MindOne Pro im Teardown: Klapp-Smartphone mit Saphirglas, drehbarer Kamera und „globalem Internet“

Ein aktuelles Teardown-Video von JerryRigEverything untersuchte das MindOne Pro von Ikko, bei dem es sich um ein ungewöhnliches Smartphone im Klapphandy-Stil handelt, das sich durch ein einzelnes 50-MP-Kameramodul auszeichnet, welches sich um 180 Grad drehen lässt und somit sowohl als Front- als auch als Rückkamera dient. Das Smartphone hat ein kompaktes, quadratisches Gehäuse, das in seiner Größe mit einem Galaxy Z Flip vergleichbar ist. Zum Einsatz kommt ein 4-Zoll-AMOLED-Display mit 1080p-Auflösung und einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hz. Für die Performance sorgt ein MediaTek MT8781 Octa-Core-CPU, ergänzt durch 8 GB LPDDR4X-RAM und 256 GB eMMC 5.1-Speicher.
Das ungewöhnliche Design bringt deutliche Kompromisse mit sich. Die drehbare Kameraeinheit wird von schmalen Drehzapfen statt einer robusteren Scharnierachse gehalten und brach unter Belastung vollständig ab, obwohl sich das übrige Gehäuse nicht verbog. Zudem ist das Gerät nicht vollständig wasserdicht und lediglich nach IP54 zertifiziert. Im Inneren brachte der Teardown einen 2.200-mAh-Akku, ein Graphit-Wärmeleitpad anstelle von Wärmeleitpaste sowie einen unverstärkten und nicht gegen Wasser abgedichteten Lautsprecher und Vibrationsmotor zum Vorschein.
Das Display wird als Saphirglas beworben, wobei die angegebene Härte von „9H“ wissenschaftlich nicht aussagekräftig ist. Der Test bestätigte dennoch, dass tatsächlich Saphirglas zum Einsatz kommt, das erst ab Härtegrad 8 auf der Mohs-Skala Kratzer zeigte. Auch direkter Flammeneinwirkung hielt es ohne sichtbare Schäden stand, was auf die hohe Wärmeleitfähigkeit von Saphir zurückgeführt wird.
Bei dem beworbenen „kostenlosen globalen Internet“ über einen netzunabhängigen KI-Modus handelt es sich lediglich um einen enthaltenen KI-Chatbot-Dienst, der nur langsam reagierte und keine Bilder verarbeiten konnte. Eine separate VSIM-Datenoption ist ebenfalls verfügbar, Tester Zack Nelson konnte dazu jedoch keine Preisinformationen erhalten. Für Telefonate unterstützt das Gerät ansonsten eine herkömmliche SIM-Karte.
Insgesamt hebt sich das MindOne Pro durch seinen tatsächlich unkonventionellen Ansatz beim Smartphone-Design von der Masse ab. Die drehbare Kamera stellt jedoch eine offensichtliche Schwachstelle bei der Haltbarkeit dar, während einige Funktionen weniger nützlich – etwa die Konnektivität – oder weniger praxistauglich ausfallen, als man es sich von einem Smartphone erhoffen würde, darunter der 2.000-mAh-Akku und die IP54-Zertifizierung.








