Kostenloser Survival-Shooter erreicht 30 Millionen Spieler – doch es gibt ein Problem

Once Human ist am 9. Juli erschienen. Etwas mehr als einen Monat später verzeichnet das kostenlose Survival-Spiel bereits mehr als 30 Millionen Spieler. Das bestätigte Derek Qiu, Head of Operations bei Once Human, auf der Gamescom gegenüber Insider Gaming. Natürlich sind damit keine aktiven Spieler, sondern eine kumulierte Nutzerzahl gemeint.
Wie viele Spieler tatsächlich gleichzeitig unterwegs sind, zeigt ein Blick auf SteamDB: Zum Release erreichte Once Human einen Peak von rund 230.000 Steam-Spielern. Zuletzt waren innerhalb von 24 Stunden immerhin noch rund 21.000 Nutzer gleichzeitig aktiv. Da das Spiel auch über einen eigenen Launcher angeboten wird, bildet Steam allerdings nur einen Teil der PC-Community ab. Auch wenn ein Teil davon vermutlich nur kurz einen Blick ins Spiel geworfen hat, sind 30 Millionen Spieler eine bemerkenswerte Zahl – und ein echter Meilenstein für Starry Studio. Was Spielern an Once Human gefällt, was zum Problem werden könnte und was die Entwickler für die Zukunft geplant haben, sehen wir uns im Folgenden an.
Starker Genre-Mix, aber Schwächen im Endgame
Der Erfolg dürfte vor allem an der ungewöhnlichen Mischung liegen. Spieler landen in einer postapokalyptischen Open World, sammeln Ressourcen, craften Waffen, bauen eine eigene Basis und nehmen es mit grotesken Monstern sowie riesigen Bossen auf. Gespielt wird aus der Third-Person-Perspektive. Bis hierher ist Once Human ein klassischer Survival-Shooter. Der besondere Kniff sind die sogenannten Deviations. Diese schrägen Kreaturen lassen sich einfangen und anschließend im Kampf oder in der eigenen Basis einsetzen. Einige sammeln Ressourcen, andere kümmern sich um Pflanzen oder helfen beim Crafting – Palworld lässt grüßen.


Mit Blick auf die über 180.000 Steam-Bewertungen, die nur zu 78 Prozent positiv sind, ist Once Human aber keineswegs frei von Kritik. Nach Erreichen des Maximallevels läuft das Gameplay laut vielen Spielern hauptsächlich darauf hinaus, dieselben Ressourcen, Dungeons und Bosse immer wieder abzugrasen. Viele Spieler finden das zu repetetiv. Das umstrittene Szenario- und Wipe-System sorgt ebenfalls für Frust, weil Teile des Fortschritts zurückgesetzt werden und sich Spieler regelmäßig neu orientieren müssen. Obendrein bemängeln Langzeitspieler, dass kostenpflichtige Skins deutlich häufiger erscheinen als neue Gameplay-Inhalte.
So geht es weiter
Seit dem 25. August ist Once Human auch für PlayStation 5 (derzeit 615 Euro bei Amazon) und Xbox Series X|S verfügbar. Die Konsolenversionen unterstützen Crossplay und Cross-Progression mit PC und Mobilgeräten, was zunächst etwas frischen Wind ins Spiel bringen dürfte – und auch für inhaltlichen Nachschub soll gesorgt sein. Im Oktober folgt mit Isles of Abyss die bislang größte Erweiterung. Sie macht den Ozean zum neuen Spielgebiet und bringt einen eigenen Gameplay-Loop mit. Spieler bauen individualisierbare Flöße, erkunden Inseln, sammeln Beute und kämpfen gegen mechanische Meeresbestien. Ob die neuen Inhalte das kritisierte Endgame langfristig abwechslungsreicher machen, bleibt abzuwarten.












