Letzte Woche berichtete Reuters, dass die chinesische Cyberspace-Regulierungsbehörde Nvidia um eine Erklärung gebeten hat, da sie ein Risiko für die nationale Sicherheit befürchtet. Ein Nvidia-Sprecher antwortete darauf, dass „unsere Chips keine ‚Hintertüren‘ haben, die irgendjemandem einen Fernzugriff oder eine Fernsteuerung ermöglichen würden“.
Nun lehnt Nvidia in einem Blogbeitrag den Vorschlag der US-Gesetzgeber ab und adressiert gleichzeitig die Bedenken der chinesischen Cyberspace-Regulierungsbehörde. In dem Beitrag mit dem Titel „No Backdoors, No Kill Switches, No Spyware“ argumentiert das Unternehmen, dass die Einbettung solcher Kontrollen ein „Geschenk an Hacker und feindliche Akteure“ wäre, da dadurch gefährliche, zentrale Schwachstellen geschaffen würden.
Nvidia verglich diese Idee mit dem „Kauf eines Autos, bei dem der Händler eine Fernbedienung für die Parkbremse behält“, und bezeichnete sie als Überreaktion, die den wirtschaftlichen und nationalen Sicherheitsinteressen der USA schade.
Der Chiphersteller verwies auf die gescheiterte Clipper-Chip-Initiative aus den 1990er-Jahren als wichtige Lektion. Der Versuch, staatliche Hintertüren in Hardware zu schaffen, habe zentrale Schwachstellen hervorgerufen und das Vertrauen der Nutzer untergraben, so das Unternehmen. Nvidia wies auch Vergleiche mit Smartphone-Funktionen wie „Remote Wipe” zurück und argumentierte, dass es sich dabei um optionale, vom Nutzer kontrollierte Software-Tools handele, nicht um permanente und unkontrollierbare Hardware-Fehler.
Abschließend schloss das Unternehmen mit der Aussage, dass die bewusste Schwächung kritischer Infrastruktur niemals ein Werkzeug des Staates sein sollte, und bekräftigte seine Position: „Es gibt keine Hintertüren in Nvidia-Chips. Keine Notausschalter (Kill Switches). Keine Spyware.“











