Microsoft Copilot: Deep Research endet, Nachfolger im Abo

Microsoft schiebt seine beiden Copilot-Apps zusammen. Die Consumer-App Microsoft Copilot und die Microsoft-365-Copilot-App werden eine einzige Anwendung. Ab heute, dem 18. August 2026, beginnen die Kontoumstellungen. Chats, Bilder und selbst erzeugte Inhalte wandern mit, Dateien aus der bisherigen Standalone-App landen in OneDrive. Arbeits- und Privatkonten bleiben getrennt. Zum selben Umbau gehört, dass der Avatar Mico aus Copilot Voice verschwindet.
Drei Funktionen überleben den Umzug nicht.
Deep Research ist raus, Researcher steckt im teuersten Abo
Deep Research war die Funktion, die aus einer Frage einen längeren belegten Bericht gemacht hat. Für Privatkunden ist sie ab heute nicht mehr aufrufbar. Microsoft verweist auf Researcher als Nachfolger, und der gehört zu Microsoft 365 Premium.
Das ist der Punkt, an dem es Geld kostet. Microsoft 365 Premium steht in Deutschland bei 22 Euro im Monat oder 219 Euro im Jahr. Microsoft 365 Single kostet 10 Euro monatlich, Family 13 Euro. In diesen beiden Tarifen ist Researcher nicht enthalten. Wer bisher als Single- oder Family-Kunde Deep Research genutzt hat, verliert die Funktion und bekommt sie nur über den Sprung auf Premium zurück.
Die alten Berichte bleiben erhalten. Microsoft schreibt ausdrücklich, dass gespeicherte Rechercheinhalte nicht gelöscht werden. Single- und Family-Kunden kommen über den Chatverlauf an ihre früheren Deep-Research-Berichte, und jeder Bericht lässt sich in Word öffnen und dort speichern. Neue Berichte gehen eben nicht mehr.
Podcasts weg, Gruppenchats werden zu Einzelchats
Die Podcast-Funktion, die aus Rechercheergebnissen ein Audiogespräch gebaut hat, verschwindet komplett. Nach dem 18. August lassen sich weder neue Podcasts erzeugen noch bestehende in Copilot abrufen. Wer etwas behalten will, lädt es vorher über das Menü in der Podcast-Bibliothek herunter.
Bei den Gruppenchats ist der Verlust subtiler und deshalb leichter zu übersehen. Die Unterhaltungen verschwinden nicht, sie werden in Einzelchats umgewandelt. Der eigene Verlauf bleibt lesbar. Weiterschreiben als Gruppe geht nicht mehr, und alles, was andere Teilnehmer beigesteuert haben, ist danach nicht mehr abrufbar. Das betrifft auch geteilte Bilder. Microsoft empfiehlt, Medien anderer Teilnehmer vor der Umstellung des eigenen Kontos herunterzuladen.
Was in vielen Meldungen falsch steht
Seit der Ankündigung kursiert, Microsoft lösche die Deep-Research-Berichte und die Podcasts ließen sich nicht sichern. Beides steht so nicht in Microsofts eigener Dokumentation. Die Berichte bleiben, der Word-Export ist vorgesehen, und für Podcasts gibt es eine Download-Option. Verloren geht die Möglichkeit, Neues zu erzeugen, und bei Gruppenchats der Anteil der anderen.
Drei Dinge lohnen sich also heute noch: Podcasts herunterladen, in Gruppenchats die Bilder der anderen sichern und wichtige Deep-Research-Berichte als Word-Datei ablegen. Danach bleibt nur die Entscheidung zwischen 22 Euro im Monat und einem anderen Werkzeug. Passend dazu hat Microsoft zuletzt selbst erklärt, warum man sich nicht blind auf Copilot verlassen sollte.





