Pixel 11 Pro XL: Benchmark zeigt Performance der Tensor G6 GPU

Die PowerVR-CXTP-48-1536-GPU des Pixel 11 Pro XL ist kurz nach der Veröffentlichung des CPU-Benchmarks, über den wir heute bereits berichtet haben, nun auch bei Geekbench Compute aufgetaucht. Damit gibt es erstmals einen konkreten Eindruck von der Leistung der neuen, technisch jedoch älteren GPU-Hardware von Google.
In Verbindung mit 16GB RAM hat das Smartphone im OpenGL-Compute-Test von Geekbench 7.757 Punkte erreicht, wobei die GPU mit 1.286MHz gearbeitet hat. Damit liegt sie fast 80 Prozent vor der PowerVR-DXT-48-1536-GPU des Tensor G5, die in Tests des Pixel 10 lediglich 4.315 Punkte erzielt hat.
Dieser große Generationssprung muss jedoch im Zusammenhang betrachtet werden. Frühe Exemplare des Pixel 10 haben unter nicht optimierten Treibern gelitten, die die ersten Geekbench-Ergebnisse künstlich gedrückt haben. Ein erheblicher Teil des Leistungsvorteils des Tensor G6 dürfte daher auf Treiberoptimierungen zurückzuführen sein, die Google bereits vor der Markteinführung vorgenommen hat.
Im Vergleich mit Qualcomms Flaggschiff-Chips liegt das Google Pixel 11 Pro XL bei der reinen Grafikleistung weiterhin deutlich zurück. In unseren Tests haben wir mit der Adreno-840-GPU des Snapdragon 8 Elite Gen 5 eine etwa dreimal so hohe Leistung gemessen. Damit bleibt die Pixel-Serie bei der maximalen GPU-Leistung klar im Hintertreffen. Der Tensor G6 führt den Benchmark zudem über ANGLE aus, eine Übersetzungsschicht, die OpenGL-ES-Aufrufe in Echtzeit in Vulkan umwandelt. Qualcomm-Geräte verarbeiten OpenGL ES dagegen nativ. ANGLE verursacht beim Tensor G6 zwar einen unvermeidlichen Leistungsverlust, der große Rückstand zeigt jedoch, dass vor allem Googles schwächere GPU-Hardware den Flaschenhals darstellt.
Wie üblich sind Benchmark-Ergebnisse vor der Markteinführung mit Vorsicht zu betrachten, da die finale Software die Leistung noch verbessern könnte.







