GM schließt Batteriemontage bei Detroit – Pachtvertrag läuft aus

General Motors schließt seine Batteriemontage in Brownstown bei Detroit – offiziell, weil der Pachtvertrag ausläuft, nicht wegen der Elektro-Strategie. Das Werk baute Batterien für den Cadillac Celestiq und die Corvette E-Ray. Damit verliert GM einen der ersten Standorte seiner Elektrifizierung.
Die Kernfakten im Überblick:
- 44.600 Quadratmeter Batteriemontage werden stillgelegt, Produktion wechselt in andere GM-Werke
- Batterien für Cadillac Celestiq und Chevrolet Corvette E-Ray – künftiger Standort unbenannt
- 10,9 Mrd. US-Dollar EV-Belastungen seit Q2 2025, Bolt-Stückzahl auf rund 35.000 gesenkt
Batterien für Celestiq und Corvette E-Ray
General Motors schließt das Brownstown Battery Assembly Plant südlich von Detroit. In dem rund 44.600 Quadratmeter großen Werk montierte GM Batteriepacks für den Cadillac Celestiq sowie E-Motoren und Batterien für den Plug-in-Hybrid Chevrolet Corvette E-Ray. Laut GM hat die Schließung nichts mit der Elektroauto-Strategie zu tun: Das Unternehmen hatte das Gelände gepachtet, und der Pachtvertrag läuft kurzfristig aus. Mitarbeiter und Produktion sollen in andere GM-Werke verlegt werden; wo künftig die Batterien des Celestiq entstehen, wollte GM nicht mitteilen. Zum Höhepunkt arbeiteten rund 300 Beschäftigte am Standort, nach sinkender Auslastung sind es Berichten zufolge weniger als ein Dutzend.
Umnutzung und Neuausrichtung
Parallel sucht GM nach einer neuen Nutzung für ein rund 27.900 Quadratmeter großes Gebäude in Detroit, das ursprünglich für die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Produktion vorgesehen war. Das 55 Millionen Dollar teure Projekt am früheren Michigan State Fairgrounds war mit Piston Automotive geplant; GM hat den Mietvertrag inzwischen übernommen, eine Entscheidung über die künftige Nutzung steht aus. Die Schließung reiht sich in GMs Neuausrichtung ein: Seit dem Wegfall der US-Kaufprämie von 7.500 Dollar im September 2025 brechen die Verkäufe Batterie-elektrischer Fahrzeuge ein, mehrere Werke wurden wieder stärker auf Verbrenner ausgerichtet. Zuletzt sickerte durch, dass vom neuen Chevrolet Bolt nur rund 35.000 Exemplare bis zum Auslaufen im ersten Quartal 2027 entstehen sollen – ursprünglich geplant waren etwa 150.000. Toyota verzeichnete im dritten Quartal 29,2 Prozent Wachstum bei elektrifizierten Fahrzeugen, Hyundai steigerte Hybrid-Verkäufe um 35 Prozent.
Quelle(n)
autonews.com, techcrunch.com Bildquelle: Chevrolet





