Aufgrund des Booms der Rechenzentren und der damit verbundenen Versorgungskrise bei Komponenten wie Speicherchips, SSDs und neuerdings auch Prozessoren steigen die Preise im gesamten Technologiesektor. Die höheren Preise stellen für die PC-Hersteller eine große Herausforderung dar. Wer will schon einen Laptop kaufen, der viel teurer ist als noch vor einem Jahr?
Eine Strategie, um den das Problem abzumildern: Die Hersteller können den Preis senken, indem sie billigere Komponenten wählen - weniger leistungsstarke CPUs, kleinere SSDs und weniger RAM - aber auch schlechtere Bildschirme.
Ein Gerät, bei dem diese Strategie eindeutig verfolgt wird, ist das Lenovo ThinkPad T14 Gen 7, das wir kürzlich getestet haben. Wir haben die in Deutschland erhältliche Einstiegskonfiguration dieses Modells getestet, die bei etwa 1.600 € beginnt. Das sind rund 450 € mehr als beim Basis-Modell der letzten Generation, dem ThinkPad T14 Gen 6 Intel.
Der Bildschirm in unserem Gerät ist ein 14-Zoll-Panel mit WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200) und 400 cd/m² Helligkeit. Was ihn als billigen Bildschirm ausweist, ist der Farbraum: Er deckt nur etwa 60 Prozent des sRGB-Farbraums ab, was bedeutet, dass die Farben weniger lebendig und ungenauer sind.
Um das klarzustellen: Lenovo hat den gleichen Bildschirm auch in der letzten Generation angeboten. Aber er wurde viel seltener bei Konfigurationen für Endkunden verbaut. Fast alle Konfigurationen des T14 Gen 6, die man in Deutschland kaufen kann, enthalten ein höherwertiges 500 cd/m²-Panel mit 100 % sRGB. Fast alle Konfigurationen des T14 G7 unter 2000 € haben den billigerem Bildschirm als Standard.
Eine frustrierende Situation für Kunden - es gibt im Grunde keine großartige Lösung ohne Kompromisse, außer vielleicht den Kauf eines älteren Lenovo ThinkPad T14 Gen 6, solange es noch verfügbar ist.




