Antigravity A1: Die 360°-Drohne bekommt einen Controller, Smartwatch zur Steuerung und LTE

In unserem Test zeigte sich die Antigravity A1 als sehr immersive, durchaus beeindruckende Drohne - zumal sie das Gewichtslimit von 250 Gramm nicht reißt. Im Test kritisiert habe ich dabei deutlich, dass die Nutzung der Vision-Goggles und des Motion-Controllers die einzige, wenn auch sehr gut funktionierende Steuerungsart ist. Das ändert sich nun: Antigravity hat drei neue Produkte vorgestellt, und zwar das Follow-Me-Bundle, den Remote-Controller und das Cellular-Module. Das Cellular-Modul kommt mit einer eingebauten eSIM-Karte und erhöht damit die Steuerungsreichweite, soll an dieser Stelle aber nicht besprochen werden, da dieses System für Privatanwender mindestens einmal in Deutschland und der EU irrelevant ist - in der Praxis ist bei der Antigravity A1 selbst ohne Mobilfunkmodul nicht die Reichweite der Funkübertragung das Problem, sondern die Forderungen für die Durchführung von BVLOS-Flügen - inklusive SORA-Risikobewertung und Betriebshandbuch.
Definitiv spannender für den typischen Endkunden ist der Remote-Controller für 75 Euro. Dabei handelt es sich um einen recht klassischen Drohnencontroller. Mit dem Controller und den Vision-Goggles wird die Antigravity zwar nicht zur pfeilschnellen FPV-Racing-Drohne, aber bei ersten Probeflügen ergab sich weniger überraschend eine sehr direkte, wenn auch nicht ganz so einsteigerfreundliche Bedienung wie mit dem Motion-Controller. Die Antigravity A1 wird es auch in einem Bundle mit dem Controller geben, der lässt sich aber von Bestandskunden auch nachkaufen.
Wahrscheinlich noch etwas exotischer ist das Follow-Me-Bundle. In diesem Bundle sind als Steuerungsgeräte eine Uhr und noch ein kleiner Fingerring enthalten. Auf die Brille kann in diesem Fall komplett verzichtet werden. Mit der Uhr ist die manuelle Steuerung der Drohne möglich, wenn auch etwas fitzelig. Vorgesehen ist das Follow-Me-Bundle allerdings primär dazu, sich selbst von der Antigravity A1 etwa beim Sport verfolgen zu lassen. Die Uhr zeigt dann das Live-Bild an und ermöglicht, wie die Beacon im HoverAir-Universum, die Position noch zu individualisieren. Eine Gestensteuerung ist möglich, in ersten Tests funktionierte das wie vorgesehen - ein ausführlicher Erfahrungsbericht wird noch folgen. Im Follow-Me-Bundle ohne Drohne sind zudem auch noch eine Schutzabdeckung für die Frontlinsen enthalten und noch ein (auch einzeln erhältlicher) Schutz für die Propeller und eine Umhängetasche. Wird der Propellorschutz montiert, wächst das Abflugsgewicht aber auf über 300 Gramm - und die A1 über die C0-Klasse hinaus. Das Follow-Me-Bundle inklusive Drohne wird 719 Euro kosten.
Quelle(n)
Insta360 / Antigravity
















