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Meine erste Gamescom: Über Cosplayer, Partystimmung, DnD, Schweinsteiger - und Elfen im Supermarkt

Professionelle Cosplayer und ich
ⓘ Christian Hintze
Professionelle Cosplayer und ich
Ich war dieses Jahr zwar nicht zum ersten Mal in Köln, allerdings zum ersten Mal bei der Gamescom. Junge Leute, Kostüme, Atmosphäre, Musik und Games wohin das Auge schaut, aber auch lange Warteschlangen, viel Werbung und Gedränge. So habe ich die große Spielemesse erlebt.
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Begeisterter Chris

Schau dir bloß diese Kulissen an: Ein riesiger Oger scheint keulenschwingend aus einer Wand herauszubrechen, die überlebensgroße Lara Croft rutscht an einem Seil hängend dem aufgerissenen Maul einer hungrigen Dino-Echse entgegen. Dazu die ganzen Cosplayer mit ihren tollen Kostümen, lauter junge Leute, Partystimmung, bunte Farben und jede Menge Spiele zum Antesten – Wahnsinn!

Nölender Chris

Ach, die Messe ist wahnsinnig voll und laut, bald schlimmer als auf einem Weihnachtsmarkt. Um ein Blockbuster-Spiel selbst anzutesten, muss man 30, 45 oder gar 60 Minuten lang anstehen, selbst für gratis Schokoriegel begeben sich die Leute freiwillig 20 Minuten irgendwo in die Reihe. Sonst sieht man überall nur Trailer und Poster – eine einzige Werbeveranstaltung!

Lange Schlangen
ⓘ Christian Hintze
Lange Schlangen

Erstes Mal Gamescom - möglichst privat und mit Freunden erleben

Ganz bewusst wollte ich meine erste Gamescom eher privat als beruflich erleben, mit staunendem Besucher-Blick statt auf potentielle B2B-Kontakte fokussierte Augen durch die Messehallen schlendern. Das hat anfangs weniger gut, ab dem zweiten Tag aber besser geklappt. Und dann hat mir die Messe auch mehr und mehr Spaß gemacht.

Man muss sich aber schon Zeit nehmen. Wer das neue Witcher anspielen will, brauchte bestimmt 45 - 60 Minuten Geduld, für die neue Klasse in Path of Exile II habe ich „nur“ 20 Minuten angestanden. Besucher mit Appetit auf ein kostenloses Subways-Baguette hatten während des langen Wartens hoffentlich was zu Knabbern dabei. Und warum man sich 15 Minuten anstellt, um ein Glücksrad entscheiden zu lassen, ob man nun einen weißen oder braunen Duplo-Schokoriegel erhält, verstehe ich noch immer nicht. 

Aber vor allem abseits der ganz großen Blockbuster gibt es jede Menge zu entdecken: Im Außenbereich kann man die ganzen Fan-Cosplayer in Ruhe beim Mittagessen bewundern, im unteren Geschoss stellen sich auch kleinere Ausbildungsakademien, Universitäten und andere Akteure mit cleveren Ideen vor, daneben kann man sich über IT- und Gaming-Jobs informieren. Dazu coole Kulissen aus bekannten Games, riesige Videoleinwände, 3D-Druck-Bastelaktionen und mehr.

Und dass man im Lidl neben der Gamescom plötzlich lauter Elfen, Zauberer und Monster herumschlendern sieht, hat man auch nicht alle Tage.

Meine Highlights neben den vielen Spielen?

Das war vor allem das DnD-Probespiel der Internationalen Universität. Der großartig aufspielende IU-Meister hat uns als fieser Goblin-Häuptling in einen gefährlichen Dungeon geworfen, um ihm Gold zu besorgen.

Meine 45-minütige Proberunde DnD
ⓘ Christian Hintze
Meine 45-minütige Proberunde DnD
Gedruckte Dungeon-Teile statt nur Pen and Paper
ⓘ Christian Hintze
Gedruckte Dungeon-Teile statt nur Pen and Paper

Das waren die vielen coolen Kulissen und Kostüme, die zahlreichen Cosplayer, sowohl extra für die Messe angeheuerte als auch die vielen privaten Kostümträger sahen teils wahnsinnig überzeugend und cool aus.

Achja, und Überraschungsgast und Ex-Fußballer Bastian Schweinsteiger hat sich das neue Fifa...pardon FC zeigen lassen, auf Schritt und Tritt verfolgt von einer Entourage aus professionellem Filmteam und die Smartphones in die Höhe reckenden Fans.

Geralt war auch dabei - wahrscheinlich mehrfach
ⓘ Christian Hintze
Geralt war auch dabei - wahrscheinlich mehrfach
Hier hat sich jemand als Bastian Schweinsteiger verkleidet
ⓘ Christian Hintze
Hier hat sich jemand als Bastian Schweinsteiger verkleidet

Da waren die Tische oder größeren Arenen, die das Rocket-League-Prinzip ins echte Leben übertragen, mit RC-Autos und Softball.

Rocket League kann man auch mit
ⓘ Christian Hintze
Rocket League kann man auch mit "echten" (RC) Autos spielen

Und da war das Gamescom-Camp, ins Hotel kann schließlich jeder gehen. Aber meinen Eindruck vom Camp mit Festival-Atmosphäre schildere ich demnächst womöglich in einem weiteren Artikel.

Abendveranstaltung mit Mario-Kart-Turnier und DJ-Party im Gamescom Camp
ⓘ Christian Hintze
Abendveranstaltung mit Mario-Kart-Turnier und DJ-Party im Gamescom Camp

Mein Fazit

Als Gamesfan muss man die Gamescom einfach mal erlebt haben, dann am besten privat, bevorzugt mit Freunden, sehr viel Zeit und vielleicht sogar in Verbindung mit dem Camp, dann saugt man gleich doppelt so viel Gaming- und Festival-Feeling ein. Highlight sind nicht einmal unbedingt die Spiele selbst, sondern die Atmosphäre dabei und der Kontakt zu den vielen Leute mit der gleichen (oder mehr) Passion fürs Spielen.

Wer hingegen mit Messen allgemein und Spielen speziell nicht so viel anfangen kann, wird auch auf der lauten, schrillen und sehr vollen Gamescom wenig Spaß haben.

Ob ich wiederkomme? Womöglich nicht, vielleicht doch, wer weiß. Aber ich habe in wenigen Tagen viel erlebt und bin froh es bis hierhin zumindest einmal gesehen zu haben.

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Autor: Christian Hintze, 31.08.2026 (Update: 31.08.2026)