Neuer europäischer KI-Standort? Google investiert 13 Milliarden Euro in Finnland

13 Milliarden Euro – so viel hat Google bisher in noch kein europäisches Land investiert. Bei dem Abkommen mit Finnland geht es nicht primär um neue Rechenzentren, obwohl diese ebenfalls errichtet werden sollen – es geht um die komplette KI-Infrastruktur, also vor allem um Energie, Netze, Speicher, aber auch um viele tausend Arbeitsplätze, Ausbildungen und so weiter.
Und was macht Finnland für Google so interessant? Vor allem, dass dort eine gute Netzkapazität, CO2-armer Strom und zukünftiges Potential bei der Energieerzeugung zusammenkommen. Dabei setzt die Firma auf einen Energiemix, es gibt eine 22-Jahres-Vereinbarung zur Unterstützung der Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Loviisa, neue Kernreaktoren am Standort werden geprüft, zusätzlich sollen 629 MW an neuen Onshore-Windkrafträdern entstehen und zusammen einen Batteriespeicher von 94 MW speisen.



Und Finnland? Das Land soll massiv von den Investitionen profitieren, sowohl in Sachen Energie- und Digital-Infrastruktur als auch durch neue Arbeitsplätze. Während der initialen Bauphase 2027 und 2028 sollen ganze 37.000 Jobs im Land entstehen und Finnland zusätzliche 3,6 Milliarden Euro pro Jahr einbringen. Auch nach der Fertigstellung sollen tausende Jobmöglichkeiten vor Ort bieten.
Zudem verpflichtet sich Google 31 Millionen in die Communities von Hamina, Kajaani, Muhos, und Vaala zu investieren, allerdings gestreckt auf vier Jahre. Das Geld soll einerseits in Ausbildung, KI-Weiterbildungen und Training für Studenten fließen. Auf der anderen Seite möchte man lokale Initiativen unterstützen und bspw. Speichersysteme und Wärmepumpen in Schulen und Sportzentren installieren.









