Neuer Lenovo-Laptop wird mit RAM von kaum bekannten Hersteller ausgeliefert

Ein Teardown von Lenovos günstigem Gaming-Notebook namens Lecoo Fighter 7000X zeigt, dass die 16GB DDR5-4800-Arbeitsspeicher auf einem einzelnen SO-DIMM untergebracht sind und nicht auf zwei Modulen im Dual-Channel-Betrieb, wie es viele Käufer vermutlich erwarten. Der Weibo-Nutzer @6GHz hat Nahaufnahmen des Moduls veröffentlicht, auf denen zwei direkt mit TWSC, Shenzhen Techwinsemi Technology, gekennzeichnete DRAM-Packages zu sehen sind. Dies unterscheidet sich von der verbreiteten Praxis, bei der Modulhersteller unbeschriftete Dies von Samsung, SK Hynix oder Micron beziehen und lediglich mit einem eigenen Label versehen.
Über den Launch des Lenovo Lecoo Fighter 7000X haben wir letzten Monat bereits berichtet. Lenovo hat das Notebook damals mit 16GB nicht verlötetem und aufrüstbaren DDR5-Arbeitsspeicher, einem Intel Core 7 245HX oder Core Ultra 7 251HX sowie einer Nvidia GeForce RTX 5060 mit 115 Watt gelistet.
Der Betrieb mit einem einzelnen Speichermodul statt mit zwei aufeinander abgestimmten Modulen halbiert die verfügbare Speicherbandbreite, da die CPU nur auf einen Speicherkanal zugreifen kann. Bei einem für 1080p-Gaming beworbenen Notebook mit dedizierter RTX 5060 könnte sich dies in speicherabhängigen Spielen messbar auf das Frame-Pacing und die minimalen Bildraten auswirken, obwohl Kapazität und DRAM-Geschwindigkeit auf dem Papier unverändert bleiben.
Da die Speicherkonfiguration nur bei einem einzelnen Teardown festgestellt und weder durch offizielle Spezifikationen noch durch mehrere Seriengeräte bestätigt worden ist, könnte sie je nach Produktionscharge, Region oder SKU variieren. Lenovo hat sich bislang nicht dazu geäußert. Daher ist unklar, ob alle Exemplare des Fighter 7000X entsprechend ausgeliefert werden oder nur das von @6GHz untersuchte Gerät. Da das Notebook unter Lenovos ausschließlich in China angebotener Untermarke Lecoo verkauft wird, dürften entsprechende Modelle nur dann auf internationale Märkte gelangen, wenn Lenovo sie unter der LOQ-Reihe neu auflegt.






