Nach über 1.000 geöffneten Joy-Con 2: Techniker zieht überraschendes Fazit

Gal Silver ist Gründer von GameTraderZero – eines US-amerikanischen Online-Shops für individuell umgebaute Gaming-Controller und Handhelds. Laut eigenen Angaben hat er bereits über 1.000 Joy-Con 2 geöffnet, repariert und modifiziert. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Gastbeitrag bei Nintendo Life zusammengefasst – und die sind durchaus überraschend.
Die Joy-Con der ersten Nintendo Switch wurden über Jahre von sogenannten Stick-Drift geplagt, wobei der Controller Bewegungen erkennt, obwohl die Sticks gar nicht berührt werden. Nach Silvers grober Einschätzung fällt die Haltbarkeit der neuen Analogsticks im Schnitt rund 50 Prozent besser aus als beim Vorgänger. Zudem seien die Qualitätsunterschiede zwischen einzelnen Exemplaren kleiner geworden. Einen bereits ab Werk driftenden Stick habe Silver bislang überhaupt nicht entdeckt.
Ganz vom Tisch ist das Problem damit allerdings nicht. Die Joy-Con 2 verwenden weiterhin mechanische Analogsticks, die sich mit der Zeit abnutzen können. Aber: Die Analogsticks sind nicht fest mit der Platine verlötet, sondern lassen sich als komplette Module austauschen. Für die Joy-Con 2 gibt es bereits Hall-Effect- und TMR-Ersatzsticks (zwei Wigearss TMR Joysticks derzeit rund 13 Euro auf Amazon), die weniger anfällig für klassischen Drift sein sollen.
Weniger Stick Drift, dafür macht der rechte Joy-Con Probleme
Als häufigstes wiederkehrendes Problem nennt Silver stattdessen kurzzeitige Verbindungsabbrüche beim rechten Joy-Con. Interessanterweise hat Nintendo offenbar bereits nachgebessert – allerdings ohne die Änderung öffentlich zu kommunizieren. In neueren Exemplaren entdeckte der Techniker ein zusätzliches Schaumstoffpolster am inneren Anschluss. Seine Vermutung: Das günstige Bauteil soll die Verbindung stabilisieren. Offiziell bestätigt hat Nintendo den Zweck bislang aber nicht.
Nutzer berichten von gemischten Erfahrungen
In einem Reddit-Thread zum Thema fallen die Erfahrungen gemischt aus. Während viele Spieler bislang keine Probleme melden, berichten andere von knirschenden Sticks, unzuverlässigen Schultertasten oder lockeren Verbindungen. Das vorläufige Fazit bleibt dennoch positiv: Nintendo scheint aus dem Joy-Con-Debakel gelernt zu haben. Ob die Controller auch langfristig durchhalten, muss sich aber erst noch zeigen. Wer seine eigenen Erfahrungen zu den Joy-Con der Switch 2 teilen möchte, ist herzlich eingeladen, dies unten in der Kommentarsektion zu tun.
Quelle(n)
Bildquelle: Nintendo











