NASA startet Mission zur Vorbeugung von Knochenschwund auf der ISS
Ein 30 Millionen Jahre alter fossiler Oreodant-Knochen. (Bildquelle: Matt Artz via Unsplash)
Die 33. kommerzielle Nachschubmission von NASA und SpaceX ist mit mehr als 5.000 Pfund (2.270 Kilogramm) an Versorgungsgütern gestartet. Unter anderem befinden sich Materialien für die Erforschung von Knochenschwund an Bord. Diese Forschung könnte entscheidend sein, um zukünftige Langzeitmissionen zum Mars und zum Mond erfolgreich zu machen.
Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) sind der Mikrogravitation ausgesetzt. Diese sorgt nicht nur für das Gefühl der Schwerelosigkeit, sondern beeinflusst auch die Knochen. Frühere Studien haben gezeigt, dass Astronauten im All an Knochenmasse verlieren.
Sport und Bewegung können diesen Verlust zwar verringern, doch selbst bei konsequentem Training kommt es weiterhin zu einem Rückgang der Knochendichte um 1 bis 2 %. Besonders kritisch könnte dieser Knochenabbau bei Missionen zum Mond oder Mars werden, da solche Langzeitmissionen keinen Spielraum für eine schnelle Rückkehr zur Erde lassen.
Aktuell laufen mehrere Forschungsprojekte, um dieses Problem zu lösen. Eines der neuesten ist die Microgravity Associated Bone Loss-B (MABL-B)-Mission. Die dafür benötigten Materialien wurden heute mit der 33. Nachschubmission von NASA und SpaceX ins All gebracht.
Die Mission baut auf den Erkenntnissen der vorangegangenen Microgravity Associated Bone Loss-A (MABL-A)-Mission auf. Deren Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mikrogravitation die Signalgebung von Interleukin-6 (IL-6) auslöst, was den Knochenabbau fördert. MABL-B soll nun Wege finden, diesen Signalweg zu blockieren.
Für das Experiment werden mesenchymale Stammzellen (MSCs) und andere Knochenzellen über 19 Tage in speziellen Behältern kultiviert. Diese MSCs sind die Vorläufer von knochenbildenden Zellen. Proben dieser Kulturen werden in bestimmten Abständen entnommen und später zur Analyse zur Erde zurückgeschickt.
Da diese Knochenforschungsmission den Wissenschaftlern letztlich helfen wird, den Knochenabbau, seine Ursachen und mögliche Präventionsstrategien besser zu verstehen, könnte sie auch für die Behandlung von Osteoporose-Patienten auf der Erde von großem Nutzen sein.
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Autor des Originals:Chibuike Okpara - Tech Writer - 391 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2024
I have always been fascinated by technology and digital devices my entire life and even got addicted to it. I have always marveled at the intricacy of even the simplest digital devices and systems around us. I have been writing and publishing articles online for about 6 years now, just about a year ago, I found myself lost in the marvel of smartphones and laptops we have in our hands every day. I developed a passion for learning about new devices and technologies that come with them and at some point, I asked myself, "Why not get into writing tech articles?" It is useless to say I followed up the idea — it is evident. I am an open-minded individual who derives an infinite amount of joy from researching and discovering new information, I believe there is so much to learn and such a short life to live, so I put my time to good use — learning new things. I am a 'bookworm' of the internet and digital devices. When I am not writing, you will find me on my devices still, I do explore and admire the beauty of nature and creatures. I am a fast learner and quickly adapt to changes, always looking forward to new adventures.
Übersetzer:Marius Müller - Tech Writer - 3336 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2024
Als Kind der 90er war mein Gameboy mein ständiger Begleiter. Nach der Schule wurde die PlayStation angeworfen. Als ich schließlich meinen ersten PC bekam, war es vollends um mich geschehen. Meine Leidenschaft fürs Gaming ist seitdem nie wieder abgeflacht. Für Notebookcheck zu schreiben bedeutet für mich, über Themen zu berichten, die mir wirklich am Herzen liegen – neben Gaming auch gerne über E-Mobilität, Fotovoltaik oder innovative Gadgets. Wenn ich gerade nicht am Rechner sitze, schiebe ich wahrscheinlich Wasserrettungsdienst an der Ostseeküste oder versuche, den Schattenseiten meines Geek-Lebens – nämlich dem langen Sitzen – in der lokalen Schwimmhalle entgegenzuwirken.