers Knie gebrochen werden. Das Amazon-Pendant oder das Google-Tablet besitzen die zukunftssichere Hardware und sind nur geringfügig teurer. Sicherlich keine leichte Entscheidung, dennoch tendieren wir zum Google Nexus 7 2013 oder dem Kindle Fire HDX 7.

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Das Lenovo S5000-F. Testgerät zur Verfügung gestellt von:
Das Lenovo S5000-F. Testgerät zur Verfügung gestellt von:

Datenblatt

Lenovo S5000-F (IdeaTab Serie)
Prozessor
Mediatek MT8125 1.2 GHz, Quad-Core-SoC
Grafikkarte
Hauptspeicher
1024 MB 
Bildschirm
7 Zoll 16:10, 1280 x 800 Pixel, kapazitiv, Multitouch, IPS, spiegelnd: ja
Massenspeicher
16 GB eMMC Flash, 16 GB 
, 12.5 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3,5-mm-Klinkenanschluss, Sensoren: GPS-Sensor, Lagesensor, Helligkeitssensor
Netzwerk
802.11 b/g/n (b/g/n), Bluetooth 3.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 7.9 x 116 x 191
Akku
Lithium-Polymer, 3450 mAh, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 8 h
Betriebssystem
Android 4.2
Kamera
Webcam: Hauptkamera: 5 MP, Frontkamera: 1,6 MP
Sonstiges
Lautsprecher: Mono-Lautsprecher, Tastatur: Virtuell, Micro-USB-Kabel, Netzteil, Garantiekarte, Quick Start Guide, 12 Monate Garantie
Gewicht
246 g, Netzteil: 53 g
Preis
199 Euro

 

Das S5000-F von Lenovo...
Das S5000-F von Lenovo...
...ist ein 7-Zoll-Gerät aus dem Mittelklasse-Segment.
...ist ein 7-Zoll-Gerät aus dem Mittelklasse-Segment.
Das Gehäuse ist kompakt und leicht...
Das Gehäuse ist kompakt und leicht,...
...aber darunter leidet die Verarbeitungsqualität.
...aber darunter leidet die Verarbeitungsqualität.
Die Anschlüsse und Tasten sind wie üblich angeordnet...
Die Anschlüsse und Tasten sind wie üblich angeordnet...
...und sonst erwartet und optisch nur wenig Neues.
...und sonst erwartet und optisch nur wenig Neues.
Die Rückseite ist aus Kunststoff und fühlt sich...
Die Rückseite ist aus Kunststoff und fühlt sich...
...etwas instabil an.
...etwas instabil an.
Von Seiten der Software sollte man keine...
Von Seiten der Software sollte man keine...
...Wunder erwarten. Alles sieht rudimentär aus und...
...Wunder erwarten. Alles sieht rudimentär aus und...
...erinnert an das Betriebssystem der Google-Geräte.
...erinnert an das Betriebssystem der Google-Geräte.
Als besonders störend empfinden wir das Fehlen des App-Drawers.
Als besonders störend empfinden wir das Fehlen des App-Drawers.
Von dem 16-GB-Speicher bleiben 12,86 GB zur freien Verwendung.
Von dem 16-GB-Speicher bleiben 12,86 GB zur freien Verwendung.
Mit Android 4.2.2 ist das Betriebssystem schon etwas älter.
Mit Android 4.2.2 ist das Betriebssystem schon etwas älter.
Lenovo packt einen "Energie-Manager" hinzu. Damit können verschiedene Module deaktiviert werden.
Lenovo packt einen "Energie-Manager" hinzu. Damit können verschiedene Module deaktiviert werden.
Der Benchmark "Geekbench 3" zeigt die inneren Werte des S5000-F.
Der Benchmark "Geekbench 3" zeigt die inneren Werte des S5000-F.
Das S5000-F ist eine interessante Alternative, jedoch sollte man...
Das S5000-F ist eine interessante Alternative, jedoch sollte man...
...sich die Konkurrenzmodelle sehr genau anschauen.
...sich die Konkurrenzmodelle sehr genau anschauen.
Ob nach einem Modellvergleich die Entscheidung für das S5000 fällt, muss am Ende jeder selbst entscheiden.
Ob nach einem Modellvergleich die Entscheidung für das S5000 fällt, muss am Ende jeder selbst entscheiden.

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SGX544, Mediatek MT8121, 8", 0.36 kg
Test Lenovo A10 Tablet
SGX544, Mediatek MT8121, 10.1", 0.5445 kg
Test Gigaset QV830 Tablet
SGX544, Mediatek MT8125, 8", 0.34 kg
Test Lenovo Yoga Tablet 8
SGX544, Mediatek MT8389, 8", 0.401 kg
Test Lenovo IdeaTab Yoga Tablet 10
SGX544, Mediatek MT8125, 10.1", 0.61 kg

Geräte mit der selben Bildschirmgröße und/oder ähnlichem Gewicht

Test Lenovo Tab M10 Tablet
Adreno 506, Snapdragon 450, 10.1", 0.48 kg

Test Bibliothek

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Links

Preisvergleich

Pro

+Displayhelligkeit
+Akkulaufzeit
+Relativ performante Hardware
+Preis
+Temperaturentwicklung
 

Contra

-Speicher nicht erweiterbar
-UHD-Videos werden nicht unterstützt
-Akku nicht wechselbar
-Schwache Kameraleistung bei geringer Helligkeit

Shortcut

Was uns gefällt

Der Preis des Tablets ist angemessen, denn das Mittelklasse-Modell verfügt über eine sehr gute Performance. Alle Anwendungen werden problemlos gemeistert.

Was wir vermissen

Die Verarbeitung offenbart leichte Schwächen. Eine bessere Kamera, sowie ein SD-Karten-Slot würden dem Gerät gut stehen.

Was uns verblüfft

Das Display ist sehr hell und hat zudem einen tollen Kontrast. Das Panel des S5000-F pusht das Gesamtergebnis des Tablets deutlich.

Die Konkurrenz

Amazon Kindle Fire HDX 7

Google Nexus 7 2013

Apple iPad Mini Retina

Lenovo IdeaTab A3000-H

Bewertung

Lenovo S5000-F - 10.12.2013 v3(old)
Daniel Schuster

Gehäuse
80%
Tastatur
60%
Pointing Device
85%
Konnektivität
31%
Gewicht
100%
Akkulaufzeit
98%
Display
82%
Leistung Spiele
41%
Leistung Anwendungen
59%
Temperatur
92%
Lautstärke
100%
Auf- / Abwertung
78%
Durchschnitt
76%
86%
Tablet - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Daniel Schuster (Update: 15.05.2018)
Silvio Werner
Silvio Werner - Editor
Als stolzer Digital Native mag ich Zahlen und liebe Technik. Ein Chemiestudium endete zwar nicht erfolgreich, entfesselte dafür aber das Interesse an Testmethodiken und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, deren anwendernahe Vermittlung für mich im Fokus steht. Als Ausgleich dienen mir Laufen und Trekken.