Neues Sandbox-RPG auf Steam: Physikbasierte Welt, kreative Bausysteme und vielversprechende Reviews zum Launch-Preis

Das lang erwartete Voxel-Projekt des Solo-Entwicklers Matt, online bekannt als Tooley1998, hat am Mittwoch offiziell den Full-Release erreicht. Nach Jahren gut dokumentierter Entwicklung auf Patreon und YouTube ist Lay of the Land nun endlich auf Steam erschienen – als physikbetonte Alternative zum blockbasierten Survival-Genre.
Zum Verkaufsstart gibt es einen Einführungsrabatt von 10 %, wodurch sich die unverbindliche Preisempfehlung von etwa 20 € für die ersten zwei Wochen auf rund 18 € reduziert. Auch wenn die Voxel-Optik auf den ersten Blick Vergleiche mit anderen Sandbox-Titeln nahelegt, liegt die eigentliche Besonderheit in einer Spielwelt, in der jede Aktion realistische physikalische Konsequenzen hat. Jeder Baum, jede Höhlendecke und jedes Gewässer interagiert mit der Anwesenheit des Spielers und dessen Entscheidungen im Kampf.
Das Bauen in Lay of the Land basiert nicht auf den für dieses Genre üblichen starren Rastersystemen. Stattdessen kommt ein prozedurales Formensystem zum Einsatz. Anstelle von Quadraten und Rechtecken können Zylinder, Kegel und Schrägdächer genutzt werden, um natürlichere und komplexere architektonische Strukturen zu erschaffen.
Das Terrain selbst ist vollständig modellierbar. So können beispielsweise Straßen ausgehoben oder Berggipfel mit speziellen Werkzeugen geformt werden, ohne dass einzelne Voxel platziert werden müssen. Diese Flexibilität setzt sich im Innenbereich fort: Verschiedene Einrichtungsgegenstände wie Tische und Regale verwandeln eine hohle Hülle in ein funktionales Zuhause oder eine Burg.
Die simulierte Welt ist so konzipiert, dass ihre Elemente bei Begegnungen mit Bossen und umherstreifenden Monstern als Waffen eingesetzt werden können. So kann man beispielsweise Bäume fällen, um Gegner zu erschlagen, Höhlendächer über Gegnergruppen zum Einsturz bringen oder Feuer- und Wassersysteme nutzen, um das Schlachtfeld zu kontrollieren.
Das Kampfsystem unterstützt Nahkampf, Fernkampf und arkane Stile. Loot-Drops regen dazu an, mit verschiedenen Ausrüstungskombinationen zu experimentieren. Da die Umgebung vollständig zerstörbar ist, gleicht kein Kampf dem anderen. Ein missglückter Feuerzauber könnte beispielsweise einen nahen Wald niederbrennen, während eine heftige Explosion einen bleibenden Krater mitten auf einer Handelsroute hinterlassen kann.
Erstes Feedback aus der Community führte zu einer Bewertung von 76 % („größtenteils positiv“) bei über 260 Rezensionen. Die Spieler loben die Tiefgründigkeit des Bausystems und den Fokus auf physische Interaktion statt menülastigem Crafting.
Der technische Zustand der Launch-Fassung sorgt jedoch für Diskussionen und teils auch für Besorgnis. Das Spiel ist derzeit sehr hardwarehungrig. Nutzer des Steam Decks (derzeit für 999,99 Euro bei Amazon erhältlich) berichten von instabilen Bildraten zwischen 20 und 35 FPS, selbst bei minimalen Einstellungen. Der Entwickler hat einen engmaschigen Update-Zeitplan zugesagt, um diese Probleme anzugehen und die KI-Wegfindung zu verbessern, die gelegentlich mit den dynamischen und zerstörbaren Landschaften überfordert ist.
Zum Release bietet das Spiel eine beachtliche Menge an Inhalten für seinen Preis. Das Fehlen einer Multiplayer-Unterstützung scheint eine bewusste Entscheidung zu sein, um das Game als rein solistisches Erlebnis durch eine reaktive Fantasy-Welt zu positionieren.
Während Southern Cross Interactive nun in den Post-Launch-Support übergeht, wird der Fokus voraussichtlich auf dem Feinschliff der bestehenden Simulationen liegen, um sicherzustellen, dass das ehrgeizige Versprechen „Alles ist physisch“ auf einer breiteren Palette an PC-Hardware Bestand hat. Mehr über Lay of the Land ist hier zu lesen.













