Oura verteidigt Abo-Pflicht für Oura Ring 4

Wer einen Oura Ring 4 (ca. 399 Euro auf Amazon) ohne Abonnement verwendet, kann zwar einige wenige Daten sammeln, für die meisten Funktionen ist aber eine Oura Mitgliedschaft erforderlich. Diese kostet 5,99 Euro pro Monat oder 69,99 Euro pro Jahr. Das Abo schaltet unter anderem eine detaillierte Schlaf-Auswertung, eine Herzfrequenz-Messung rund um die Uhr, den Hauttemperatur- und SpO2-Sensor, Stress- und Zyklus-Tracking sowie fortschrittliche Oura-Labs-Features frei.

Viele Konkurrenten wie der Samsung Galaxy Ring verzichten gänzlich auf ein Abonnement, und bieten noch dazu häufig günstigere Ringe an. Oura-CEO Tom Hale verteidigt diese Abo-Pflicht in einem Gespräch mit Bloomberg. Laut des Chefs von Oura wäre dieses Abo-Modell zwingend erforderlich, um den Fokus von Oura auf akkurate Auswertungen von Daten sowie auf Langzeit-Analysen zu ermöglichen. Das Abo würde für Kunden zunehmend Mehrwert schaffen, da dieses nach und nach um neue Features erweitert wird. Die Abo-Gebühren sollen in die Forschung und Entwicklung fließen, um einerseits neue Features zu entwickeln, und andererseits die Präzision der bereits verfügbaren Funktionen zu verbessern.
Laut Ouras CEO hätte die Oura Mitgliedschaft derzeit mehrere Millionen zahlende Kunden, 75 Prozent davon sollen die Oura-App mindestens fünfmal pro Woche öffnen. Der Abo-Umsatz soll es Oura auch erlauben, nicht so oft neue Smart-Ring-Generationen auf den Markt zu bringen wie einige Konkurrenten, sodass Kunden nicht so schnell zu einem Hardware-Upgrade gedrängt werden. Oura soll derzeit einen Umsatz in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026 erwarten, das Unternehmen wurde vergangenen Herbst insgesamt mit rund 11 Milliarden US-Dollar bewertet.









