Rekordtakt in Sicht? AMD Zen-6-Leak nennt Boost-Taktraten von über 6,5 GHz

Der bekannte Leaker Moore’s Law Is Dead veröffentlicht seit geraumer Zeit regelmäßig Informationen zu AMDs Zen-6-Architektur mit dem Codenamen „Medusa“. Dank dieser Leaks sind bereits zahlreiche Details bekannt, darunter die Anzahl der Kerne, erwartete IPC-Zuwächse, die Aufteilung der Produktpalette, die mobilen Varianten und weitere technische Eckdaten. Nun hat MLID einen umfassenden Zen-6-Leak veröffentlicht, der sämtliche bislang bekannte Informationen zur kommenden Architektur zusammenträgt. Besonders interessant sind dabei die außergewöhnlich hohen Taktraten sowie AMDs Pläne für Zen-6-APUs im Notebook-Bereich.
Wer sich bislang noch nicht näher mit Zen 6 beschäftigt hat, sollte einen Blick auf das aktuelle Video von MLID werfen, das am Ende des Artikels verlinkt ist.
Kommen wir direkt zu den möglichen Taktraten von Zen 6: MLID hatte bereits zuvor berichtet, dass die großen, klassischen Zen-6-Kerne Boost-Taktraten von bis zu 7 GHz erreichen könnten. Ermöglichen soll das AMDs angeblicher Einsatz von TSMCs modernem N2X-Fertigungsprozess auf 2-Nanometer-Basis für die 12-Kern-CCD-Chips.
Laut MLID steht inzwischen fest, dass Zen 6 „zu 100 Prozent“ Taktraten von mehr als 6,5 GHz erreichen wird. Nach Angaben des Leakers sind AMD-intern viele Verantwortliche davon überzeugt, dass die Desktop-Prozessoren der Zen-6-Generation mit mindestens 6,6 GHz boosten werden. Damit würde AMD den aktuellen Spitzenwert von 6,2 GHz des Intel Core i9-14900KS übertreffen, der derzeit die höchste werkseitige Boost-Frequenz im Consumer-Segment bietet.
Eine derart hohe Taktrate dürfte sich naturgemäß auch deutlich auf die Leistung in überwiegend Single-Thread-lastigen Anwendungen wie Spielen auswirken und Zen 6 insbesondere im Gaming-Bereich zusätzlichen Schub verleihen.
Apropos Gaming: MLID bekräftigt seine frühere Aussage, wonach ein mutmaßliches Flaggschiff namens Ryzen 9 109060X3D2 mit 288 MB 3D V-Cache ausgestattet sein soll. Dafür soll pro 12-Kern-CCD ein 3D-V-Cache-Die zum Einsatz kommen. Es bleibt nur zu hoffen, dass AMD den Prozessor am Ende nicht wirklich so nennt. Der Name ist furchtbar.
AMD Zen 6 Medusa Point und Medusa Halo
Anstatt der bisherigen Strategie zu folgen und eine kleinere APU mit leistungsfähiger iGPU wie Strix Point sowie eine große APU mit starker CPU und iGPU wie Strix Halo anzubieten, soll AMD Notebook-Herstellern künftig angeblich eine dritte Option bereitstellen. Laut MLID sollen die Zen-6-Notebook-Prozessoren der Medusa-Familie folgende Modelle umfassen:
- Eine 10-Kern-APU namens Zen 6 Medusa Point mit RDNA-4M-iGPU und 8 CUs
- Eine 14-Kern-APU namens Medusa Halo Mini mit „AT4“-iGPU auf RDNA-5-Basis und 24 CUs
- Eine 26-Kern-APU namens Medusa Halo mit „AT3“-iGPU auf RDNA-5-Basis und 48 CUs
Wie bereits in früheren Leaks erwähnt, soll AMD für seine Grafik-Dies der nächsten Generation die Bezeichnung Alpha Trion (AT) verwenden. Diese sollen sowohl bei Desktop-GPUs als auch bei Notebook-iGPUs und der Xbox-Magnus-APU zum Einsatz kommen.
Interessant an der Medusa-Halo-Mini-APU ist, dass sie sich Plattform beziehungsweise Sockel mit Medusa Point teilt. Laut MLID hätten Hersteller von Windows-Notebooks damit die Wahl zwischen der günstigeren Medusa-Point-Variante und der teureren Medusa Halo Mini. Bei letzterer könnten Notebook-Hersteller auf eine dedizierte GPU verzichten, da die iGPU von Medusa Halo Mini voraussichtlich auf dem Niveau einer mobilen RTX 4060 liegen soll.
Zusätzlich bereitet AMD offenbar auch eine günstige Zen-6-APU namens Bumblebee vor, die mit bis zu sechs Zen-6-Kernen und einer RDNA-4-iGPU mit 8 CUs ausgestattet sein soll.
MLID berichtet, dass die Zen-6-Desktop-CPUs und die mobilen Medusa-Point-APUs in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen könnten. Damit ist zu erwarten, dass AMD die nächste Ryzen-Generation offiziell auf der CES 2027 vorstellen wird.
Quelle(n)
Moore's Law Is Dead auf YouTube, Bildquelle: AMD, BoliviaInteligente auf Unsplash, bearbeitet










