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Newzoo rudert nach viraler Kritik am Epic Games Store zurück – Analyst sah „keine Chance auf Erholung“, Epic kontert mit Zahlen

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Newzoo hat sich von der Aussage eines leitenden Analysten distanziert, wonach sich der Epic Games Store nicht mehr erholen könne. Das Unternehmen erklärte, die Äußerungen seien nicht durch eigene Daten gestützt. Epic konterte unterdessen mit Zahlen aus dem Jahr 2025, die eine Rekordspielzeit bei Drittanbieter-Titeln und einen Anstieg der Spielerausgaben um 57 Prozent zeigen – und damit die Einschätzung des Analysten zur Zukunftsfähigkeit der Plattform infrage stellen.

Ein Analyst von Newzoo hatte kürzlich erklärt, die aktuelle Strategie des Epic Games Store sei nicht nachhaltig und er sehe keinen Weg, wie sich die Plattform noch erholen könne. Newzoo sah sich anschließend jedoch zum Zurückzurudern gezwungen, nachdem Epic Games eigene Zahlen vorlegte, die der Analyse widersprechen. Gleichzeitig distanzierte sich Newzoo von den Aussagen des eigenen leitenden Analysten.

Zur Einordnung: Emmanuel Rosier, Director of Market Intelligence bei Newzoo, erklärte in einem Interview, er sehe nicht, wie sich der Epic Games Store erholen oder mit Steam konkurrieren könne. Zudem argumentierte er, dass die wöchentlich kostenlos angebotenen Spiele wesentlich häufiger eingesammelt als tatsächlich gespielt würden. Dabei handelte es sich allerdings um Rosiers persönliche Einschätzung des Stores. Diese sorgte später für Gegenwind von Epic Games und für eine Klarstellung von Newzoo, die man durchaus als Schadensbegrenzung bezeichnen könnte.

Ärger im Analysten-Paradies?

Nur einen Tag später veröffentlichte Newzoo einen Hinweis, wonach Rosiers Aussagen weder durch Daten noch durch Analysen des Unternehmens gestützt worden seien. Damit relativierte Newzoo ausgerechnet jene Aussagen, die dem Interview zuvor zu großer Aufmerksamkeit verholfen hatten.

Gegenüber PC Gamer erklärte Emmanuel Rosier von Newzoo:

„Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie sie das noch drehen sollen, weil Steam mittlerweile so unumgänglich geworden ist. Der Epic Games Store gewinnt Spieler, indem er kostenlose Spiele anbietet, aber die Leute loggen sich einfach ein, holen sich die Gratis-Spiele und spielen sie nicht einmal. Es ist fast mehr ein Sammeln von Spielen als tatsächliches Spielen.“

Rosier fuhr fort:

„Die Herausforderung für Epic besteht meiner Meinung nach darin, dass sie in den vergangenen Jahren versucht haben, überall zu gewinnen. Sie wollen gegen Steam gewinnen, gegen Apple, gegen Google Play, und wahrscheinlich geht ihnen inzwischen die Luft aus, weil sie nicht all diese Kämpfe gleichzeitig führen können.“

Rosier zufolge sei Epic als Entwickler besser aufgestellt als als Betreiber eines Stores. Das Unternehmen solle seinen Fokus stärker auf Fortnite legen: „Man sieht, dass sie derzeit sehr viel Arbeit in Fortnite stecken. Sie tun alles, was sie können, und ich denke, es funktioniert besser, wenn man sich den Zustand von Fortnite heute im Vergleich zu vor sechs Monaten oder einem Jahr ansieht.“

Bei Fortnite zeigte sich Rosier deutlich optimistischer. Über den Epic Games Store sagte er dagegen: „Wenn man sich den Epic Games Store ansieht, sehe ich nicht, wie sie sich zu diesem Zeitpunkt noch erholen können.“

Epics Antwort: Zahlen, Zahlen, Zahlen

Nach dem Interview widersprach Martin Keely, President und General Manager des Epic Games Store, Rosiers Aussagen und verwies auf Epics eigene Zahlen. Er erklärte:

„Die Daten erzählen eine ganz andere Geschichte. Im Jahr 2025 verbrachten Spieler rekordverdächtige 2,78 Milliarden Stunden mit Drittanbieter-Spielen im Epic Games Store, und die Ausgaben für Drittanbieter-PC-Spiele stiegen um 57 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 400 Millionen US-Dollar.“

Auch Newzoo distanzierte sich von Rosiers Aussagen und erklärte:

„Die in einem aktuellen Interview mit PC Gamer veröffentlichten Aussagen zum Epic Games Store wurden weder durch Daten noch durch Analysen von Newzoo gestützt und berücksichtigten relevante öffentlich verfügbare Informationen nicht. Diese Aussagen sollten daher nicht als Markteinschätzung von Newzoo verstanden werden.“

Epic Games will noch in diesem Jahr einen neuen Launcher veröffentlichen, um PC-Spieler stärker anzusprechen, die bislang am Steam-Ökosystem festhalten. Frühere Gratisaktionen mit Spielen wie Grand Theft Auto V haben den Epic Games Store zweifellos bekannter gemacht. Gleichzeitig sucht Epic weiterhin nach neuen Wegen, zusätzliche Nutzer zu erreichen – darunter Berichten zufolge auch ein künftiger Start unter Linux.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > Newzoo rudert nach viraler Kritik am Epic Games Store zurück – Analyst sah „keine Chance auf Erholung“, Epic kontert mit Zahlen
Autor: Rahim Amir Noorali, 27.08.2026 (Update: 27.08.2026)