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Paramount übernimmt Warner Bros. nach „überlegenem“ Angebot – Netflix geht leer aus

Paramount Skydance WB
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Paramount Skydance WB "supercorp"
Paramount Skydance hat sein Angebot aufgestockt und bietet nun 111 Milliarden US-Dollar, um 100 Prozent von Warner Bros. Discovery zu übernehmen. Damit liegt das Gebot deutlich über der ursprünglich im Dezember vergangenen Jahres angekündigten Vereinbarung zwischen Netflix und WBD im Umfang von 82,7 Milliarden US-Dollar. Netflix war nicht bereit, sein Angebot weiter zu erhöhen. Paramount muss nun die endgültige Entscheidung der internationalen Regulierungsbehörden sowie des US-Justizministeriums abwarten.

Am 5. Dezember 2025 veröffentlichte Netflix eine offizielle Mitteilung, wonach die Streaming-Plattform eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Warner Bros. vollständig ausgehandelt und finanziert habe – einschließlich der Film- und Fernsehstudios sowie HBO Max und HBO. Die Bar- und Aktientransaktion wurde mit 82,7 Milliarden US-Dollar bewertet (Eigenkapitalwert: 72 Milliarden US-Dollar).

Tatsächlich handelte es sich jedoch nicht um eine endgültige Einigung, da das Bieterverfahren für Warner Bros. Discovery weiterhin offen blieb und Paramount Skydance in der Zwischenzeit weitere Angebote vorlegte. Am 26. Februar stufte der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery das jüngste Angebot von Paramount als „überlegen“ gegenüber der ursprünglichen Netflix-Vereinbarung ein. Das neue, höhere Gebot sieht vor, dass Paramount Skydance 100 Prozent von WBD für rund 111 Milliarden US-Dollar übernimmt. Netflix verzichtete darauf, mit einem höheren Angebot zu kontern, sodass Paramount nun kurz davor ist, WBD vollständig zu übernehmen.

Das aktuelle Angebot von Paramount sieht zudem vor, die sogenannte regulatorische Auflösungsgebühr auf 7 Milliarden US-Dollar zu erhöhen, falls die Transaktion aufgrund langwieriger regulatorischer Prüfungen scheitern sollte. Darüber hinaus bietet Paramount an, die 2,8 Milliarden US-Dollar schwere Vertragsstrafe zu übernehmen, die für die Auflösung der Fusionsvereinbarung zwischen Warner Bros. und Netflix fällig wäre. Zusätzlich würde Paramount – als Entgegenkommen – die potenziellen Finanzierungskosten von WBD in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar übernehmen, die durch das Schuldenumtauschangebot ausgelöst würden.

Das jüngste Angebot von Paramount gilt als aussichtsreich, da der WBD-Verwaltungsrat nun lediglich feststellen muss, dass es sich bei der überarbeiteten Offerte um ein „Company Superior Proposal“ im Sinne der bestehenden Fusionsvereinbarung mit Netflix handelt. Dennoch haben die US- und europäischen Kartellbehörden sowie das US-Justizministerium das letzte Wort.

Während die geplante Übernahme durch Netflix Bedenken hinsichtlich der künftigen Kinoauswertung der Filmmarken von Warner Bros. aufwarf, sorgt die mögliche Fusion mit Paramount nun für politische Diskussionen. Paramount Skydance gehört Larry Ellison und seinem Sohn David, die als prominente republikanische Spender gelten und enge Verbindungen zum damaligen US-Präsidenten Donald Trump haben. Paramount zeigt zudem Interesse an CNN und sämtlichen Discovery-TV-Sendern – im Gegensatz zu Netflix.

Um die Übernahme im Volumen von 111 Milliarden US-Dollar abzuschließen, müsste Paramount unter anderem Mittel von drei arabischen Staatsfonds sowie von RedBird Capital aufnehmen. Hinzu kommen Banken wie Citi und Apollo, die bereits Kredite in Höhe von 57,5 Milliarden US-Dollar bereitgestellt haben.

Offizielle Erklärung von Netflix
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Das potenzielle Portfolio von Paramount nach der Übernahme von Warner Bros
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Das potenzielle Portfolio von Paramount nach der Übernahme von Warner Bros
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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Paramount übernimmt Warner Bros. nach „überlegenem“ Angebot – Netflix geht leer aus
Autor: Bogdan Solca, 27.02.2026 (Update: 27.02.2026)