GMKtecs leistungsstärkster Mini-PC im Test: Der EVO-X3 ist weit mehr als nur ein KI-PC

GMKtec hat seinen bislang leistungsstärksten Mini-PC, den GMKtec EVO-X3, bereits im Juni vorgestellt. Ausgestattet mit einer 16-Kern-AMD Ryzen AI Max+ 395 APU, 128 GB LPDDR5X-8000-Arbeitsspeicher und einer Radeon 8060S iGPU richtet sich das System in erster Linie an Nutzer, die KI-Modelle lokal ausführen möchten. Wie ein neuer Test des YouTubers ETA Prime zeigt, eignet sich der GMKtec EVO-X3 jedoch für weit mehr als KI-Anwendungen.
Demnach bewältigt der Mini-PC selbst aktuelle AAA-Spiele in 1.440p problemlos, ohne dabei thermisch an seine Grenzen zu stoßen. Zunächst nahm ETA Prime die CPU-Leistung unter die Lupe. Im Geekbench 6 erreichte der mit bis zu 5,1 GHz taktende Ryzen AI Max+ 395 3.081 Punkte im Single-Core- sowie 22.314 Punkte im Multi-Core-Test.
Wenig überraschend fällt das Single-Core-Ergebnis rund 23 % niedriger aus als beim Apple M4 Max. Mit der aktuellen M5-Serie hat Apple diesen Vorsprung bei der Single-Core-Leistung inzwischen sogar weiter ausgebaut. Im Multi-Core-Test schlägt sich der Ryzen AI Max+ 395 zwar besser, muss sich dem Apple M4 Max aber dennoch um rund 18 % geschlagen geben. Ihre Stärken spielt die Hardware vor allem bei der Grafikleistung aus.
Die Radeon 8060S ist AMDs derzeit schnellste integrierte GPU, was sich auch in den Benchmarks widerspiegelt. Im 3DMark Time Spy Graphics-Test übertrifft sie laut ETA Prime sogar die Desktop-GeForce RTX 4060 um rund 10 %. Zu diesem Ergebnis dürfte auch die maximale TDP von 140 Watt beitragen, da mobile Grafiklösungen häufig durch deutlich niedrigere Leistungsbudgets eingeschränkt werden. Die hohe Grafikleistung macht sich auch in Spielen bemerkbar.
Laut ETA Prime eignet sich der GMKtec EVO-X3 hervorragend als Gaming-Mini-PC und bewältigt aktuelle AAA-Titel in 1.440p ohne größere Schwierigkeiten. So erreicht Forza Horizon 6 bei 1.440p und Ultra-Details selbst ohne Bildrekonstruktion mehr als 90 FPS. Anspruchsvollere Titel wie Black Myth: Wukong oder Crimson Desert benötigen AMD FidelityFX Super Resolution (FSR), um bei 1.440p und hohen Details die Marke von 60 FPS zu überschreiten.
Dennoch bezeichnet ETA Prime dieses Ergebnis für einen Mini-PC als beeindruckend. Besonderes Augenmerk scheint GMKtec außerdem auf das Kühlsystem gelegt zu haben. Während des Spielens aktueller AAA-Titel maß ETA Prime lediglich etwa 66 °C. Selbst unter voller CPU-Auslastung im Stresstest stieg die Temperatur auf maximal 83 °C.
Die Leistungsaufnahme des Mini-PCs erreichte beim Spielen laut Test einen Spitzenwert von rund 147 Watt. Insgesamt hinterlässt der GMKtec EVO-X3 damit einen äußerst leistungsstarken Eindruck. Allerdings hat diese Ausstattung ihren Preis: Der Mini-PC kostet derzeit rund 3.799,99 US-Dollar (umgerechnet rund 3.270 Euro).


Quelle(n)
ETA Prime auf YouTube, Quelle des Teaser-Bildes: GMKtec, Muriel Liu auf Unsplash, bearbeitet





