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Kostenlos, schicke Grafik und Luftkämpfe: MMO startet mit 400.000 gleichzeitigen Spielern, hat aber ein Problem

AION 2 feierte seinen Full-Release auf Steam am 5. Oktober.
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AION 2 feierte seinen Full-Release auf Steam am 5. Oktober.
AION 2 legt mit fast 400.000 gleichzeitigen Steam-Spielern einen starken Start hin. Die Bewertungen zeichnen allerdings ein anderes Bild.

Während viele MMORPGs ihre Spieler vor allem über immer größere Welten am Boden beschäftigen, will AION 2 auch den Himmel zum regulären Spielraum machen. Es handelt sich um „das einzige MMORPG, das den Himmel selbst zum Schlachtfeld macht“, schreiben die Entwickler von NC auf Steam. Das Fliegen und Kämpfen in der Luft war zwar schon fester Bestandteil des ersten AION, im Nachfolger ist die gesamte Spielwelt aber deutlich konsequenter darauf ausgelegt: Regionen und Schlachtfelder wurden um die vertikale Dimension herum entworfen. Als geflügelte Daeva können Spieler sich frei in alle Richtungen bewegen, Höhe gezielt als taktischen Vorteil nutzen und Luftkämpfe damit wesentlich stärker in den normalen Spielablauf einbeziehen – ganz ohne Flug-Mount.

Am Boden bewegt sich AION 2 dagegen auf deutlich vertrauterem MMO-Terrain. Schauplatz ist erneut Atreia – eine Fantasy-Welt, in der ganz im Sinne von World of Warcraft zwei verfeindete Fraktionen aufeinandertreffen: die Elyos und Asmodier. Abgesehen vom Fokus auf Fliegen setzt AION 2 auf ein klassisches MMO-Rezept: Quests abarbeiten, den eigenen Charakter aufleveln, bessere Ausrüstung sammeln und sich in Gruppen zusammenfinden, um sich durch Dungeons und Raids zu kämpfen. Crafting, Weltbosse, PvP und zahlreiche Nebenaktivitäten sind ebenfalls an Bord. 

Bei den Kämpfen geht es spürbar flotter zur Sache als im Vorgänger: Fähigkeiten lassen sich schnell aneinanderreihen, Bewegungen wirken direkter und insgesamt soll sich AION 2 deutlich actionreicher spielen. Das typische MMO-Gerüst mit Klassen, Skill-Rotationen und Gruppenrollen bleibt trotzdem erhalten. Auffällig umfangreich fällt dabei der Charaktereditor aus, mit dem sich Gesicht, Körperbau und zahlreiche weitere Details sehr fein anpassen lassen. Erwähnenswert ist auch die grafische Präsentation. AION 2 basiert auf der Unreal Engine 5 und kann sich optisch wirklich sehen lassen. Gerade in den offenen Gebieten und aus der Luft erinnert das Spiel stellenweise eher an ein aktuelles Singleplayer-RPG als an ein klassisches MMORPG. Das spiegelt sich allerdings auch in den Systemanforderungen wieder. Empfohlen werden 16 GB RAM, Ryzen 7 3700X und NVIDIA RTX 2070. 

Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus AION 2.
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Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus AION 2.
Im Bild: Der Charaktereditor aus AION 2.
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Im Bild: Der Charaktereditor aus AION 2.

AION 2 launcht mit über 400.000 Spielern – und einem großen Problem

Mit Luftkämpfen und moderner Grafik scheint AION 2 viele Spieler neugierig gemacht zu haben. Nach dem Ende des Advanced Access und dem Wechsel ins Free-to-Play-Modell schoss das MMO auf Steam auf einen Peak von 397.905 gleichzeitig aktiven Spielern (laut SteamDB). Da AION 2 auch über NCs eigenen Launcher Purple gespielt werden kann, dürften die tatsächlichen Zahlen sogar noch etwas höher ausfallen. Die über 14.000 bereits vergebenen Bewertungen sind allerdings nur zu 65 Prozent positiv.

Das Spiel an sich kommt in den Rezensionen grundsätzlich gut weg – mit viel Lob für die schicke die Grafik, die detaillierte Spielwelt und den umfangreichen Charaktereditor. Auch das Kampfsystem kommt bei vielen gut an, ebenso das Fliegen, die Erkundung sowie die Vielfalt an Beschäftigungsmöglichkeiten. Es gibt zwar auch ein paar Kritikpunkte – darunter ein repetitives Endgame, Performance-Probleme und einige Mobile-typische Mechaniken wie Auto-Pathing oder zahlreiche Währungen –, diese gehen zwischen dem größten Sorgenkind der Spieler aber vollkommen unter: der Monetarisierung.

Zwar ist AION 2 grundsätzlich kostenlos spielbar, NC verkauft aber eine kostenpflichtige Mitgliedschaft sowie zwei Battle Passes und verschiedene kosmetische Inhalte. Besonders umstritten ist, dass die Mitgliedschaft nicht nur Komfort bietet: Ohne sie sind zentrale Funktionen wie der Marktplatz beziehungsweise das Auktionshaus nur eingeschränkt nutzbar. Hinzu kommt die Möglichkeit, Echtgeld indirekt in Ingame-Währung und damit auch in Ausrüstung beziehungsweise schnelleren Fortschritt umzuwandeln.

In den Steam-Bewertungen erklären zwar einige Spieler, dass sich das MMO durchaus kostenlos spielen lässt – allerdings nur, wenn man nicht ganz vorne mitspielen will. Der Vorwurf der Community: AION 2 ist ein Pay-to-Win-Spiel. Die nur 65 Prozent positiven Steam-Bewertungen scheinen damit weniger am eigentlichen Spiel als vor allem an dessen Bezahlmodell zu hängen. Wie es für AION 2 weitergeht und ob die Entwickler bei der Monetarisierung noch einmal nachjustieren, bleibt abzuwarten.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Kostenlos, schicke Grafik und Luftkämpfe: MMO startet mit 400.000 gleichzeitigen Spielern, hat aber ein Problem
Autor: Marius Müller,  7.10.2026 (Update:  7.10.2026)