Nur 4,7 Millimeter dünn: Wie viel Tablet geht noch?

Dünner, leichter, eleganter: Bei Tablets ist die Bauhöhe längst zu einem wichtigen Verkaufsargument geworden. Huawei treibt dieses Spiel mit dem MatePad Pro Max auf die Spitze. Das Tablet soll gerade einmal 4,7 Millimeter dünn sein und damit zu den schlanksten Geräten seiner Größenklasse gehören. Auf dem Papier klingt das beeindruckend. Im Alltag muss sich allerdings zeigen, ob aus dem technischen Kunststück auch ein praktischer Vorteil entsteht.
Unser Messgerät zeigt in der Mitte des Gehäuses glatte 5 Millimeter. Im Bereich der Kameras wächst die Bauhöhe auf bis zu 7,85 Millimeter. Das ist angesichts des riesigen Displays und der verbauten Technik dennoch bemerkenswert wenig. Gleichzeitig bleibt das Tablet mit seinem Aluminiumrahmen angenehm hochwertig und liegt trotz seiner Größe gut in der Hand.
Ganz ohne Kompromisse funktioniert die extreme Bauweise allerdings nicht. Das Gehäuse ist zwar verwindungssteif und die Spaltmaße sind sauber, bei Druck lässt sich jedoch ein leichtes Knarzen provozieren. Auf einer ebenen Oberfläche sorgt der Kamerabuckel zudem für eine leichte Erhöhung. Das daraus resultierende Kippeln hält sich allerdings in Grenzen.
Interessanter ist die Frage, was Huawei trotz der geringen Bauhöhe unterbringen konnte. Ein großes OLED-Display, sechs Lautsprecher, einen leistungsfähigen Prozessor und einen ausreichend dimensionierten Akku bekommt man schließlich nicht zum Nulltarif. Dass das MatePad Pro Max dabei nicht übermäßig warm wird und klanglich sogar zu den besten Tablets gehört, ist umso bemerkenswerter.
Das Rennen um das dünnste Tablet ist deshalb mehr als eine Zahlenspielerei. Es zeigt, wie weit sich moderne Hardware miniaturisieren lässt. Das MatePad Pro Max (hier bei Huawei kaufen) beweist eindrucksvoll, dass extrem flach nicht automatisch fragil oder unpraktisch bedeuten muss. Ob die letzten Zehntelmillimeter allerdings wirklich einen Unterschied machen, darf jeder Nutzer selbst entscheiden.






