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Miniatur Wunderland: Gerrits-Tagebuch-Jubiläum bietet Rückblick auf technische Innovationen

Gerrit moderiert das Tagebuch seit über 100. Folgen. (Bildquelle: Gerrits Tagebuch/Youtube)
Gerrit moderiert das Tagebuch seit über 100. Folgen. (Bildquelle: Gerrits Tagebuch/Youtube)
Was das Miniatur Wunderland in Hamburg auszeichnet, sind nicht nur die riesigen Modelllandschaften, sondern auch die vielen eigens entwickelten technischen Innovationen. Die 100. Ausgabe von Gerrits Tagebuch bietet einen spannenden Einblick in die Vergangenheit bis zur Zukunft des Halbach Arrays.

Zur 100. Ausgabe von Gerrits Tagebuch (nach drei Folgen mit der Nummer 99) haben sich die Macher des Miniatur Wunderlands in Hamburg etwas Besonderes einfallen lassen. Gerrit, einer der Gründer des Wunderlands, der dank des Tagebuchs ziemlich oft über die technischen Fortschritte in der Modellbaulandschaft berichten kann, musste eine Reihe von Aufgaben bewältigen, die sein Team für ihn vorbereitet hatte. Die sonst eher automatisch fahrenden Fahrzeuge oder Schiffe mussten manuell bewegt werden.

Aus technischer Perspektive besonders spannend ist aber auch der zweite Teil des 100. Tagebuchs. Denn dort wirft das gesamte Team als Überraschung für Gerrit noch einmal einen Blick zurück auf die vergangenen Jahrzehnte des Miniatur Wunderlands, das im August 2001 eröffnete. Denn das Wunderland ist deutlich mehr als nur eine Modelleisenbahnanlage in H0 und H0e, die natürlich für sich schon beeindruckend ist.

Beeindruckend ist allerdings auch, dass das Team, nicht zuletzt durch zahlreiche anfangs tendenziell unrealistische Ideen, auch eine Forschungsinstitution geworden ist und Dinge im Modellbau möglich macht, die so bis dato jeweils nicht möglich waren.

Eines dieser Projekte war etwa der Flughafen Knuffingen. Hier starten und landen zahlreiche Flugzeuge mit Hilfe vieler konstruktiver Ideen in Verbindung mit einer entsprechenden Softwarelösung. Das Video zeigt einen Blick auf den Anfang und auch, wie frustriert Gerrit bisweilen war – immer wieder kurz vor der Aufgaben. Sechs Jahre und vier Millionen Euro hat das Projekt gekostet, das jederzeit hätte schiefgehen können. Das Risiko hat sich aber gelohnt, denn es ist eines der Highlights der Ausstellung.

Technisch besonders herausfordernd war zudem die Entwicklung des Formel-1-Rennens in Monaco, auf die das Video sehr im Detail eingeht. Dank eines Halbach-Arrays und Gerrits Softwarelösung für die Steuerung der Formel-1-Wagen, fahren die Boliden mittlerweile mit einer Zuverlässigkeit, an die Gerrit anfangs nicht geglaubt hatte.

Die Technik soll zudem weiter genutzt werden. Eine Halbach-Array-Achterbahn ist fest in der Planung und auch den Transrapid tatsächlich schweben zu lassen, ist ein Traum von Gerrit. 

Mitunter gelang dem Team auch kaum vorstellbares. So ist das Miniaturwunderland immer wieder gewachsen. Doch der Platz ging irgendwann aus. Vor ein paar Jahren wurde dann ein Traum der Brüder Frederik und Gerrit Braun realisiert. Eine Brücke innerhalb Hamburgs Speicherstadt, um ein weiteres Gebäude für das Wunderland zu erschließen. Auch auf diese Planung mit sehr langer Vorlaufzeit schaut das 100. Tagebuch. Die Brücke, die H0-Züge und Besucher trägt, gilt als "kleinste Eisenbahnbrücke der Welt" und hat sogar einen Brückenpreis gewonnen, wie die Morgenpost seinerzeit berichtete.

Es gibt also auch weiter Raum, um das Miniatur Wunderland weiterzuentwickeln und zu spielen.

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Autor: Andreas Sebayang, 23.07.2025 (Update: 23.07.2025)