Neuer Mini-PC setzt auf längst eingestellten Intel Pentium Prozessor

GMKtec hat sein Mini-PC-Angebot ohne größere Ankündigung um die NucBox G3 Ultra erweitert. Die Hardware wird den Erwartungen, die der Namenszusatz "Ultra" wecken könnte, allerdings kaum gerecht. Der verbaute Intel Pentium Gold stammt aus dem Jahr 2020 und ist damit fast sechs Jahre alt. Intel hat den Chip inzwischen eingestellt, dennoch setzt GMKtec ihn in einem neuen Modell ein.
Der Pentium Gold 7505 gehört zur Tiger-Lake-Familie und wird in Intels 10nm-Verfahren gefertigt. Er bietet zwei Kerne, vier Threads, 4MB L3-Cache und einen maximalen Boost-Takt von 3,5GHz. Für die Grafikberechnung ist eine integrierte Intel-UHD-GPU mit 48 Ausführungseinheiten zuständig. Für Spiele, die nach 2020 erschienen sind, dürfte deren Leistung allerdings kaum ausreichen. GMKtec bietet zudem drei wählbare Leistungsprofile mit 8, 10 und 15 Watt. Ein Lüfter und eine Kupfer-Heatpipe sorgen für die Kühlung.
Die 16GB LPDDR4-3200-RAM der NucBox G3 Ultra sind direkt auf dem Mainboard verlötet und lassen sich daher nicht aufrüsten. Angeboten werden SSDs mit 256GB und 512GB, wobei regionale Datenblätter von GMKtec auch eine 1TB-Konfiguration aufführen. Zur Speichererweiterung stehen zwei M.2-2280-Steckplätze bereit. Einer unterstützt PCIe-4.0-NVMe-SSDs mit bis zu 8TB, der andere nimmt SATA-SSDs mit bis zu 1TB auf.
Die übrige Ausstattung fällt mit WiFi 6, Bluetooth 5.2 und Gigabit-Ethernet weitgehend konventionell aus. An Anschlüssen stehen dreimal USB-A 3.2 Gen 2, einmal USB-A 2.0, eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und zwei HDMI-2.0-Ausgänge zur Verfügung. Letztere können jeweils einen 4K-Bildschirm mit 60Hz ansteuern. USB-C fehlt hingegen vollständig. Das Gehäuse misst 114 x 106 x 44 mm und wiegt 280 Gramm. Windows 11 Pro ist vorinstalliert.
Auf Amazon ist die GMKtec NucBox G3 Ultra mit 16GB RAM und einer 512GB-SSD für 289 Euro bestellbar. Angesichts des veralteten Zweikernprozessors, des nicht aufrüstbaren Arbeitsspeichers und des fehlenden USB-C-Anschlusses erscheint das Angebot zu diesem Preis wenig attraktiv. Das gilt insbesondere im Vergleich zu verfügbaren Alternativen mit neueren Intel-N-Prozessoren oder AMD-Ryzen-Chips.









