Ozeane bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche, doch woher das Wasser stammt, ist unklar. Eine neue Studie zweier Forscher der Universität Bern liefert nun eine Antwort auf diese Frage. Demnach war die Erde zu ihrer Entstehungszeit vor 4,5 Milliarden Jahren eine lebensfeindliche Welt mit extrem hohen Temperaturen und intensiver vulkanischer Aktivität. Mit anderen Worten: Unsere Erde glich damals eher dem Merkur oder der Venus als einem blauen Planeten.
Obwohl zunächst nichts auf die Entwicklung von Leben hindeutete, ereignete sich wenige Millionen Jahre nach ihrer Entstehung ein folgenschweres Ereignis. Die Forscher Pascal Kruttasch und Klaus Mezger kamen in ihrer Studie zu dem Schluss, dass sich die Proto-Erde innerhalb von nur drei Millionen Jahren relativ schnell gebildet hatte. Doch vor rund 4,561 Milliarden Jahren kam es zu einer plötzlichen Veränderung.
In diesem Moment veränderte sich die Zusammensetzung der Erde dramatisch – zeitlich übereinstimmend mit dem Einschlag von Theia. Zur Erinnerung: Dabei handelt es sich um einen hypothetischen Planeten in der Größe des Mars, der mit der Erde kollidiert sein soll. Wenn dieses Ereignis zur Entstehung des Mondes führte, könnte es ebenso die Bildung von Wasser auf unserem Planeten verursacht haben.
Zur Untermauerung dieser These gehen die Forscher davon aus, dass Theia in großer Entfernung von der Sonne entstand und eisbedeckt war. Allerdings handelt es sich hierbei vorerst nur um eine Hypothese, die mit Vorsicht zu betrachten ist. Noch immer ranken sich viele Geheimnisse um die Entstehung des Wassers auf unserem Planeten. Wissenschaftler, die nach außerirdischem Leben auf Exoplaneten suchen, könnten bald alternative Erklärungsansätze liefern.














