Noch taktischer als Civilization: 4X-Strategie in China erstmal unter 5 Euro auf Steam

In Oriental Empires übernehmen Spieler die Führung einer Fraktion im antiken China und entwickeln sie nach und nach zu einem mächtigen Imperium. Dafür gründen sie neue Städte, errichten Gebäude, erschließen Ressourcen und bauen Handelsrouten über Land und Wasser auf. Parallel treiben sie Technologien, Kultur, Religion und Gesetze voran. Die Kampagne erstreckt sich dabei von der Bronzezeit bis zur Einführung des Schießpulvers. 4X-Fans dürfte vieles davon ziemlich bekannt vorkommen – vor allem Reichsverwaltung und Städtebau erinnern deutlich an die Spiele der Civilization-Reihe.
Bei der Kriegsführung sieht das Ganze aber anders aus. Oriental Empires läuft zwar ebenfalls rundenbasiert ab, anders als bei Civilization finden die Züge jedoch gleichzeitig statt. Am Ende einer Runde werden alle Bewegungsbefehle parallel ausgeführt. Das macht das Taktieren deutlich spannender und verlangt, gegnerische Aktionen möglichst gut vorauszusehen. Auch flächendeckende Aufklärung wird dadurch besonders wichtig, bevor die eigene Streitmacht ins Feld zieht – ärgerlich, wenn plötzlich eine zweite feindliche Armee ungesehen im Hinterhalt lauert. Außerdem können sich eigene Einheiten auf einzelnen Hexfeldern sammeln und größere Armeen bilden, statt jeweils ihr eigenes Feld zu besetzen. Dazu kommen Formationen und taktische Anweisungen, die den Ausgang der automatisch ablaufenden Schlachten zusätzlich beeinflussen.


4Players hat Oriental Empires zum Release im September 2017 getestet und lobte das 4X-Strategiespiel von Shining Pixel Studio vor allem für das unverbrauchte Szenario, die gelungenen 4X-Mechaniken und die clevere KI. Ganz ohne Kritik kam das Spiel aber nicht davon: Das Kampfsystem wirkte laut Redaktion teils unausgegoren und gibt Spielern nur wenig Einfluss auf laufende Schlachten. Auch die veraltete Präsentation konnte nicht überzeugen. Am Ende vergab 4Players dennoch eine starke Wertung von 80 von 100 Punkten.
Die Steam-Community schließt sich diesem Urteil weitgehend an: 80 Prozent von über 2.900 Nutzerrezensionen fallen positiv aus. Auf Metacritic zeigt sich ein etwas schwächeres, aber immer noch solides Bild: Der Metascore liegt bei 74, der User Score bei 7.5. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 580 Euro) ist der Titel als „Spielbar“ eingestuft.
Erstmals 85 Prozent Rabatt auf Steam
Auf Steam kostet Oriental Empires normalerweise knapp 29 Euro. Im Rahmen des Steam Summer Sale ist das Strategiespiel aber noch bis zum 9. Juli um 85 Prozent reduziert und für 4,34 Euro zu haben. Laut SteamDB waren bisher Rabatte von bis zu 83 Prozent üblich. Der aktuelle Deal unterbietet den bisherigen Tiefstpreis zwar nur knapp, drückt Oriental Empires aber erstmals unter die 5-Euro-Marke.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.










