Neuer analoger Fahrradcomputer setzt auf Seiko-Uhrwerk

Silca hat Omata übernommen und die Produktion des analogen Fahrradcomputers wieder aufgenommen. Der Preis im offiziellen Hersteller-Shop liegt nun bei 860 Euro. Wie viele Exemplare entstehen können, hängt allerdings von einem Bauteil ab, das nicht mehr hergestellt wird.
Das Gerät zeigt Geschwindigkeit, Strecke, zurückgelegte Höhenmeter und Fahrzeit auf einem mechanischen Zifferblatt an. Vier Schrittmotoren bewegen die Zeiger, während ein GPS-Modul im Hintergrund die Fahrt aufzeichnet. Die Uhrwerke stammen von Seiko. Laut Silca-Chef Josh Poertner ist der Fahrradcomputer "auf einen begrenzten Vorrat älterer Seiko-Komponenten angewiesen". Das Unternehmen will ihn in kleinen Chargen anbieten, bis dieser Bestand aufgebraucht ist.
Silca hat die Elektronik rund um die vorhandenen Uhrwerke neu entwickelt, statt diese zu ersetzen. Platine, Akkusystem und Gehäuse sind neu. Eine Lippendichtung mit drei Dichtbarrieren schützt nun den Bereich um die drehbare Lünette, während eine Gore-Tex-Membran den barometrischen Sensor abdeckt. Eine quadratische Aufnahme an der Unterseite passt auf gängige Garmin- und Wahoo-Halterungen. ANT+ ist integriert, geladen wird jetzt per USB-C. Unter iOS lässt sich das Gerät mit externen Leistungsmessern und Herzfrequenzsensoren koppeln. Die aufgezeichneten Fahrtdaten werden über Omatas eigene App oder per Kabel übertragen.
Die Produktion und Endmontage sind in Silcas Werk in Indianapolis umgezogen. Damit gehört das Modell zu den wenigen Fahrradcomputern, die in den USA montiert werden.
Im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrradcomputer fällt die Ausstattung überschaubar aus. Navigation und Benachrichtigungen fehlen, ebenso ein Display jenseits des analogen Zifferblatts. Die Akkulaufzeit beträgt etwa 17 Stunden, das Gewicht liegt bei 83 Gramm. Omata hat das Modell erstmals 2016 über Kickstarter verkauft. Der damals geplante Einzelhandelspreis hat umgerechnet 534 Euro betragen.









