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Microsoft: Windows 10 statt Windows 9 angekündigt

Microsoft: Windows 10 statt Windows 9 angekündigt
Microsoft: Windows 10 statt Windows 9 angekündigt
Microsoft hat gestern in San Francisco nicht wie erwartet Windows 9 angekündigt. Der Softwareriese überspringt Windows 9 und nennt das Windows für alle Geräte Windows 10. Die wichtigsten Fakten und Neuerungen im Überblick.

Eine Produktfamilie. Eine Plattform. Ein Store. Das ist Windows 10. Auf den Punkt gebracht. Microsoft hat gestern vielleicht seine wichtigste Windows-Version in der langen Unternehmensgeschichte des US-Konzerns angekündigt. Es wächst zusammen, was zusammen gehört. Allerdings hat Microsoft nicht wie erwartet den Namen Windows 9 gewählt, sondern sich gleich zweistellig für Windows 10 entschieden. Gutes Karma.

Prima: Mit Windows 10 wird Microsoft endlich mit einer großen einheitlichen Plattform gegen Android antreten. Windows 10 passt sich zukünftig an jedes Gerät an, das der Nutzer verwendet. Egal ob Xbox, PC, Smartphone oder Tablet. Windows 10 wird eine einheitliche Nutzererfahrung auf allen Windows Devices bieten. Und: Windows 10 wird auf einer noch nie dagewesenen Bandbreite von Geräten laufen, inklusive dem "Internet der Dinge" (IoT).

Einzelne Features von Windows 10 waren wegen zahlreicher Leaks hingegen bereits bekannt. So kommt Windows 10 mit einer erhöhten Sicherheit und erweiterten Funktionen für die IT-Verwaltung. Zudem stellt Microsoft das neue Windows Insider Program (WIP) vor. Das WIP ermöglicht Testern eine offene Zusammenarbeit mit Microsoft im Rahmen der Entwicklung der nächsten Windows Generation, um diese optimal an Nutzeranforderungen anzupassen. Teilnehmer erhalten die Technical Preview von Windows 10 sowie ständige Updates zum Entwicklungszyklus.

Die Technical Preview von Windows 10 ist heute, den 1. Oktober 2014, gegen 18 Uhr verfügbar und richtet sich dabei primär an Unternehmenskunden. Tester teilen ihr kontinuierliches Feedback über die Windows Feedback App direkt mit Microsoft.

Hier die wichtigsten Neuerungen von Windows 10 im Überblick:

  • Ein Windows für alle Geräte: Die nächste Windows Generation bietet ein einheitliches, kompatibles und vertrautes Nutzererlebnis auf allen Devices der Produktfamilie: PC, über Tablets und Smartphones, bis hin zur Xbox.
  • Developer: Entwickler erstellen für Windows 10 zukünftig nur noch 1 Anwendung für die Nutzung auf allen Windows Geräten. Die App läuft universell auf mehreren Devices. Unabhängig der Art der App.
  • Erweitertes Startmenü: Microsoft bringt mit Windows 10 das bekannte und beliebte Startmenü zurück. Dann heißt es wieder: direkt auf wichtige Elemente zuzugreifen. Mit einem Klick gelangt der Anwender zu den Funktionen und Dokumenten, die am häufigsten genutzt werden. Zudem wird es im Startmenü einen neuen Bereich geben, in dem Nutzer direkt auf favorisierte Apps, Programme, Kontakte und Webseiten zugreifen können.
  • Apps im Fenstermodus: Apps aus dem Windows Store öffnen sich mit Windows 10 wie Desktop Programme. Sie lassen sich in der Größe flexibel ändern und können wie von Programmfenstern gewohnt hin- und hergeschoben werden. Zudem werden die Apps eine Titelleiste haben zum direkten Schließen, Minimieren und Maximieren.
  • Snap Funktion: Mit der neuen Snap Funktion lassen sich zukünftig bis zu vier Apps gleichzeitig auf dem Bildschirm anordnen.
  • Task-Bar: Ein neuer Button ermöglicht einen schnellen Überblick und einen leichten Wechsel zwischen allen offenen Apps und Dateien.
  • Multiple Desktops: Im neuen Windows kann einfach zwischen spezifischen Desktops – für die Arbeit oder den privaten Einsatz – gewechselt werden. So behält man bei der Nutzung mehrerer Apps zukünftig einen besseren Überblick.
  • Integrierter Identifikationsschutz: Ermöglicht ein einfaches Anmelden am Gerät, bei Apps oder auf Webseiten. Eine zweifache Prüfung basierend auf dem Prinzip einer Smartcard ist bereits in der Plattform integriert.
  • Schutz vor Datenverlusten (DLP): Windows 10 bietet einen erweiterten Schutz innerhalb der Apps und Dateien. Unabhängig von den eingesetzten Devices.
  • Malware-Schutz für Apps: Erlaubt Firmenkunden, die Nutzung von bestimmten Applikationen im Unternehmenseinsatz freizugeben und auf vertrauenswürdige Applikationen zu beschränken.
  • Optimierte Verwaltung: Vereinfachte, zuverlässige Bereitstellung. Direkte Upgrades ohne zeitraubende, neue Ladeprozesse.
  • Flexiblere Updates: Unternehmen können zukünftig für jeden Anwenderbereich die Innovationsgeschwindigkeit selbst wählen.
  • Store Nutzung: Unternehmen individualisieren zukünftig den Store entsprechend ihrer Bedürfnisse. So können für Apps Volumenlizenzen festlegt werden, die Verteilung der Applikationen ist flexibler möglich und Lizenzen können zurückgeholt oder erneut genutzt werden.

Mehr Informationen zur Technical Preview von Windows 10 gibt es ab morgen, dem 1. Oktober 2014, unter http://preview.windows.com.

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Autor: Ronald Tiefenthäler,  1.10.2014 (Update:  1.10.2014)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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